Tourismus-Bilanz
Skulptur-Projekte brachten internationale Gäste nach Münster

Münster -

Chinesische Gruppen mit Leihrädern auf der Promenade, Amerikaner beim Altbier im Kuhviertel oder Japaner beim Stadtbummel - während der Skulptur Projekte war die Welt zu Gast in Münster und hat der Stadt jede Menge internationales Flair beschert. Das bestätigt jetzt auch die Statistik-Dienststelle IT NRW in harten Zahlen: 2017 hatte Münster 25,4 Prozent mehr Übernachtungen von ausländischen Gästen. Besonders deutlich war der Zuwachs in den Ausstellungsmonaten Juni bis September mit einem Plus von 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Mittwoch, 21.02.2018, 13:02 Uhr

Tourismus-Bilanz: Skulptur-Projekte brachten internationale Gäste nach Münster
Ayşe Erkmens Steg im Hafen. Foto: Matthias Ahlke

Vor allem die europäischen Nachbarn aus Österreich (plus 29,8 Prozent), aus der Schweiz (plus 24,4 Prozent) und Frankreich (plus 22,5 Prozent) zog es nach Münster, informiert die Stadt Münster in einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung. Besonders erfreulich: Nachdem die niederländischen Übernachtungszahlen in den vergangenen Jahren rückläufig waren, gab es 2017 wieder einen Anstieg um 24,6 Prozent, das ergibt 32.919 Übernachtungen von Niederländern in der Stadt.

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Viele Gäste aus Japan, China und Südkorea

Die Strahlkraft der renommierten Ausstellung für Kunst im öffentlichen Raum reichte bis nach Asien und Amerika. Besonders auffällig waren die vielen Gäste aus Japan, China und Südkorea. Sie bescherten ein Plus von 75 Prozent mehr Übernachtungen aus dem asiatischen Markt. Für den wichtigen Quellmarkt USA stiegen die Übernachtungszahlen um 52 Prozent.

Dazu beigetragen haben unter anderem auch große Kongresse. Dazu gehörten etwa die Internationale Ausstellung Fahrwegtechnik iaf mit 200 Ausstellern und 25.000 Besucherinnen und Besuchern oder das Friedenstreffen Sant' Egidio mit 5000 Teilnehmenden. Insgesamt gab es in 2017 rund 1,3 Millionen Übernachtungen in Münster, die Hotels konnten sich über einen Zuwachs von 5 Prozent freuen.

 

Skulptur-Projekte: Alle Künstler - alle Werke

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  • Bei den fünften Skulptur-Projekten im Jahr 2017 sind 35 Werke zu sehen. Hier alle beteiligten Künstler und sämtliche Projekte im Kurzporträt:

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ei Arakawa:

    Ein Mini-Museum mit sieben Gemälden plus Musik auf grüner Wiese vor Haus Kump – vor allem abends schön.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nairy Baghramian:

    pseudounfertige Skulpturen auf Schraubenschlüsseln finden sich am Erbdrostenhof.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Aram Bartholl:

    Lagerfeuer-Feeling in gedachter Endzeit gibt es an drei Standorten: H1-Tunnel, Pumpenhaus und Fernsehturm.

    Foto: Henning Rogge
  • Cosima von Bonin/Tom Burr

    Die schwere Moore-Plastik am Landesmuseum wird scheinbar vom Tieflader abgeholt. Auf der Kiste steht „Fragile“ für „Zerbrechlich“.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Andreas Bunte:

    hängt am H1-Vorplatz, Stadthaus-1-Innenhof und bei der VHS Plakate mit Fotos einer Installation auf. Via QR-Code gibt es Töne und Bilder.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Gerard Byrne

    Gerard Byrne setzt im Klaviersaal der Stadtbücherei das Verhältnis von Musik, Sprache und Bild in Szene.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Camp:

    (Shaina Anand und Ashok Sukumaran) spannt an der Theaterruine ein Netzwerk, das Informationen über das Theater und die Umgebung vermittelt.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Michael Dean

    Michael Dean verhängt den Lichthof des Landesmuseums mit transparenter Folie und zeigt darin Schriftzeichen-Skulpturen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Jeremy Deller:

    hat Kleingärtner zehn Jahre lang Tagebuch schreiben lassen. Respektable 33 Bücher werden ausgestellt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Nicole Eisenman:

    hat einen Brunnen für die Kreuzschanze schaffen, der aus unbekleideten Frauen besteht.

