Mobilfunk-Kapazität soll erhöht werden
Mehr Internet für alle

Münster -

Ob Schauraum, Skulptur-Projekte oder Katholikentag im nächsten Jahr: Die Veranstaltungen ziehen Besucher und Touristen nach Münster. Schnell wird ein Selfie geknipst und in den sozialen Netzwerken verteilt. Was man in so einem Moment nicht möchte, ist im Datenstau zu stecken, weil  jeder gerade das Mobilnetz nutzt. Die Stadt Münster will die Mobilfunk-Kapazität an Hotspots im Stadtgebiet erhöhen.

Dienstag, 29.08.2017, 10:53 Uhr

Mobilfunk-Kapazität soll erhöht werden : Mehr Internet für alle
Foto: dpa

Dafür haben Oberbürgermeister Markus Lewe und der Chef der in Münster ansässigen Deutschen Funkturm GmbH, Bruno Jacobfeuerborn, eine Verinbarung unterzeichnet. Ziel sei es, an viel besuchten Punkten im Stadtgebiet, den Hotspots,  bis Anfang 2018 die Mobilfunknetze zu verdichten und so die Kapazität für Bürger wie Besucher zu erhöhen, berichtet die Stadt in einer Pressemitteilung. Dazu sollen Kleinfunkzellen – sogenannte Small Cells – eingesetzt werden.

Was sind Smart Cells?

Small-Cells sind kleine Funkzellen, die vom Betreiber auf öffentlichen Plätzen oder frei zugänglichen Bereichen installiert werden, um die Kapazität und Netzabdeckung eines eng geknüpften Netzes zu erweitern.

...

Eine finanzielle Beteiligung der Stadt am Ausbau der Infrastruktur sei nicht vorgesehen, teilte Pressesprecher Joachim Schiek auf Nachfrage mit. Die Realisierung sei Sache der Deutschen Funkturm. Die Stadt ihrerseits werde vor allem die Suche nach geeigneten Standorten für die Smart Cells unterstützen.

Mobilfunk-Kapazität auch für Großveranstaltungen

Wie viele Smart Cells installiert werden, wie groß genau also der Kapazitätsausbau ausfallen soll, sei nicht vereinbart worden, so Schiek. Ziel sei aber eine „ausreichende Mobilfunk-Kapazität auch für Großveranstaltungen“.

Immer mehr Daten wollen transportiert werden.

Bruno Jacobfeuerborn

„Das Smartphone und seine Funktionen nehmen einen immer höheren Stellenwert im Tagesablauf der meisten Menschen ein. Immer mehr Daten wollen transportiert werden, und immer mehr Menschen greifen unterwegs auf sie zu“, stellt Bruno Jacobfeuerborn fest. Die Deutsche Funkturm werde die Voraussetzungen dafür schaffen, dass dies in Münster „zu jeder Zeit und zu jedem Anlass“ möglich sei, kündigt der Chef der Deutschen Funkturm an.

Selfies ohne Datenstau verschicken

Oberbürgermeister Markus Lewe sieht darin Vorteile für die Bürger ebenso wie für Besucher: „Ob bei der Skulptur-Projekte oder beim Katholikentag 2018 – Münster ist immer ein guter Gastgeber“, so Lewe in der Pressemitteilung. Damit die mobile Kommunikation für alle Besucher und Bürger gewährleistet sei und „auch zukünftig Selfies ohne Datenstau verschickt werden können“, solle die Mobilfunk-Kapazität mit Augenmaß erweitert werden.

Eine Absichtserklärung unterzeichneten Oberbürgermeister Markus Lewe (r.) und Deutsche-Funkturm-Chef Bruno Jacobfeuerborn.

Eine Absichtserklärung unterzeichneten Oberbürgermeister Markus Lewe (r.) und Deutsche-Funkturm-Chef Bruno Jacobfeuerborn. Foto: Presseamt Münster

Der partnerschaftliche und koordinierte Ausbau von Small Cells im Stadtgebiet soll zügig in die Planungs- und Umsetzungsphase gehen. Vor allem im Innen- und Altstadt-Bereich sowie im Hafenviertel werden voraussichtlich die Funknetze verdichtet. Da auch für Netze der kommenden fünften Generation von Kommunikationstechnik (5G) Small Cells benötigt werden, soll der Ausbau die Zukunftssicherheit Münsters sicherstellen.

Deutsche Funkturm GmbH

Die Deutsche Funkturm gehört zur Deutschen Telekom Gruppe und betreibt bundesweit zirka 27.000 Funkstandorte für Mobilfunk, Richtfunk und Rundfunk. Das Unternehmen ist mit zehn Regionalvertretungen flächendeckend in Deutschland vertreten. Die Zentrale befindet sich in Münster.

...
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5111136?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Nachrichten-Ticker