Schwarz-grüner Haushalt
130 Millionen Euro für münsterische Schulen

Münster -

Die Fraktionschefs von CDU und Grünen präsentierten am Donnerstag Eckpunkte des Haushaltes 2018. Unter anderem sollen 130 Millionen Euro in die münsterischen Schulen investiert werden. Aber auch am Hauptbahnhof soll sich was tun.

Freitag, 08.12.2017, 06:12 Uhr

Auf der Bahnhof-Ostseite präsentierten Stefan Weber (CDU, l.) und Otto Reiners (Grüne) die Eckpunkte des schwarz-grünen Haushalts für 2018.
Auf der Bahnhof-Ostseite präsentierten Stefan Weber (CDU, l.) und Otto Reiners (Grüne) die Eckpunkte des schwarz-grünen Haushalts für 2018. Foto: kal

Eisiger Wind fegt über den Platz vor der Ostseite des Hauptbahnhofs. Bauarbeiter balancieren über ein Baugerüst, Pkw halten kurz an, um Bahnreisende abzusetzen. Einen ungewöhnlichen Ort haben sich die Fraktionsvorsitzenden Stefan Weber (CDU) und Otto Reiners (Grüne) am Donnerstag ausgesucht, um die Eckpunkte des gemeinsamen Haushaltes für 2018 zu präsentieren.

Ihre Stimmung: bestens. Sowohl Weber als auch Reiners loben die gute Zusammenarbeit beider Fraktionen. Gemeinsam habe man „ein gutes Paket“ für Münster geschnürt, sagt Weber. Der dritte schwarz-grüne Haushalt sei „gut gelungen“, betont Reiners.

Drittes Fahrrad-Parkhaus am Bahnhof

Der Parkplatz am Bahnhof sei „symbolträchtig“, meint Weber. Er sei ein „Kristallisationspunkt für die Stadtentwicklung“ – und daher ideal für ein Gespräch über die schwarz-grünen Vorhaben der nächsten Zeit. Gerade wird hier das Gleis 21 gebaut, Hotel, Wohnungen und eine weitere Radstation folgen.

Parkprobleme vor dem neuen Hauptbahnhof

„Eine zweite Radstation wird allerdings nicht ausreichen“, sagt Weber. Daher will sich Schwarz-Grün für ein drittes Fahrrad-Parkhaus am Hauptbahnhof stark machen. Wo und wann das entstehen könnte, sei noch unklar, doch die Planungen sollten angesichts des großen Parkdrucks so schnell wie möglich beginnen.

Dieser Absichtserklärung steht eine ganze Reihe konkreter schwarz-grüner Projekte gegenüber. „Mit dem Bündnis mit den Grünen sind Entscheidungen verlässlich geworden“, lobt Weber. Reiners lächelt, was bei diesen Temperaturen einiger Anstrengungen bedarf.

In Sicherheit investieren

Dann zählen die beiden auf, was sie im kommenden Jahr mit den jeweils erforderlichen finanziellen Mitteln umsetzen oder anstoßen wollen: Qualitätsverbesserung beim offenen Ganztag, Verbesserung der Kinderbetreuung in der Tagespflege, Maßnahmen gegen Kinder- und Jugendarmut, Erweiterung der Grundschulen, Planungssicherheit für das Schlaun-Gymnasium, eine Vierfachturnhalle für die Gesamtschule Ost, drei Millionen Euro für Investitionen in Sportanlagen. Zudem sollen 250.000 Euro Planungskosten für eine mögliche Sanierung des Preußenstadions bereitgestellt werden.

„2018 kann die Stadt 130 Millionen Euro für Schulen ausgeben, 90 Millionen Euro für Verkehrsflächen, und sie hat finanzielle Vorsorge getroffen, damit die Grundstücksankäufe für die Kasernenflächen erfolgen können“, sagt Weber.

Mehr zum Thema

Stellplätze am Hauptbahnhof: Fahrradflut kaum noch zu stoppen

Neugestaltung Bremer Platz: Drogenszene soll mitreden

Debatte um Preußenstadion: Es bleibt die Hammer Straße

Schlaun-Gymnasium: Acht Jahre lernen auf der Baustelle

...

Reiners verweist darauf, dass die schwarz-grünen Haushalte 2016 und 2017 mit einem positiven Jahresergebnis abschließen – auch dank blendender Gewerbesteuereinnahmen. Für seine Partei nimmt er unter anderem folgende Schwerpunkte im kommenden Haushalt in Anspruch: die Bemühung, Langzeitarbeitslose in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bekommen, ein 50-Millionen-Euro-Programm zur Weiterentwicklung des Verkehrssystems (unter anderem sollen drei Velorouten pro Jahr realisiert werden), mehr bezahlbaren Wohnraum.

Auch in Sicherheit wird investiert: Der Service- und Ordnungsdienst soll sechs zusätzliche Stellen erhalten, damit sich die Situation rund um den Hauptbahnhof verbessert.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5342009?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Post reagiert nicht auf Hilfsangebot
Eine Münsteranerin hat Strafanzeige gestellt, weil viele ihrer Briefe im Sommer einfach verschwunden sind.
Nachrichten-Ticker