    Foto: Oliver Werner
  • Ayşe Erkmen:

    lässt Menschen im Hafen über eine Brücke unter Wasser gehen.

    Foto: Oliver Werner
  • Lara Favaretto:

    stellt am Ludgeriplatz gegenüber ein Denkmal für Kolonialkriegsopfer einen Spardosen-Monolithen für Flüchtlinge auf.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Hreinn Friðfinnsson:

    platziert auf einer Wiese im Sternbuschpark sein Edelstahl-Hausskelett.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Ludger Gerdes:

    hat 1989 über dem Ordnungsamt Marl das Leuchtschild „Angst“ anbringen lassen; bis zum 1. Oktober hängt es am Aegidiimarkt.

    Foto: Gerhard Kock
  • Pierre Huyghe:

    stellt die ehemalige Eissporthalle auf den Kopf für ein Habitat.

    Foto: Oliver Werner
  • John Knight:

    vermisst das neue Landesmuseum mit einer überdimensionierten Wasserwaage.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Justin Matherly:

    stellt den Nietzsche-Felsen in der Nähe des Hauptbahnhofs auf Gehhilfen und thematisiert dessen Erweckungserlebnis.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Christian Odzuck:

    stellt eine dem Gebäude der Oberfinanzdirektion nachempfundene Architektur aus recyceltem Material der abgerissenen OfD auf die Brache.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Peles Empire:

    (Barbara Wolff, Katharina Stöver) machen den Archetyp des Prinzipalmarkt-Giebels gegenüber dem Aegidiimarkt begehbar.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Alexandra Pirici:

    lässt Tänzer im Friedenssaal Bewegungen zum Thema Frieden und Staaten aufführen.

    Foto: Oliver Werner
  • Mika Rottenberg:

    eröffnet gegenüber dem Gefängnis in einem ehemaligen Asia-Laden einen Asia-Laden mit Videos.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Xavier Le Roy mit Scarlet Yu:

    lassen Münsteraner in der Innenstadt pantomimisch Skulpturen darstellen, um mit Fremden ins Gespräch zu kommen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Sany:

    (oder besser: Samuel Nyholm) zeigt seine fallenden Figuren als Brennmalerei auf Holz an mehreren Stellen in der City.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Gregor Schneider:

    hat im Landesmuseum die Wohnung von N. Schmidt eingerichtet.

    Foto: Henning Rogge
  • Thomas Schütte:

    zeigt auf dem ehemaligen Zoo-Gelände die Reinform des Tempels in Rostrot.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Nora Schultz:

    will mit Installation und Videos die Wucht der Architektur des neuen Landesmuseums brechen.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Emeka Ogboh macht die Weltmusik des in Münster begrabenen Komponisten Moondog im Hamburger Tunnel hörbar und ließ in Belgien Bier unter dem Einfluss von Musik aus Lagos brauen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Michael Smith:

    lädt über 65-Jährige ein, sich kostengünstig Tattoos von Arbeiten internationaler Künstler stechen zu lassen.

    Foto: Martin Kalitschke
  • Hito Steyerl:

    stellt „Hell-YeahWeFuckDie“ als Leuchten in die LBS – Wörter, die in Popsongs der Gegenwart häufig sind – und thematisiert zudem, wie Menschen mit Robotern umgehen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Koki Tanaka:

    zeigt in der Johannisstraße 18/20 Videos von Workshops mit Münsteranern, die darüber nachgedacht haben, wie Menschen zusammenleben und Unbekanntes teilen.

