Robert von Olberg (SPD)
„Eine Frage der Glaubwürdigkeit“

Münster -

Robert von Olberg, SPD-Bundestagskandidat bei der Wahl im September, findet die Entscheidung seiner Parteispitze richtig, keine erneute Große Koalition mit der CDU zu bilden.

Mittwoch, 22.11.2017, 19:11 Uhr

Robert von Olberg
Robert von Olberg Foto: SPD

Für Robert von Olberg ist es „eine Frage der Glaubwürdigkeit“, dass die SPD auch nach dem Scheitern von Jamaika zu ihrer Aussage steht, nicht wieder in eine große Koalition zu gehen. „Und das sieht auch die überwiegende Mehrheit unserer Mitglieder so“, sagt der münsterische SPD-Parteichef, der bei der Wahl im September als Bundestagskandidat gescheitert war.

Andere Modelle der Zusammenarbeit hält von Olberg allerdings nicht für ausgeschlossen. „Sollte die CDU eine Minderheitsregierung bilden, werden wir uns bei Abstimmungen über Themen, die der SPD am Herzen liegen, sicher nicht verweigern.“

Neuwahlen hält von Olberg „nicht für einen Automatismus, nur weil die SPD keine große Koalition eingehen will“. Sollte es tatsächlich so weit kommen, dann habe die SPD „keine Angst“, sich erneut zur Wahl zu stellen. „Wir würden dann allerdings einige Themen klarer auf den Punkt bringen als beim letzten Mal.“

Robert von Olberg betont, dass er „bei möglichen Neuwahlen als möglicher Bundestagskandidat“ zur Verfügung stehe – wenn dies denn auch die Mitglieder wollen. Martin Schulz wäre in diesem Fall „der richtige Kanzlerkandidat“.

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