Schüler präsentieren ihre Forschungsarbeiten
Einblicke in spannende Stadtgeschichte

Münster -

Beim Themenabend im Stadtarchiv am Donnerstag gewähren Schüler Einblicke in die Stadtgeschichte: Sie präsentieren Auszüge aus ihrer Forschung für den Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten.

Dienstag, 21.11.2017, 14:00 Uhr
Die Figuren „Synagoge“ und „Ecclesia“ am Südportal der Lambertikirche: Wann sind sie dort angebracht worden? Auch das war Thema einer Arbeit aus Münster beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten.
Die Figuren „Synagoge“ und „Ecclesia“ am Südportal der Lambertikirche: Wann sind sie dort angebracht worden? Auch das war Thema einer Arbeit aus Münster beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten. Foto: Greta Hamidi

235 Jugendliche aus Münster sind der Aufforderung des Bundespräsidenten gefolgt und haben ein halbes Jahr zum Thema „Gott und die Welt. Religion macht Geschichte“ geforscht. Sie gingen mit mehr als 5000 jungen Menschen in ganz Deutschland  auf die Spurensuche nach religiöser Vielfalt, unbedingtem Glauben, nach verbotener Seelsorge, nach Kirchenriten und Konflikten. Viele Beiträge aus Münster wurden mit Auszeichnungen geehrt – auch die vier Arbeiten, die von ihren jungen Autoren persönlich beim Themenabend des Stadtarchivs am Donnerstag (23. November) um 18 Uhr vorgestellt werden. Die Zuhörer dürfen sich auf einen spannenden Abend freuen, wird doch so manches faszinierende Kapitel aus der Stadtgeschichte aufgeschlagen, heißt es in der Ankündigung.

Landespreisträger sind Carina Ebert , Johanna Tiemann , Ivan Dubrovin und Greta Hamidi bereits. Ob gar noch einer der begehrten fünf ersten Bundessiege nach Münster geholt werden kann, entscheidet sich am Mittwoch (22. November) beim Finale des Geschichtswettbewerbs im Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten.   

Mit ihrer Themenwahl zu den Auswirkungen der Türkenkriege in Münster bewies Carina Ebert vom Annette-Gymnasium viel Mut, besaß sie über diese Belagerungen und Schlachten zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert doch kaum Wissen. Johanna Tiemann hinterfragt die Rolle der niederen Geistlichkeit im Konflikt zwischen katholischer Kirche und NS-Regime. Dabei geht die ehemalige Friedensschülerin von einer Konkurrenz  zwischen den zwei verschiedenen Weltanschauungen aus.

Eine Tochter suchte die Heiratsurkunde ihrer Eltern, die im Nachkriegs-Münster von einem russisch-orthodoxen Priester verheiratet worden waren. Zufällig erfuhr Ivan Dubrovin, Schüler des Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums, davon. Und setzte sich auf die Spur.

Um zwei Frauengestalten am Südportal der Lambertikirche kreist der Beitrag von Greta Hamidi (Marienschule). Es geht um „Synagoge“ und „Ecclesia“: die eine hält in der Hand ein ihr entgleitendes Schriftstück mit hebräischen Buchstaben, die Augen durch ein Tuch verbunden. Von den beiden Figuren ist die Schülerin der Klasse elf irritiert und fasziniert. Stammen sie tatsächlich aus dem Mittelalter?

Zum Thema

Der Info-Abend beginnt am Donnerstag um 18 Uhr im Stadtarchiv, An den Speichern 8. Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter ' 4 92-47 08.

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