Marc Endres und Hiltrud Stegemann machen nur alle fünf Jahre „großen Urlaub“
Traumziel Neuseeland

Münster -

Wenn der Journalist Marc Endres (56) und seine Frau Hiltrud Stegemann (57) aus Mecklenbeck mal Urlaub machen, dann richtig und lang. Der Grund liegt schon in der Anzahl der Flugmeilen begründet: Das Paar liebt Neuseeland und Australien, alle fünf Jahre gönnt man sich einen ausgedehnten Trip, und dafür wird nicht nur gespart, sondern auch im Beruf sorgfältig vorgeplant.

Freitag, 25.08.2017, 09:08 Uhr

Erinnerungen an tolle Wochen in Australien und auf Neuseeland haben Hiltrud Stegemann und Marc Endres in eindrucksvollen Bildern festgehalten.
Erinnerungen an tolle Wochen in Australien und auf Neuseeland haben Hiltrud Stegemann und Marc Endres in eindrucksvollen Bildern festgehalten. Foto: Privat

Hiltrud Stegemann muss sich als Pädagogin ein so genanntes „Sabbatjahr“ und Dienstfreistellung genehmigen lassen und Marc Endres , der ein Kommunikationsbüro hat, verschiebt Aufträge. Dann geht es wie zuletzt im November 2016 für dreieinhalb Monate fernöstlich. Auf dem Reiseplan standen diesmal Singapur, der Westen Australiens, Neuseeland, die Fidschi-Inseln, Neukaledonien und zum Finale wieder Australien mit Sydney.

2003 reifte der Gedanke, lieber seltener und dafür länger eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Hiltrud Stegemann: „Wir haben mein Patenkind in Vietnam besucht und uns schon vorher geschworen, nicht nur für zehn Tage da zu bleiben.“ Und nach den langen Reisen kommen beide nach eigener Einschätzung „wesentlich gelassener zurück in den Alltag“. Stegemann: „Und man fragt sich als Frau, warum man so viele Klamotten im Schrank hat.“

Ein Koffer muss reichen

Beide nehmen auch für lange Touren nur jeweils einen Koffer mit. Übernachtet wird in Pensionen, Campingmobilen, mal in Waldhütten, über einer Oldtimergarage oder in Eisenbahnwaggons, die zu Fremdenzimmern umgerüstet worden waren. „Privatunterkünfte sind nicht nur preiswerter, sondern man lernt auch nebenbei interessante Menschen kennen, die einem wertvolle Besichtigungstipps geben können“, so Endres.

Fasziniert sind die Mecklenbecker von Neuseeland. „Der Inselstaat ist so wie ganz Europa in einem Land. Die Naturvielfalt ist einzigartig, trotzdem gibt es auch pulsierende Metropolen und überall Menschen, die Besuchern gegenüber aufgeschlossen-herzlich sind.“ Auch auf diesen langen Touren wird für jeden Tag ein festes Besichtigungsprogramm aufgestellt. „Natürlich auch mal Relaxen am Strand, aber nie länger als einen halben Tag“, so Endres. Seine Frau führt akribisch Tagebuch und die inzwischen dicken Hefte sind für sie und die Angehörigen nach der Rückkehr neben den vielen Bildern die wichtigste Urlaubserinnerung. „Ab und zu nehmen wir ein paar ungewöhnliche Steine mit, sonst aber haben wir keine Souvenirs im Gepäck.

"So ein Trip ist nicht teurer als eine Kreuzfahrt"

Vor jeder Fahrt informieren sich die beiden über Sehenswürdigkeiten am geplanten Zielort, Touren werden ausgearbeitet und für die ersten Tage Hotels oder ein Campingmobil vorgebucht. „Gut geplant kann man viel Geld sparen. So ein Trip ist nicht teurer als eine Kreuzfahrt“, sagt Endres.

In einigen Jahren soll es wieder in Richtung Fernost gehen. Bis dahin ist Urlaub auf und an dem Haus in ländlicher Idylle am Getterbach angesagt. „Vielleicht mal ein paar Tage nach Ibiza und Mallorca, mehr aber nicht“, so Endres.

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