Bundestagskandidaten und ihr Lieblingsfoto
Sybille Benning liebt die Imkerei

Münster -

Münsters Bundestagskandidaten präsentieren ihr Lieblingsfoto von sich selbst: Die CDU-Kandidatin Sybille hat sich beim Imkern fotografieren lassen.

Freitag, 15.09.2017, 08:09 Uhr

Sybille Benning liebt die Bienen und hat keine Angst vor ihnen.
Sybille Benning liebt die Bienen und hat keine Angst vor ihnen. Foto: Privat

Es war 2012, als Sybille Benning den Entschluss fasste, gemeinsam mit ihrer Freundin Andrea den Imkerschein zu machen. „Ich findet die Imkerei sehr spannend und mag Honig auch sehr gern“, nennt die CDU-Bundestagsabgeordnete den Grund dafür, warum sie sich für einen Imkerkursus anmeldete.

Seit Bundestagswahl 2013 nur noch Hilfs-Imkerin

Doch dann kam die Kandidatur für die Bundestagswahl 2013 dazwischen, Sybille Benning konnte – im Gegensatz zu ihrer Freundin – nicht mehr die entsprechende Zeit aufbringen, dem aufwendigen Hobby nachzugehen.

Seitdem unterstützt die Roxelerin ihre Freundin quasi als Hilfs-Imkerin. Sie betreuen sieben Bienenvölker an drei Standorten. Bei einem dieser Einsätze ist auch Sybille Bennings Lieblingsfoto entstanden.

Wer mit Bienen arbeite, müsse mit der Natur verbunden sein und den Wechsel der Jahreszeiten lieben, erklärt die CDU-Frau. „Wir brauchen die Bienen zum Bestäuben der Pflanzen, Bienen sind überdies ein Indikator für Veränderungen in der Landschaft“, ist Sybille Benning in der Lage, immer neue Argumente zu benennen, warum Bienen so wichtig sind.

Brauchen viel mehr Grün in der Stadt

Als Landschaftsökologin kann sie die Bedeutung der Bienen nicht oft genug betonen. Gärtnern empfiehlt sie, nicht auf Bienen-Nährgehölze im Garten zu verzichten, ohnehin sei ein vielfältiger und bunter Garten ganz im Sinne der Tierwelt, so die Expertin.

Spätestens an diesem Punkt kommt für die Bundestagsabgeordnete die Politik ins Spiel: „Wir brauchen viel mehr Grün in der Stadt.“

Sie bewertet es als Erfolg, dass die Grünflächen jetzt „auch in die Städtebauförderung aufgenommen werden“. Sprich: Nicht nur Wohnquartiere, Gewerbegebiete und Straßen sollen das Ziel einer öffentlichen Planung sein, sondern auch der Freiraum, die Grünfläche, ja vielleicht auch die Brachfläche. Überdies sollten die Pflegekosten für die Straßenrandbegrünung bereits bei der Planung von Straßen und Plätzen einbezogen werden.

Keine Art mehr verlieren

Multifunktionale Stadträume müssen laut Benning das Ziel sein. „Wir können keine Art mehr verlieren.“

Das klingt alles sehr gut, aber spätestens als der Zielkonflikt zu Sprache kommt, der sich im Spannungsfeld zwischen moderner Landwirtschaft und Artenvielfalt ergibt, wird Sybille Benning etwas vorsichtiger mit ihren Äußerungen.

Einerseits macht sie kennen Hehl draus, dass Monokulturen auch der Bienenwelt zusetzen, auf der anderen Seite meidet sie aber jeden Satz, der als Kritik an der Landwirtschaft verstanden werden könnte. „Die Landwirte sind auf einem guten Weg“, drückt sie es diplomatisch aus. Und an die Adresse ihrer Partei sagt sie: „Nachhaltigkeit ist ein Thema, das die CDU mehr und mehr aufgreift.“

Jede Ernte ist anders

Schon ist sie wieder bei ihrem Honig. „Jede Ernte ist anders“, liebt sie die Vielfalt des Geschmackserlebnisses. Ohnehin lassen sich die Tiere nicht „zähmen“, wie sie aus eigener Beobachtung weiß.

Will sagen: Die Bienen entscheiden selbst, zu welcher Blüte sie fliegen.

Sybille Benning im Kurzporträt

► Partei: Christlich Demokratische Union

► Alter: 56 Jahre

► Beruf: Ingenieurin in der Landespflege, Diplom-Geografin (Landschaftsökologie)

► Familienstand/Kinder: Verheiratet, vier erwachsene Kinder

► Hobby: Fahrradfahren, lesen, wandern

► Wohnhaft in Münster seit: Von Geburt an Münsteranerin, in Münster wohnhaft mit einzelnen Unterbrechungen

► Politisches Vorbild: Keins – Es gibt viele bemerkenswerte Menschen, die meinen Weg geprägt haben

► Lieblingsbuch: Zurzeit keins

► Lieblingsgericht: Westfälischer Pfannkuchen

► Lieblingsort in Münster: In Münster gibt es viele Orte, wo ich gerne bin und ich entdecke immer wieder neue interessante Orte

...
Mehr zum Thema
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5150719?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Öffnungszeiten in Enschede bereiten deutschen Nachbarn Bauchschmerzen
Verkaufsoffene Sonntage sind in den Niederlanden nicht generell vorgesehen. Die Kommunen entscheiden darüber selbst., die Mitarbeiter der Geschäfts sind wiederum berechtigt, die Arbeit am Sonntag abzulehnen,
Nachrichten-Ticker