    Foto: Henning Rogge
  •  Oscar Tuazon:

    bereichert eine Industriebrache am Stadthafen mit einer Art öffentlichem Betonkamin.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Bárbara Wagner und Benjamin de Burca:

    singen in der Uralt-Disco „Elephant Lounge“ Schmalz-Schlager mit kritischen Texten: „Bye Bye Deutschland! Eine Lebensmelodie.“

    Foto: Matthias Ahlke
  • Cerith Wyn Evans kühlt eine Glocke von St. Stephanus auf Winter-Temperatur. Zu den üblichen Gottesdienstzeiten (samstags um 17 Uhr und sonntags um 10.30 Uhr) können die Menschen hören, ob dies einen Unterschied macht - und wenn welchen.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Hervé Youmbi:

    hängt zwischen die Bäume des alten Überwasserfriedhofs über die Bronzefiguren Masken, die Motive aus Afrika mit dem Horrorgesicht aus den „Scream“-Filmen kombiniert – ein Maskenball der besondern Art.

    Foto: Gerhard H. Kock
  • Gintersdorfer/Klaßen starten im Pumpenhaus ihre öffentlichen Performance-Proben „Erniedrigung ist nicht das Ende der Welt“. (Symbolfoto)

    Foto: pd

 

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Nicht statistisch erfasst sind die vielen Tagestouristen

Riesiger Andrang herrschte denn auch in den touristischen Infostellen im Rathaus und in der Münster-Information. Hier wurden eine Million Broschüren wie die Orientierungskarten der Skulptur-Projekte , Stadtpläne, Stadtführer, Radtouren- oder Veranstaltungs-Flyer ausgegeben. In unzähligen Beratungsgesprächen waren Informationen zur großen Ausstellung und weiteren kulturellen Highlights gefragt, ebenso Tipps für Tagesprogramme oder Radtouren.

Zu den Besuchermagneten in Münster 2017 zählten neben der Skulptur-Projekten mit 650.000 Besuchern wieder die Weihnachtsmärkte. Diese brachten laut einer Frequenzmessung rund eine Million Gäste in die Stadt.

 

In Münsters Weihnachtsmarkt-Buden

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  • „Die Weihnachtsmärkte in Münster sind viel gemütlicher als in anderen Städten“, meint Student Lennart Höltscher (19).

    Foto: Julie Milch
  • Der 39-jährige Rolf Heckewald schaut von seinem Stand mit Werkzeug aus feinster belgischer Schokolade direkt auf die Weihnachtspyramide, wegen der viele Leute extra zum Aegidiimarkt kommen. 

    Foto: Julie Milch
  • Dominik Lagrin (45) schätzt die den windgeschützten Platz des Aegidiimarktes und die vielen netten Menschen, die hier unterwegs sind. In diesem Jahr hat er allerdings einen neuen Platz abseits des Hauptweges, da denken manche Stammgäste schon mal, er wäre gar nicht mehr da.  

    Foto: Julie Milch
  • Kindheitserinnerungen kommen bei Patrick Korsten hoch, wenn er an Stockbrot denkt. „Das habe ich das letzte Mal bei den Pfadfindern gegessen“, sagt der 29-Jährige. Nun steht er hinter dem neuen Stand auf dem Weihnachtsmarkt am Aegidiimarkt und knetet und backt, was das Zeug hält. Das beliebteste Brot? „Mit Käse und Schinken“, ruft sein Kollege Simon Dürre.

    Foto: Mareike Meiring
  • 15 Jahre lang sitzen Barbara Braun und ihr Mann Gerd schon zwischen den Handspieltieren in der Hütte auf dem Aegidiimarkt. Früher war Barbara Braun Krankenschwester und hat sich für die Zeit immer Urlaub genommen, mittlerweile macht das Ehepaar als Rentner weiter. Dafür kommen sie extra aus Espelkamp.

