Hintergrundinformation
Die Pfadfinder

Als die weltgrößte Jugendbewegung will das Pfadfinden zu einer friedensorientierten Entwicklung junger Menschen beitragen, damit diese sich als verantwortungsbewusste Bürgerinnen und Bürger in der Gesellschaft engagieren können. Die Bewegung versteht sich als international und religiös wie auch politisch unabhängig. Sie ist offen für alle. Als wichtigste Prinzipien gelten dabei Demokratie, Gemeinschaft und Teamfähigkeit, gleichberechtigtes Zusammenleben, Toleranz gegenüber anderen, Respekt vor der Umwelt und aktiver Einsatz für den Schutz der Natur. 

Mittwoch, 17.01.2018, 19:43 Uhr

Hintergrundinformation: Die Pfadfinder
Das Bild zeigt Pfadfinder bei der Aussendung des Friedenslichts aus Bethlehem im Dom von Münster. Foto: Jürgen Peperhowe

Mit diesen weltweit gemeinsamen Werten baut das Pfadfinden auf den Idealen seines Gründers Lord Robert Baden-Powell auf, denen zufolge alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Glauben oder Besitz – in Frieden miteinander leben können. Aus diesem Grund werden die Pfadfinder, vertreten durch die Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände, mit dem Internationalen Preis des Westfälischen Friedens 2018 ausgezeichnet.

 Pfadfinden hat sich seit seiner Gründung 1907 zur größten Jugendbewegung der Welt mit rund 50 Millionen Mitgliedern entwickelt. Das erste Pfadfinderlager führte Baden-Powell, ein britischer General, auf der englischen Insel Brownsea Island durch. Nachdem anfangs die „Abenteuer“ draußen in der Natur klar im Vordergrund standen, wurden über die Jahre in den verschiedenen Altersstufen auch Werte wie Solidarität, Toleranz und Völkerverständigung immer wichtiger. Heute leisten die Pfadfinder durch gelebte Demokratie und internationale Begegnungen einen nachhaltigen Beitrag für den Frieden.

Gründer Lord Robert Baden-Powell sagte einst: „Eine Schwierigkeit hört auf, eine solche zu sein, sobald ihr darüber lächelt und sie in Angriff nehmt.“ Die Herausforderung, Frieden auf der Welt zu schaffen, besteht für die Pfadfinder folglich darin, dauerhaft dafür zu arbeiten und das Ziel trotz aller Hindernisse nicht aus den Augen zu verlieren. Beispielhaft hierfür verteilen Pfadfinderinnen und Pfadfinder seit über 20 Jahren in der Adventszeit das Friedenslicht aus Bethlehem an „alle Menschen guten Willens“.

In Deutschland bündeln die Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände die gemeinsamen Interessen ihrer Mitgliedsverbände mit rund 220.000 Mitgliedern. Dem „weiblichen“ Ring gehören die Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG), der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) und der Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) an. Zum „männlichen“ Ring zählen die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), der VCP und der BdP. Eingebettet sind die deutschen Ringe in die Strukturen der beiden Weltorganisationen – World Association of Girl Guides and Girl Scouts und World Organization of the Scout Movement.

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