Fürstbischöfliche Residenz, Verwaltungssitz, Universität
Kleine Geschichte des Schlosses

Münster -

 Vorgeschichte: 1661 lässt Fürstbischof Bernhard von Galen, nachdem er Münster erobert hat, im Westen der Stadt eine Zitadelle zum Schutz errichten.

Samstag, 26.08.2017, 10:08 Uhr

Zwischen 1933 und 1945 diente der Schlossplatz wiederholt großen Aufmärschen der nationalsozialistischen Machthaber.  
Zwischen 1933 und 1945 diente der Schlossplatz wiederholt großen Aufmärschen der nationalsozialistischen Machthaber.   Foto: Universitätsarchiv

1764 wird Max Friedrich von Königsegg-Rothenfels zum Fürstbischof gewählt. Zu seinen Versprechen gehört der Bau einer fürstbischöflichen Residenz.

1767 Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun , damals schon 72 Jahre alt, erhält den Auftrag zum Bau der Residenz. Er plant eine spätbarocke Schlossanlage mit weitläufigen Gärten. Der Grundstein wird am 26. August gelegt.

1773 Schlaun stirbt, der Rohbau ist gerade fertig. Baumeister Wilhelm Ferdinand Lipper setzt den Innenausbau im klassizistischen Stil fort.

1784 Als der Kurfürst stirbt, kommen die Bauarbeiten ins Stocken, 1787 werden sie komplett eingestellt. Die südlichen Nebengebäude und die Gärten sind unvollendet.

1803 Münster wird dem Staat Preußen zugesprochen, das Schloss wird Verwaltungssitz, Dienststelle und Wohnung der obersten Beamten und Militärs. Der Schlossgarten wird für die Bürger der Stadt geöffnet und der Botanische Garten der Universität zugeteilt.

1933 Das Schloss wird Kulisse der Bücherverbrennung der Nationalsozialisten auf dem Schlossplatz. Hier finden während der nächsten Jahre immer wieder große Aufmärsche der Nazi-Machthaber statt.

1945 Am 25. März wird das Schloss kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges zum wiederholten Male bombardiert, diesmal brennt es bis auf die Außenmauern nieder.

1947 Der Wiederaufbau des Schlosses beginnt, es soll das Hauptgebäude der Universität werden.

1954 Der Wiederaufbau ist vollendet, Aula und Glockenspiel werden eingeweiht. Die neu hergerichteten Repräsentationsräume sowie die Fassade werden unter Denkmalschutz gestellt.

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