„6. Grüne Artenschutzkonferenz“ in Münster
Die Folgen des Insektensterbens

Münster -

„Stummer Frühling 2.0 – Was kostet uns das Artensterben?“ heißt das Thema der „6. Grünen Artenschutzkonferenz“, die am 17. März (Samstag) von 13 bis 18 Uhr in der Mehrzweckhalle der Stadtwerke Münster, Hafenplatz 1, stattfindet.

Freitag, 02.03.2018, 14:03 Uhr

Insekten übernehmen unter anderem durch die Blütenbestäubung wichtige Funktionen in der Natur.
Insekten übernehmen unter anderem durch die Blütenbestäubung wichtige Funktionen in der Natur. Foto: dpa

Eingeladen haben dazu die Kreisverbände Bündnis 90/Die Grünen Coesfeld, Steinfurt, Warendorf, Borken und Münster sowie das Bündnis 90/Die Grünen im Regionalrat Münsterland.

Während beim Klimawandel die Auswirkungen klar sind, sind die Folgen des Insektensterbens für den normalen Bürger im Moment noch wegen weniger Stechmücken eher angenehm. Jedoch sind die langfristigen Folgen kaum bekannt, heißt es in einer Pressemitteilung der Veranstalter. Insekten sind nicht nur die wichtigsten Blütenbestäuber, sondern sie regulieren auch Schädlinge und dienen zahlreichen anderen Arten als Nahrung. Weniger Insekten bedeuten deshalb weniger Fische, Frösche, Eidechsen, Vögel und Säugetiere. Seriöse Schätzungen gehen von 230 bis 570 Milliarden Dollar aus, die die Bestäuberleistung der Insekten weltweit jährlich wert ist. Rund ein Drittel aller Nahrungsmittel geht auf die Bestäubung durch Insekten zurück und so sichern letztendlich Insekten auch die Welternährung, heißt es weiter.

Auf der Konferenz in Münster treffen sich verschiedene Vertreter aus der Wissenschaft und der Gesellschaft, um über die Faktenlage und vor allem die Auswirkungen dieses massiven Insektensterbens und die Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren. Referenten sind unter anderen Prof. Dr. Wägele, Direktor des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig in Bonn und Leiter des Lehrstuhls „Spezielle Zoologie“, und Prof. Dr. Matthias Liess, Leiter des Departments System-Ökotoxikologie, UFZ-Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wird erstmalig eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus der Gesellschaft durchgeführt.

Weitere Informationen: E-Mail ArtenSchutzKonferenz.2018@t-online.de

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