Pohlmann gibt Konzert im ausverkauften Gleis 22
Musik mit persönlicher Note

Münster -

Er mag Münster – und Münster mag ihn. Im Gleis 22 gab Singer/Songwriter Pohlmann jetzt ein Konzert, das nicht nur bei unserer Autorin richtig gut ankam.

Freitag, 22.12.2017, 17:12 Uhr

Singer/Songwriter Pohlmann machte in dieser Woche im Rahmen seiner aktuellen Tournee auch in Münster Station.
Singer/Songwriter Pohlmann machte in dieser Woche im Rahmen seiner aktuellen Tournee auch in Münster Station. Foto: Franziska Eickholt

Einfach nah dran – das ist Pohlmann im wahrsten Sinne des Wortes, was sein Publikum in Münster betrifft. Und zwar nicht nur dank der kleinen, aber umso kraftvolleren akustischen Besetzung und der einmaligen Atmosphäre im ausverkauften „Gleis 22“, sondern vor allem durch seine Musik. Gemeinsam mit Schlagzeuger Reiner Kallas und Cellist Hagen Kuhr stand der Singer/Songwriter am Donnerstag im Rahmen seiner Akustiktour „Jahr aus Jahr ein“ auf der Bühne.

Mal bluesig im Zusammenspiel mit Drums und Cello, mal ganz klassisch nur mit der Gitarre überzeugte Pohlmann besonders mit Songs aus seinem neuen Album „Weggefährten“, aber auch mit Klassikern früherer Platten. „Jedes Konzert packen wir aus wie ein Geschenk. Dementsprechend intensiv wird die Musik erlebt und wiedergegeben“, erklärte der Sänger mit dem schwarzen Adler auf der Gitarre und gab dem Publikum mit der einen oder anderen Anekdote Einblick in sein Leben, das sich mehr als zehn Jahre lang in Münster abgespielt hat.

Pohlmann erinnerte sich an Erlebnisse aus der Altstadt und am Aasee. Das Publikum fieberte mit – allen voran Ingo Pohlmanns Mutter, die ihren Platz inmitten der Fans direkt an der Bühnenkante bezogen hatte.

Nah am Publikum

Musik mit der besonderen persönlichen Note: Mal schnell und energiegeladen, mal hoffnungsvoll und fast schon traurig kommt die packende Live-Show daher. Herausragende Soli von Cellist Kuhr rührten das Publikum fast zu Tränen.

Dass die Band längst ein eingespieltes Team ist, bekam der Zuhörer deutlich zu spüren. Einen besonderen Kick für die Bühnenshow gab es von Sängerin und Keyboarderin Isabel Ment, die das eingespielte Trio bei einigen Songs mit ihrer erstklassigen Bühnenpräsenz unterstützte.

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Pohlmann sagt: „Wenn man, während man Musik macht, so tief in die Materie eintaucht, dass man sich verliert, passiert etwas mit einem, das man im Proberaum nicht üben kann: Ich glaube, Musik ist live immer dann magisch, wenn die Musiker sich selbst vergessen, alle Kontrolle über sich abgeben. Du verlierst dich, und dann spielst du wie von selbst.“ Und genau das gelang Pohlmann und seiner Band im „Gleis 22“ – bodenständig und einfach nah am Publikum.

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