Winteranfang
Erster Schnee in Münster

Münster -

Der erste Schnee rieselte am Donnerstagmorgen auf die Straßen in Münster. Winterlich-weiß wurde es vorübergehend – bei knapp über 0 Grad verwandelten sich die weißen Kristalle jedoch vor allem in der Innenstadt schnell in Pfützen. Ein Verkehrschaos blieb laut Polizei aus. 

Donnerstag, 30.11.2017, 08:11 Uhr

Winteranfang: Erster Schnee in Münster
(Symbolbild) Der erste Schnee in Münster fiel am Donnerstag eher dürftig aus. Foto: dpa

Der Wetterdienst hatte es vorhergesagt, trotzdem wurde der ein oder andere Münsteraner am Donnerstagmorgen von dünnen Schneedecken auf der Autoscheibe oder dem Fahrradsattel überrascht.

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Winterliche Impression aus Münster-Wolbeck. Foto: Izabela Lipinski

Auf Twitter wurde der erste Schneefall in Münster eifrig kommentiert. 

Schnee und Glätte im Münsterland

Während der Schnee in Münster, im Kreis Steinfurt und im Kreis Coesfeld laut Polizei keine größeren Auswirkungen auf den Verkehr hatte, musste die Polizei im Kreis Warendorf zu zahlreichen Unfällen ausrücken. In Ahlen verlor ein 29-Jähriger die Kontrolle über seinen Wagen und prallte gegen einen Baum .

Wetter am Donnerstag

Am Donnerstag bleibt es nach Angaben des Wetterdienstes "Wetterkontor" im Münsterland wolkig, im Tagesverlauf kommt es gebietsweise zu Regen-, Graupel oder Schneeregenschauern. Die Temperaturen liegen bei 3 bis 5 Grad. In der Nacht zu Freitag steigt die Frostgefahr.

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Ein "weißer Teppich" ist für den Schulweg ausgerollt... Foto: Izabela Lipinski

Weitere Aussichten

Laut "Wetterkontor" kommt am Freitag häufiger die Sonne durch. Örtliche Regen- oder Schneeschauer sind selten. Auf den Straßen ist dennoch zu Vorsicht geraten: Vor allem in der Nacht zu Samstag muss mit Glätte gerechnet werden. Bei Temperaturen zwischen 0 bis 4 Grad weht ein schwacher Wind. 

Wochenend-Wetter

Während sich der Samstag bei Temperaturen um 3 Grad und Sonne für einen Winterspaziergang anbietet, wird es am Sonntag bei bis zu 5 Grad ungemütlich: Frische Böen und Regen werden fürs Münsterland erwartet.

Herbst- und Winter-Tipps für Autofahrer

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  • Scheibenwischer:

    Bei feuchter Witterung von noch größerer Wichtigkeit als sonst. „Wenn sie Schlieren schlagen oder eingerissen sind, dann ist es schon zu spät“, sagt Reiner Bücker von der TÜV-Station in Ibbenbüren. Sie müssen ersetzt werden.

    „Man kann sie aber pflegen, indem man sie reinigt.“ Spülwasser und ein fusselfreier Lappen wären gut geeignet, um die Wischerblätter zu reinigen, sagt der Experte. Ebenfalls möglich: Silikonspray.

    Bei Eis empfehle es sich, die Wischer nicht über die vereiste Scheibe schrappen zu lassen. Auch festgefrorene Wischer sollte man nicht einfach losreißen. Erst müsse das Eis von der Scheibe sein.

    Foto: dpa
  • Beschlagene Scheibe:

    Sie entsteht durch Feuchtigkeit, die irgendwo im Auto ist. Die schlägt sich durch Temperaturunterschiede an der kalten Scheibe nieder.

    Wie sie ins Auto kommt ? Häufig durch nasse Schuhe, sagt Reiner Bücker von der TÜV-Station in Ibbenbüren. „Vor allem im Winter, wenn man Schnee ins Auto bringt.“ Aber auch durch Körperwärme.