    Foto: Mareike Meiring
  • Stefan Bockstette ist in seinem Beruf eine Ausnahme - zumindest, wenn es ums Alter geht. „Ich bin ein recht junger Imker“, weiß der 35-Jährige. Doch das stört den Mann aus Altenberge nicht, der in diesem Jahr zum ersten Mal im Münster mit seinen über 50 Produkten auf dem Weihnachtsmarkt steht. „Es ist ein schönes Flair, alle sind gut drauf“, sagt er. Und Kälte findet er auch nicht schlecht. „Dann trinken alle gerne den warmen Met.“

    Foto: Mareike Meiring
  • Im Rathausinnenhof schätzen viele die Handwerkskunst, die in den Buden angeboten wird. Das sind die Menschen, die dort arbeiten:

    Foto: Mareike Meiring
  • Für Maren Dittberner ist es das erste Mal hinter den Kulissen auf dem Weihnachtsmarkt. „Ich wollte als Rentnerin noch ein bisschen etwas tun“, sagt die 66-Jährige in der Bude des Dortmunder Pralinenhauses. Die Kälte macht ihr nichts aus. „Ich habe hier drinnen einen Ofen, der hält mir die Füße warm.“

    Foto: Mareike Meiring
  • Die Lehramtsstudentin Julia Wunderlich hat sich genau den richtigen Stand für ihren späteren Besuch ausgesucht: Holzspielzeug. Davon hat die 25-Jährige so einige mittlerweile Zuhause, denn: „Die Spiele sind super und das Material ist einfach toll.“ Das ein oder andere Spiel der „Puzzle-Werstatt Unnerstall“ will sie später vielleicht auch mal in ihren Unterricht einbinden.

    Foto: Mareike Meiring
  • Ohne Englisch läuft hinter dem Stand mit den Glasfiguren bei Melina Flor kaum etwas. „Viele Gäste kommen hier nicht aus Deutschland“, ist der 23-Jährigen Studentin aufgefallen. Sie arbeitet zum ersten Mal auf dem Weihnachtsmarkt bei „Väterchen Frost“, ihr gefällt es „ein Teil davon“ zu sein. Dafür muss sie jedoch auch das ein oder andere Mal zum Deutsch-Englisch-Wörterbuch greifen. Was sie bislang so nachgeguckt hat? „‘Nicht zerbrechlich‘ zum Beispiel.“

    Foto: Mareike Meiring
  • Eigentlich sind Engelbert und Melanie Dahlhaus bekannt für ihr Kinderbungee-Trampolin auf dem Send. Doch im Winter können sie mit dem Trampolin kein Geld verdienen. Mit Schmalzkuchen dafür umso mehr. Zum vierten Mal stehen sie daher in diesem Jahr hinter dem Stand im Rathausinnenhof und werben fleißig für die kleinen Gebäckstücke.

    Foto: Mareike Meiring
  • Dirk Ritzenhof schätzt es, dass der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausinnenhof nicht so quietschig und bunt wie andere ist, stattdessen gibt es hier noch Kunsthandwerk so wie es sein sollte. 

    Foto: Julie Milch
  • „Alles ist so schön bunt“, Christa Poppenborg-Schultz (69) macht es viel Freude richtige Handwerkskunst in der Bude auf dem Rathausinnenhof zu verkaufen.  

    Foto: Julie Milch
  • Sinje Leitz (25) kam über ihren Freund zum Nebenjob am Weihnachtsmarktstand. Bei den vielen Fellen kommen die Besucher schon mal auf komische Gedanken: Da fragt auch schon mal einer, ob das weiße von einem Eisbären ist. 

    Foto: Julie Milch
  • Die historische Kulisse beim Weihnachtsmarkt im Innenhof des Rathauses und die positive Stimmung mag Münsteranerin Katharina Möllers (29).

    Foto: Julie Milch
  • Auch der Lichtermarkt vor St. Lamberti lebt von den Menschen hinter (und vor) den Ständen. 

