Münster-Modell in der Stadthaus-Galerie
Große Klötze und kleine Häuser

Münster -

Die 22. Präsentation des Münster-Modells führt mitten in die Stadt, und zwar in die Stadthausgalerie. Dort ist zu erkennen, wie drastisch einige Großprojekte Münsters Stadtbild in Zukunft verändern werden.

Freitag, 02.03.2018, 18:00 Uhr aktualisiert: 02.03.2018, 18:17 Uhr
Das Münster-Modell zeigt eindrücklich, wie klein die Häuser an der Querstraße und der Ewaldistraße im Vergleich zu der geplanten Bebauung auf dem alten Osmo-Gelände sind.
Das Münster-Modell zeigt eindrücklich, wie klein die Häuser an der Querstraße und der Ewaldistraße im Vergleich zu der geplanten Bebauung auf dem alten Osmo-Gelände sind. Foto: Oliver Werner

Wenn neue Gebäude an prominenter Stelle geplant werden, dann kann man einen Eindruck davon mit Hilfe einer Zeichnung oder einer Animation bekommen. Die eigentliche Dimension des Gebäudes erfasst man aber erst, wenn man es als Modell in seinem Umfeld erkennt. So wie beim Münster-Modell. Ab sofort und bis zum 26. April ist das Modell wieder in der Stadthausgalerie am Platz des Westfälischen Friedens zu sehen.

Wer sich zum Beispiel die bereits realisierten und die geplanten Veränderungen am Hauptbahnhof ansieht, der erkennt auf Anhieb, dass das künftige Empfangsgebäude auf der Ostseite, errichtet von dem Aachener Unternehmen Landmarken, weitaus größer und auch höher wird als das schon bestehende Empfangsgebäude an der Hauptseite.

Münster-Modell wieder in der Stadthausgalerie zu sehen

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  • Das Münster-Modell ist ab sofort und bis zum 26. April in der Stadthausgalerie am Platz des Westfälischen Friedens zu sehen.

    Foto: Oliver Werner
  • Das in der Stadthausgalerie zu sehende Modell ist 56 Quadratmeter groß (sieben mal acht Meter) bei einem Maßstab von 1:500.

    Foto: Oliver Werner
  • Offen ist derweil noch die Frage, ob das Münster-Modell eine dauerhafte Bleibe findet. Die zwischenzeitlich angedachte Dominikanerkirche scheidet aus, weil dort ein Kunstwerk des berühmten Künstlers Gerhard Richter installiert wird.

    Foto: Oliver Werner
  • Das Münster-Modell in der Stadthaus-Galerie, Platz des Westfälischen Friedens (Rathausinnenhof), dienstags bis freitags sowie sonntags 14 bis 18 Uhr, samstags 11 bis 18 Uhr, montags geschlossen, Eintritt frei, eine Spende ist erwünscht.

    Foto: Oliver Werner
  • Die laufende Ausstellung ist die 22. Präsentation seit dem Start 2006. Foto: Oliver Werner
  • Insgesamt wurden 13 verschiedene Orte dabei besucht. Foto: Oliver Werner
  • Das in der Stadthausgalerie zu sehende Modell ist 56 Quadratmeter groß (sieben mal acht Meter) bei einem Maßstab von 1:500. Foto: Oliver Werner
  • Hauptbahnhof und Hafen, so Rethfeld bei einem Pressegespräch gemeinsam mit dem Vereinskollegen Dr. Andreas Neumann und Fred König, seien mit den aktuellen Planungen berücksichtigt Foto: Oliver Werner
  • Noch immer sucht der Verein nach Spendern, die die Kosten für den noch nicht erfolgten Modellbau für einzelne Quartiere übernehmen ... Foto: Oliver Werner
  • ... wie etwa für Aaseestadt, Kreuzviertel, Josefsviertel oder Ostmarktstraße. Foto: Oliver Werner
  • Offen ist derweil noch die Frage, ob das Münster-Modell eine dauerhafte Bleibe findet. Die zwischenzeitlich angedachte Dominikanerkirche scheidet aus, weil dort ein Kunstwerk des berühmten Künstlers Gerhard Richter installiert wird Foto: Oliver Werner
  • Münster-Modell in der Stadthaus-Galerie, Platz des Westfälischen Friedens (Rathausinnenhof), dienstags bis freitags sowie sonntags 14 bis 18 Uhr, samstags 11 bis 18 Uhr, montags geschlossen, Eintritt frei, eine Spende ist erwünscht Foto: Oliver Werner

