Neujahrsschwimmen am Kanal
Sieben Grad und keine Scheu

Münster -

Barfuß stehen die meisten von ihnen auf dem Steg. Kurz vor dem Sprung in das kühle Nass müssen die Neujahrsschwimmer noch einmal allen Mut zusammen nehmen. Denn: Die Wassertemperatur liegt bei gerade einmal sieben Grad.

Montag, 01.01.2018, 17:55 Uhr aktualisiert: 01.01.2018, 18:31 Uhr
Der Sprung in den Kanal erfordert vor allem jede Menge Mut. 132 Bürger stürzten sich am Neujahrstag in die kalten Fluten – gerade einmal sieben Grad hatte das Wasser.
Der Sprung in den Kanal erfordert vor allem jede Menge Mut. 132 Bürger stürzten sich am Neujahrstag in die kalten Fluten – gerade einmal sieben Grad hatte das Wasser. Foto: Matthias Ahlke

Einen neuen Teilnehmer-Rekord verkündet Ralf Pander : 132 Menschen sprangen oder stiegen am Neujahrstag vor dem Bennohaus in den Dortmund-Ems-Kanal. Erstmals dabei bei der Aktion von „Wasser und Freizeit“ ist Oliver Eichelhardt. Barfuß, mit Turnhose, T-Shirt und Handtuch steht er kurz vor dem Start am Ufer. Er habe gestern davon im Radio gehört und andere gefragt, ob sie mitmachen. Aber „die wollten alle nicht“ und lägen wohl noch im Bett. So kam er in seinem sparsamen Outfit allein vom Hansaring herüber und fühlt sich barfuß „im Moment noch ganz gut“. Zuhause warte eine Thermoskanne voll Tee und die warme Dusche.

Die gibt es auch bei den Ruderern des RVM. Familie Brummel ist zum dritten Mal dabei, diesmal mit nur einer Tochter statt allen Kindern: „Einfach schön“ sei die Aktion, so die Mutter. Aus dem Lautsprecher tönt es „Tausend Glücksgefühle“, einige tanzen dazu, barfuß. „Das Wasser ist nicht wärmer geworden“, kommt die Durchsage, „sechs bis sieben Grad immer noch“. Auf dem Wasser sind zwei Rettungsschwimmer in Booten, ein Trio mit Hawaii-Girlanden und Baströckchen freut sich warm. Auf dem Steg wird es enger. Zum Warmmachen animiert der Lautsprechen: „Einmal die Hände über den Kopf und Klatschen.“ Alle scheinen mitzumachen. Mit dem Startschuss geht es los, einmal hinüber zum anderen Ufer, wo auch einige Zuschauer stehen.

„Es war schön“, sagt einige Minuten später Josefa aus der Nachbarschaft, die zum ersten Mal mitmacht: „Eine witzige Idee.“ Man hätte den Sommer eingeläutet, sagt sie: „Damit es einen schönen Sommer gibt.“ Aus den Lautsprechern tönt „We Are The Champions“, einer ruft freudig-entschlossen: „Die Dusche muss her.“

Neujahrsschwimmern im Dortmund-Ems-Kanal

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Bald bildet sich eine Schlange an dem Stand mit Waffeln, Glühwein, Brezeln und Kaffee. Es sei schon „ein kleines Volksfest“, meint Maren Becker, die sich bei „Wasser und Freizeit“ um die Pressearbeit kümmert. Mit elf Schwimmern aus dem Verein habe es vor sieben Jahren angefangen und sei in den letzten Jahren weiter gewachsen. Die Anmeldung habe man via Internet beschleunigt: Da könne man sich die nötigen Formulare mit der Einverständnis-Erklärung vorab holen und ausfüllen. Mit einem Stempel kann man dann auch ins Wasser. Das war diesmal so warm wie die Luft: sieben Grad.

Der Tipp von Becker: „Ganz viel Freude mitbringen“. Badelatschen seien „ganz nett“ für den Weg von der Umkleide zum Wasser und zurück, dazu ein Badetuch – am Besten ein großes.

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