    Foto: Mareike Meiring
  • Nori Khellaf ist eigentlich kein Weihnachtsmarktfan. Aber auf dem Lichtermarkt vor St. Lamberti ist der 24-Jährige trotzdem täglich: hinter dem Stand von Siggi Hauch. „Hier habe ich die Bumerangs für mich entdeckt“, sagt er und lässt immer mal wieder einen fliegen. Was ihm noch gefällt? „Die frische Luft.“

    Foto: Mareike Meiring
  • Marius Dittmanns Favorit ist der kleine VW-Bus, aus einfach Holzplatten gezaubert am Stand von „Werkhaus“. Seit zwei Jahren wohnt der gebürtige Kölner in Münster. Nun steht er zum ersten Mal nicht vor, sondern hinter einer Bude auf dem Weihnachtsmarkt. Der Student suchte noch kurzfristig nach einem Nebenjob.

    Foto: Mareike Meiring
  • Über 200 verschiedene Kreisel hat Ulrich Büker bislang selbst angefertigt. Zum Sammeln, zum Spielen, zum Staunen. Seit mehr als 15 Jahren steht er mit dem „einzigen Kreiselstand überhaupt“, wie er sagt, vor der Lambertikirche, er selbst ist großer Kreiselfan. Seinen Lieblingskreisel „Pusteblume“ lässt er auf seiner Fingerspitze drehen.

    Foto: Mareike Meiring
  • Ulla lütke Jüdefeld zaubert Kunst aus Glas. Die 57-Jährige war vor 27 Jahren zum ersten Mal auf dem Weihnachtsmarkt in Münster, seitdem ist sie stets mit dabei. Ihr gefallen die Atmosphäre, die Leute und das viele Kunsthandwerk. „Ich arbeite schon seit 30 Jahren mit Glas und weiß, was die Leute wollen“, sagt die Frau aus Kinderhaus.

    Foto: Mareike Meiring
  • Franziska Heuer (30) findet den Lichtermarkt vor St. Lamberti schön nostalgisch´, aber auch die Tatsache, dass es so viele kleine Märkte anstatt eines großen gibt, findet sie super.

    Foto: Julie Milch
  • Klaus Kralovec lebt eigentlich im baden-württembergischen Gerabronn und kommt schon seit 1991 jedes Jahr nach Münster, um seine selbstgefertigten Holzprodukte zu verkaufen. Während er auf dem Lichtermarkt vor St. Lamberti steht, verkauft seine Frau auf dem Weihnachtsmarkt in Stuttgart.

    Foto: Julie Milch
  • Nach Meinung von Achim Katter (53)  schätzten die Kunden auf dem Lichtermarkt vor St. Lamberti eine hohe Produktqualität und Regionalität. In den fast 20 Jahren, die er hier Schafsfelle verkauft, hätte er viele Stammkunden gesammelt, die gezielt nach Produkten spezieller Rassen fragen. 

    Foto: Julie Milch
  • Das Weihnachtsdorf am Kiepenkerl ist besonders urig. Und diese Menschen stehen dort in den Buden:

    Foto: Mareike Meiring
  • Friederike Hoberg liebt Weihnachten. „Es ist gemütlich, es leuchtet, alle sind freundlich“, schwärmt die 22-jährige Studentin. In diesem Jahr verdient sie zum ersten Mal auch Geld auf dem Weihnachtsmarkt, am Stand des Gasthauses Großer Kiepenkerl. Sie hält sich nicht nur mit einem Heizstrahler warm, sondern auch mit Gedanken an den Winter-Punsch oder die vielen kleinen Spezialitäten, die sie während der Adventszeit verkauft.

    Foto: Mareike Meiring
  • Sozusagen einen Freundschaftsdienst leisten Sandra Lause und Jutta Jäckel schon seit sieben Jahren auf dem Weihnachtsmarkt am Kiepenkerl. Denn ihre Freundin ist die Landwirtin des Hofs Renfert-Deitermann, von der es auf dem Markt allerlei Wurst, Liköre und Plätzchen gibt. Diese Produkte bringen die zwei Frauen während der Weihnachtsmarktsaison an Mann und Frau.