    „Es kann auch sein, dass der Innenraumfilter verstopft ist und feucht wird. „Dann können Lüftung und Klimaanlage nicht richtig arbeiten“, so Bücker. Was man machen kann ? Die Scheibe regelmäßig von innen reinigen, rät der Mann vom TÜV. „Damit verhindert man auch schon eine gewisse Beschlagsneigung.“

    Dreck und Nikotin an der Scheibe beschleunigt das Beschlagen. „Wenn sie beschlagen sind, sollte man spezielle Schwämme oder Mikrofasertücher verwenden“, rät Bücker. Um Streifen zu vermeiden.

    Zudem rät er, neben der Lüftung die Klimaanlage einzuschalten, denn die ziehe Feuchtigkeit heraus.

    Foto: dpa
  • Reifen:

    Da gibt es die O-Regelung - Winterreifen von Oktober bis Ostern. „Es gibt aber keine gesetzlichen Zeitvorgaben“, betont Reiner Bücker von der TÜV-Station in Ibbenbüren. Wenn es den ganzen Winter mild und sonnig bleibe, könne man theoretisch auch mit Sommerreifen durchfahren.

    Die Reifen müssen dem Wetter angemessen sein. Zulässige Winterreifen müssen eine bestimmte Kennzeichnung haben: „M+S“, „M&S“ „M.S.“ oder ein Bergpiktogramm mit Schneeflocke.

    Gesetzlich gelte eine Profiltiefe von 1,6 Millimetern, so Bücker. „Das ist natürlich nicht sinnvoll.“

    Bei Winterreifen sollte man im Bereich unter vier Millimetern austauschen, bei Sommerreifen bei drei Millimetern. Sonst fehle der Grip.

    Foto: dpa
  • Reifendruck:

    Möglichst stramm oder lieber nicht ? „Ich würde nach den Vorgaben des Herstellers gehen“, rät Reiner Bücker von der TÜV-Station in Ibbenbüren. Die fänden sich in der Regel auf einem Schildchen im Türrahmen. Bei zu viel Druck verschleißt der Reifen im mittleren Bereich stärker, bei zu wenig ist an den Seiten der größere Verschleiß.

    Bei zu wenig Druck auf den Reifen wird es für den Fahrer schnell schwammig auf der Straße, man kann in den Kurven stärker rutschen. Tipp vom Fachmann: „Man sollte den Luftdruck bei kalten Reifen prüfen, da sich die Reifenfüllung nach längerer Fahrt erwärmt und der Druck dadurch um 0,2 bis 0,3 bar steigt“, sagt Bücker.

    Um eine kontinuierliche Überwachung des Reifendrucks zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber, bei Pkw ab Erstzulassung 1. November 2014, ein Reifendruckkontrollsystem vorgeschrieben.

    Foto: dpa
  • Laub auf der Straße:

    Vorausschauendes Fahren sei ganz wichtig, sagt Reiner Bücker von der TÜV-Station in Ibbenbüren. Besonders vor Kurven. „Bei Laub wird es ganz gefährlich, wenn es mit Regen oder Bodenfrost verbunden ist.“ Da werde es ganz besonders rutschig. „Man sollte dann genug Abstand zum Vordermann halten, um rechtzeitig bremsen zu können.“

    Foto: dpa
  • Scheibenreinigung:

    Nicht nur die Frontscheibe, auch alle anderen Scheiben sollten gereinigt sein, rät Reiner Bücker von der TÜV-Station in Ibbenbüren. Das gelte insbesondere für die Spiegel. Auch die Kennzeichen sollten lesbar sein. „Alle vier Wochen würde ich mein Auto schon waschen“, rät Bücker. „In der Waschanlage ist ja auch ein Wachsanteil, das ist Schutz für den Lack.“

    Foto: dpa
  • Tief stehende Sonne:

    Der Rat des Fachmannes: Sonnenblende oder -brille und angemessene Fahrweise.

    Foto: dpa
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Deler Saber ist Kurde und Deutscher Staatsbürger und hat früher in Bagdad gelebt und studiert. Vor über 20 Jahren kam er nach Deutschland, seit 2000 lebt er in Münster. Die Stadt, sagt er, sei zu seiner Heimat geworden, die er nicht mehr verlassen will.
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