Institut für Geoinformatik entwickelt SenseBox
Feinstaubmessung für den Hausgebrauch

Münster -

Freitag, 13.20 Uhr: Die Datenplattform des Instituts für Geoinformatik zeigt an, dass die Feinstaubbelastung im innerstädtischen Bereich im Bereich Hafen, Hansaring und Hafenstraße am höchsten ist. Fünf kleine Messstationen haben die Werte an die Internet-Plattform www.opensensemap.org übermittelt. Dort sind sie öffentlich ablesbar.

Sonntag, 12.11.2017, 17:11 Uhr

Am einem Balkon des Vereinsbüros brachten Dr. Thomas Bartoschek (l.) und Jan Wirwahn den Messapparat an.
Am einem Balkon des Vereinsbüros brachten Dr. Thomas Bartoschek (l.) und Jan Wirwahn den Messapparat an. Foto: klm

Geräte zur Feinstaub-Messung und anderer Umweltdaten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck, Helligkeit oder UV-Licht hat das Institut in den vergangenen Jahren entwickelt, eine so genannte Sensebox. Seit einiger Zeit steht diese Technik als Baukasten für jedermann zur Verfügung.

Die Geräte sollen leicht zusammenbaubar sein und auch in Privathäusern oder an Wohnungen installiert werden können. „Interessant ist das für Leute, die für ihren Alltag wissen möchten, wo welche Belastungen existieren und die durch selbst gesammelte Daten dazu beitragen wollen, dass ein immer genaueres Bild von Umweltbelastungen entsteht“, erklärt Dr. Thomas Bartoschek , Leiter der Projektgruppe für „Sensebox“.

Gemeinsam mit einem Kollegen brachte er am Freitag die mittlerweile 49. Box im Stadtgebiet an – auf einem Balkon des Vereinsbüros von „Münster nachhaltig“ an der Von-Kluck-Straße. Es ist das 15. Gerät des Instituts in Münster mit Feinstaub-Sensorik. „Was gemessen wird, hängt davon ab, was der Nutzer wissen will“, sagte Bartoschek. Die Höhe der Luftbelastung zu kennen, könne privat nützlich sein, um ihr aus Gesundheitsgründen oder beim Sport aus dem Wege zu gehen. „Münster nachhaltig“ hatte sich bei den Forschern um ein solches Gerät bemüht. „Unser Standort ist nahe am Ludgeriplatz. Dort passiert verkehrlich viel“, sagte Kerstin Ramsauer vom Verein. Man wolle zur Datensammlung beitragen und „dieses Nachhaltigkeitsprojekt sichtbarer machen“.

Die Technik für die „Sensebox“ hat das Institut entwickelt und wird dabei vom Bundesbildungsministerium gefördert. Mittlerweile stehe eine Zusammenarbeit mit dem Amt in Aussicht. Auf diesem Weg könnten die privat gesammelten Daten womöglich auch in öffentliche Erhebungen einfließen.

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