Projekt-Pläne
Ostseite des Hauptbahnhofs soll bis 2020 fertig sein

Münster -

In Münster wird die Aachener Landmarken AG ab 2018 nicht nur ihr bislang teuerstes Projekt – die Bebauung der Ostseite des Hauptbahnhofs – realisieren. In Münster hat der Immobilieninvestor kürzlich zudem seine erste Dependance errichtet – um von hier aus weitere Projekte in Norddeutschland anzugehen.

Dienstag, 05.12.2017, 07:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 05.12.2017, 07:00 Uhr
Drei Baukörpe r  sollen auf der Ostseite des Hauptbahnhofs zwischen Hamburger Tunnel (links, nicht im Bild) und Parkhaus Bremer Platz (ganz rechts) entstehen. Kleines Bild: Projektleiter Christian Hehemann
Drei Baukörper  sollen auf der Ostseite des Hauptbahnhofs zwischen Hamburger Tunnel (links, nicht im Bild) und Parkhaus Bremer Platz (ganz rechts) entstehen. Foto: Landmarken AG

„Münster ist ein interessanter Standort, hier tut sich sehr viel“, sagt Christian Hehemann, der für die Bebauung der Bahnhof-Ostseite als Projektleiter verantwortlich ist, am Montag bei einem Redaktionsbesuch. Mitte kommenden Jahres sollen dort die Bauarbeiten beginnen und – sofern nicht überraschend Blindgänger auftauchen – Ende 2020 beendet sein.

Einen „mittleren zweistelligen Millionenbetrag“ investiere Landmarken in Münster, sagt Hehemann. Konkreter will er nicht werden. Über einer Tiefgarage, die Platz für 100 Pkw und 1900 Räder bietet, werden drei miteinander verbundene Baukörper entstehen. In die Erdgeschosse – insgesamt 2000 Quadratmeter – sollen Einzelhandel und Gastronomie einziehen.

Pläne für die oberen Etagen

Die oberen Etagen des ersten Baukörpers (am Hamburger Tunnel) wird ein 195-Betten-Hotel „Prizeotel“ der Radisson-Gruppe beziehen. „Die Innengestaltung übernimmt der weltbekannte Designer Karim Rashid“, sagt Hehemann. Die Einrichtung dürfte damit bunt und stylish ausfallen.

In den oberen Etagen der anderen Baukörper werden Wohnungen untergebracht. Weitere 300 Fahrradstellplätze befinden sich im Erdgeschoss des nördlichen Baukörpers (am Eingang zum Nordtunnel des Hauptbahnhofs).

Positive Wirkung auf das Umfeld

„Die Ostseite soll nicht die Rückseite des Hauptbahnhofs sein, sondern die zweite Vorderseite“, sagt Hehemann. Entsprechend optimistisch ist er, dass das Projekt, ist es erst einmal fertiggestellt, eine starke Strahlkraft in das angrenzende Quartier haben wird.

„Es wird eine positive Wirkung auf das Umfeld haben“, ist er überzeugt – ein schwieriges Umfeld, das aktuell von einer Drogenszene geprägt wird.

„Ich finde es gut, dass gemeinschaftlich eine Lösung für alle gefunden werden soll“, kommentiert er die Absicht des Rates, einen breit angelegten Prozess zur künftigen Gestaltung – und Nutzung – des Bremer Platzes anzustoßen.

Bereits „sehr konkret“ seien die Planungen für ein weiteres Landmarken-Projekt in Münster – wo genau, da hält sich Hehemann noch bedeckt. Dem Investor aus Aachen, der mittlerweile fast 80 Mitarbeiter beschäftigt, scheint es an seinem neuen, zweiten Bürostandort zu gefallen. . .

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