    Foto: Mareike Meiring
  • Die 18-jährige Abiturientin Christina Feldhues-Martin verkauft Sterne am Weihnachtsdorf am Kiepenkerl, ihr verdientes Geld spart sie für ihre Reise nach Australien nächstes Jahr. Sie schätzt die vielen kleinen Weihnachtsmärkte in Münster, indem man einfach von einem Markt zum nächsten geht, könne man so Freunden von außerhalb die ganze Stadt zeigen.

    Foto: Julie Milch
  • Der Giebelhüüskesmarkt an der Überwasserkirche ist schon gegen Mittag gut besucht. Auch hier haben wir hinter die Kulissen geblickt...

    Foto: Mareike Meiring
  • Mit ihrem eigentlichen Beruf hat die Arbeit von Rabea Dost auf dem Giebelhüüskesmarkt an der Überwasserkirche eigentlich gar nichts zu tun. Dort verkauft die studierte Ökologin Schmuck, und das nun schon im dritten Jahr. „Ich habe einfach Spaß an Schmuck und trage ihn auch selbst gern“, sagt sie. „Und auf dem Weihnachtsmarkt gönnen sich die Leute auch gerne mal was.“

    Foto: Mareike Meiring
  • Flora Finn kommt nun schon zum zweiten Mal in Folge aus Kiel nach Münster, um auf dem Weihnachtsmarkt zu verkaufen. „Die Stadt Münster ist so schön und mir gefällt es, beim Verkaufen mit den Kunden ins Gespräch zu kommen“, sagt die 21-Jährige vom Stand „Leikor“. Vor allem die vielen Holzprodukte des Standes begeistern sie.

    Foto: Mareike Meiring
  • Ordentlich zu tun hat Patricia Hense am Ofen von „Die lustigen Bäcker“. Vor neun Jahren hat sie mit ihrer Familie dort zum ersten Mal die Hütte aufgebaut, nun gibt es dort Flammkuchen von klassisch bis vegetarisch. „Wir Leute kennen uns mittlerweile auch alle untereinander und sitzen auch gerne abends mal zusammen am Lagerfeuer“, sagt die 42-Jährige.

    Foto: Mareike Meiring
  • Die Münsteranerin Michaela Derleh ist das fünfte Mal beim Giebelhüüskesmarkt dabei und ist sich sicher, dass dies der gemütlichste Weihnachtsmarkt Münsters sei. 

    Foto: Julie Milch
  • Greta Carstens wohnt eigentlich in der Nähe von Kiel und ist über ihre beste Freundin an den Job auf dem Giebelhüüskesmarkt gekommen. Im Februar will die 20-Jährige nach Süd- und Mittelamerika reisen, da kann sie das Geld gut gebrauchen.  

    Foto: Julie Milch
  • Es sei urig, häufig auch viele jüngere Leute da und von allem etwas zu bekommen: So fasst  Anna Bußmann (35) den Giebelhüüskesmarkt an der Überwasserkirche zusammen

    Foto: Julie Milch

 

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Gewerkschaft fordert attraktive Ausbildung in der Gastronomie

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) fordert angesichts der steigenden Beherbergungszahlen mehr Fachpersonal. „Heimische Hotels und Pensionen erleben seit mehreren Jahren einen kleinen Boom“, sagt NGG-Geschäftsführer Helge Adolphs. Von den hohen Gäste-Zahlen profitierten auch Gaststätten, Restaurants und Kneipen.

„Damit die Besucher auch gern wiederkommen, brauchen wir jedoch mehr geschultes Fachpersonal. Minijobber allein stemmen keinen Boom“, betont Adolphs in einer Pressemitteilung. An die Arbeitgeber appelliert der Gewerkschafter, deutlich mehr für eine attraktive Berufsausbildung zu tun. „Klar ist auch: Nur wenn Bezahlung und Arbeitszeiten stimmen, werden wir künftig genügend Köche und Kellner haben“, so Adolphs weiter.

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Zwischen Polizisten und Aktivisten
Timo Rolofs bewegte sich im Hambacher Forst zwischen Polizisten und Aktivisten, Barrikaden und Festnahmen. Was der Ochtruper dort sah, hielt er auf 1600 Fotos fest.
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