Kater hatte Telefon auf „Stumm“ gestellt
Polizei rettet Nieren-Transplantation: Sondereinsatz für Frau aus Lingen

Münster -

Ihr Handy war defekt, und ihr Kater hatte das Haustelefon offenbar auf „Stumm“ gestellt. Beinahe hätte eine Lingenerin ihre Nierentransplantation im UKM verpasst.

Montag, 25.09.2017, 11:09 Uhr

Kater hatte Telefon auf „Stumm“ gestellt: Polizei rettet Nieren-Transplantation: Sondereinsatz für Frau aus Lingen
Foto: -ah-

Von der Klinik den erlösenden Anruf zu erhalten, dass ein passendes Spenderorgan gefunden wurde, ist meist das Einzige, an das Wartende für Spenderorgane denken können. Über acht Jahre zwischen Hoffen und Bangen verbrachte auch Christiane Datzert, die auf eine Niere wartete. Doch als für die Lingenerin endlich ein passendes Organ gefunden war, verpasste sie den wichtigen Anruf des Universitätsklinikum Münster (UKM) – und wurde erst von der hinzugerufenen Polizei über die glückliche Fügung informiert.

„Mein Handy funktionierte an diesem Tag nicht. Und als ich das Haustelefon kontrollierte, war es auf stumm gestellt. Mein Kater muss beim Spielen die Taste gedrückt haben, schließlich hatte ich bei jedem Anruf Hoffnung“, so die 49-Jährige laut einer UKM-Pressemitteilung.

Überraschender Polizei-Besuch

Nachdem das UKM die Patientin über die üblichen Wege nicht erreichen konnte, alarmierte es die Polizei. „Erst habe ich mich gewundert, was die denn hier machen. Als sie mir dann aber die Nachricht brachten, dass endlich ein passendes Organ für mich gefunden sei, bin ich in Tränen ausgebrochen und habe ich mich einfach nur noch wahnsinnig gefreut“, so Datzert.

Nach der Transplantation der Niere vergangenen Donnerstag scheint nun alles gut zu sein – überraschend gut: „Die neue Niere mag mich anscheinend. Die Ärzte sagen, dass meine Werte überdurchschnittlich seien“, freut sich die Lingenerin.

Sie ermutigt die Bevölkerung, sich mit dem Thema Organspende bewusst auseinanderzusetzen: „Wie jetzt mir kann eine Organspende für viele Patienten die Chance auf ein zweites Leben bedeuten.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5178588?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Narren trotzen der Naturgewalt
Trotz Sturmböen erhielten die Narren in Otti-Botti eine Starterlaubnis und der Umzug schlängelte sich durch die Narrenhochburg.
Nachrichten-Ticker