Noch etwas, was auffällt: Gemessen an den gewaltigen Baumassen, die demnächst auf dem alten Osmo-Gelände platziert werden sollen, wirken die direkt benachbarten Wohnhäuser an der Ewaldistraße oder der Querstraße wie Lego-Steinchen.

Auf solche Aha-Erlebnisse setzt Stefan Rethfeld , Vorsitzender des Vereines Münster-Modell, wenn Besucher in die Ausstellung kommen. Die laufende Ausstellung ist die 22. Präsentation seit dem Start 2006. Insgesamt wurden 13 verschiedene Orte dabei besucht. Das in der Stadthausgalerie zu sehende Modell ist 56 Quadratmeter groß (sieben mal acht Meter) bei einem Maßstab von 1:500. Hauptbahnhof und Hafen, so Rethfeld bei einem Pressegespräch gemeinsam mit dem Vereinskollegen Dr. Andreas Neumann und Fred König, seien mit den aktuellen Planungen berücksichtigt.

Öffnungszeiten

Münster-Modell in der Stadthaus-Galerie, Platz des Westfälischen Friedens (Rathausinnenhof), dienstags bis freitags sowie sonntags 14 bis 18 Uhr, samstags 11 bis 18 Uhr, montags geschlossen, Eintritt frei, Spende erwünscht.

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Noch immer sucht der Verein nach Spendern, die die Kosten für den noch nicht erfolgten Modellbau für einzelne Quartiere übernehmen, etwa für Aaseestadt, Kreuzviertel, Josefsviertel oder Ostmarktstraße.

Offen ist derweil noch die Frage, ob das Münster-Modell eine dauerhafte Bleibe findet. Die zwischenzeitlich angedachte Dominikanerkirche scheidet aus, weil dort ein Kunstwerk des berühmten Künstlers Gerhard Richter installiert wird.

Kommentar: Wachsende Stadt als Anschauungsobjekt

Münster als „wachsende Stadt“ ist in aller Munde. Wer sich näher mit den damit verbundenen „Wachstumsschmerzen“ beschäftigen möchte, der sollte sich das Münster-Modell anschauen, das bis zum 26. April in der Stadthausgalerie ausgestellt wird. Das Modell dokumentiert sehr anschaulich, dass an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet unterschiedliche Quartiere mit einer jeweils sehr unterschiedlichen Wohndicht direkt nebeneinander liegen. So beispielsweise am Bohlweg, wo der neue, hoch verdichtete Wohnblock auf dem alten Winkhausgelände in direkter Nachbarschaft zu einem Quartier mit Einfamilienhäusern liegt, wie man sie ansonsten eher in Ottmarsbocholt oder Hohenholte vermutet. Damit kein falscher Eindruck entsteht: Städtebauliche Brüche lassen sich in einer Großstadt nicht vermeiden, eine Stadt ohne Brüche wäre vielleicht nicht einmal erstrebenswert. Aber niemand sollte sich der Illusion hingeben, dass damit keine Spannungen verbunden sind. Dies um so mehr, als die Stadt Münster auch künftig rund 80 Prozent der neu zu schaffenden Wohnungen über Flächenrecycling und Nachverdichtung realisieren möchte. Zu den vorhandenen Klötzchen auf der 56 Quadratmeter großen Platte dürften also noch viele hinzukommen.

Klaus Baumeister

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