Münstercamp 2018
Konferenz ohne Agenda und Hierarchie

Münster -

Sie kommen von überall und haben Interesse an allem Möglichem. Beim Münstercamp brüten die Teilnehmer am Freitag und Samstag über neuen Entwicklungen, Aufgaben und vor allem Lösungen. Schon jetzt steht fest: Mitte Februar 2019 gibt es eine Neuauflage.

Freitag, 02.02.2018, 17:02 Uhr

Ganz unterschiedliche Themen konnten die Teilnehmer des Münstercamps in den Sessions anbieten.
Ganz unterschiedliche Themen konnten die Teilnehmer des Münstercamps in den Sessions anbieten. Foto: Björn Meyer

Julia aus der Wiesche ist am Freitagmorgen vor Ort, genauso Dr. Uwe Koch . Das Ehepaar Dorothea und Francois Benner ist aus Viersen gekommen, Nadine Rath mit zwei Kollegen aus Warstein angereist und Ralf Neuhäuser hat sich aus Düsseldorf auf den Weg gemacht. Die Hobby-Bloggerin, den Pressesprecher der Sparkasse, Unternehmer, Agenturangestellte sowie den Cyborg und nicht zuletzt über 90 weitere Teilnehmer eint an diesem Freitagmorgen im Kreativ-Haus an der Diepenbrockstraße eins: Das Münstercamp 2018.

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Von der Näh-Bloggerin bis zum Bänker

„Das hier ist eine Konferenz ohne Agenda, ohne Hierarchie“, sagt Kommunikationsberater Kai Heddergott, der das Münstercamp zum zweiten Mal organisiert. Er ist sich sicher, dass in Zeiten umfassender Transformation in vielen Bereichen die klassische Konferenz gegenüber offenen Formaten an Boden verliere und auch verlieren müsse. „Das heißt nicht, dass die klassische Konferenz keine Berechtigung mehr hat“, sagt Heddergott, aber andere Ansätze brächten eben andere Ergebnisse – oder seien sogar vollkommen ergebnisoffen, wie das Münstercamp.

Ergebnisoffen ging es am Freitag in das Münstercamp.

Ergebnisoffen ging es am Freitag in das Münstercamp. Foto: Björn Meyer

Das beginne schon dabei, dass die Teilnehmer im Kreativ-Haus die einzelnen Themen zunächst selber festlegen würden. „Jovel netzwerken in der Kulturkabache“, dieses Motto hat der Veranstalter für die zweitägige Veranstaltung vorgegeben. Was die Teilnehmer daraus am Freitag und Samstag machen, ist ihnen komplett selbst überlassen.

Julia aus der Wiesche, eine Münsteranerin, die einen Näh-Blog im Internet betreibt und damit ihre Hobbys Nähen und Schreiben zusammengebracht hat, sieht die Veranstaltung ganz allgemein als Möglichkeit, Neues kennenzulernen, während sich Uwe Koch von der Sparkasse unter anderem für den Kulturwandel durch Digitalisierung interessiert.

Chip unter der Haut

Bliebe noch die Frage nach Ralf Neuhäuser und warum er sich als Cyborg bezeichnet. Ein rund ein Zentimeter langer Glaszylinder unter der Haut seiner Hand ist die Antwort. „Ich bin sozusagen ein technisch aufgebesserter Mensch“, sagt Neuhäuser lächelnd und schiebt nach: „Aber das ist jemand mit einem Hörgerät oder Kontaktlinsen ja auch.“ Dennoch fasziniert Neuhäuser, wie so viele andere im Münstercamp, das Neue. Über seinen Chip, auf dem bisher Notfalldaten hinterlegt sind, mit dem er demnächst aber auch seine Bürotür öffnen kann, hat er eine Session gehalten. „Das war eine lebhafte Diskussion“, sagt der 52-Jährige in der Mittagspause. Dann geht´s schon weiter, schließlich warten in jeder Session wieder neue Denkanstöße.


Oben in den Twitter-Trends

Mit Beginn der Veranstaltung begannen viele Teilnehmer zu twittern: Bilder und Kommentare kamen fast im Minutentakt.

Der Hashtag #MSCamp18 landete so schnell in den Top Ten der deutschlandweiten Twitter-Trends.

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