„Unverpackt-Station“ in den Arkaden
Kunden „zapfen“ im Superbiomarkt frische Lebensmittel selber ab

Münster -

Ein stärkeres Umweltbewusstsein prägt zunehmend auch den Einzelhandel – bei Maßnahmen zur Plastiktüten-freien City oder bei der Vermeidung von Verpackungsmüll. Zwei Geschäfte, an der Warendorfer und der Hammer Straße, haben sich bereits auf unverpackte Produkte spezialisiert. Ab Freitag bietet auch der Superbiomarkt in seiner Filiale in den Arkaden 21 Produkte unverpackt an, wie Marketingleiter Tim Koch ankündigt.

Freitag, 15.09.2017, 10:00 Uhr

Selbst abfüllen können Kunden im Superbiomarkt in den Arkaden von nun an Müsli, Gummibärchen, Kaffeebohnen & Co.
Selbst abfüllen können Kunden im Superbiomarkt in den Arkaden von nun an Müsli, Gummibärchen, Kaffeebohnen & Co.

„Müsli, Nüsse oder Kaffeebohnen können die Kunden an Spendern selber in mitgebrachte Behälter füllen.“ Kunden fragen nicht nur nach der Herkunft der Produkte – „sie stellen auch unnötige Verpackungen in Frage“, erklärt Unternehmensvorstand Michael Radau in einer Pressemitteilung. 

Unverpackt in Bio-Qualität

Daher habe der Superbiomarkt entschieden, im Untergeschoss in den Arkaden eine Station für unverpackte Lebensmittel einzurichten – „natürlich zu 100 Prozent in gewohnter Bioqualität“.

Radau freut sich dabei über die Entwicklung: „Vor 30 Jahren gehörten solche Stationen in jeden Bioladen, doch dann schwand die Nachfrage, sodass diese abgebaut wurden.“ Wenn die Kunden in Münster das neue Angebot annehmen, sei geplant, auch in anderen Märkten Unverpackt-Stationen einzurichten.

Obst und Gemüse in Mehrweg-Netzen

Auch an anderen Stellen biete der Superbiomarkt den Kunden aber bereits Möglichkeiten zur Müllvermeidung: Frisches Obst und Gemüse könne in Mehrweg-Netze gepackt werden. Für Eier und Kaffee biete der Superbiomarkt Mehrweglösungen an. Und an den Bedientheken für Fleisch und Käse könnten Kunden eigene Behälter mitbringen und so Verpackungsmüll reduzieren.

Dabei gelangten die Kundenbehälter aus hygienischen Gründen nicht hinter die Theke, wie Marketingleiter Koch betont. Abgewogene Wurst- oder Fleischwaren würden von Mitarbeitern in die Behälter auf der Theke gefüllt. Um auch die bislang noch notwendigen Folien beim Abwiegen vermeiden zu können, sei ein System in Vorbereitung, das laut Koch derzeit mit dem Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz abgestimmt werde.

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