Interview mit der strahlenden Wahlsiegerin Sybille Benning (CDU)
AfD-Wahlerfolg ein „schlimmes Zeichen“

Münster -

Sybille Benning (56) bleibt die direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für Münster. Am Dienstag wird sie nach Berlin zur konstituierenden Fraktionssitzung der CDU reisen.

Sonntag, 24.09.2017, 23:08 Uhr
Sybille Benning strahlte im Rathaus.
Sybille Benning strahlte im Rathaus. Foto: Matthias Ahlke

Mit der strahlenden Wahlsiegerin sprach unser Redakteur Ralf Repöhler in der Bürgerhalle des Rathauses.

Frau Benning , herzlichen Glückwunsch, Sie haben das Direktmandat für Berlin erfolgreich verteidigt. Wie groß ist der Stein, der Ihnen vom Herzen fällt?

Benning: Na ja, er rollt jetzt langsam runter. Es sind ja noch nicht alle Bezirke ausgezählt. Ich bin da Ingenieurin und Realist und warte das Endergebnis ab. Aber ich bin schon froh, dass die Tendenz jetzt so gut aussieht, dass ich sagen kann: Ich habe es geschafft.

Was können die Münsteraner in der neuen Legislaturperiode von Ihnen erwarten?

Benning: Dass ich Münsters Interessen in Berlin weiterhin fest vertreten werde. Ich werde die Politik der Nachhaltigkeit, der Bildung, für die Familien und auch den Mittelstand weiterhin vertreten.

Hatten Sie damit gerechnet, dass die SPD als ihr Koalitionspartner im Bund so abschmiert?

Benning: Nein. Bis vor wenigen Wochen hatten wir alle die AfD nicht so stark eingeschätzt. Beide großen Volksparteien haben ja verloren. Es ist ein schlimmes Zeichen, dass dieses Gedankengut der AfD im Bundestag vertreten sein wird.

Die SPD hat gesagt, sie steht für eine große Koalition nicht mehr zur Verfügung. Wird es Jamaika im Bund geben?

Benning: Ich kann mir schon vorstellen, dass natürlich jetzt Verhandlungen laufen. Aus meiner Erfahrung mit den Grünen in Münster und auch den Liberalen in Düsseldorf kann ich mir vorstellen, dass wir gemeinsame Punkte finden, um Deutschland zukunftsfähig zu machen.

Wie geht es weiter mit den beiden münsterischen Wahlkampfthemen Gleisausbau Münster-Lünen und Kasernen-Ankauf?

Benning: Ende des Jahres wird spruchreif werden, in welcher Dimension der Ausbau Münster-Lünen geschehen wird. An den Verträgen für die York-Kaserne wird gearbeitet, diese werden dann auch auf die Oxford-Kaserne übertragen. Ich werde weiterhin daran arbeiten, dass wir das Bima-Gesetz doch jetzt ändern. Da bin ich sehr froh. Es dauert halt alles ein bisschen länger im Bund.

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