Biogas kann Stapelskotten wärmen
Heizung und Traglufthalle als Perspektiven für die Freibäder

Münster -

In der Coburg freuen sich die Schwimmer ab kommenden Mai in der dritten Saison über zusätzlich beheiztes Wasser. Künftig könnte auch das Freibad Stapelskotten eine zusätzliche Heizung erhalten.

Mittwoch, 07.03.2018, 08:03 Uhr

Das Freibad Stapelskotten könnte künftig zusätzlich mit Biogas beheizt werden.
Das Freibad Stapelskotten könnte künftig zusätzlich mit Biogas beheizt werden. Foto: Stadt Münster

Eine Prüfung habe ergeben, dass ein Landwirt in der Umgebung das Bad grundsätzlich mit Biogas versorgen könnte, berichtet Klaus Rosenau , sportpolitischer Sprecher der grünen Ratsfraktion.

Weil bereits jetzt ein Gemüseanbaubetrieb mit dem Biogas beliefert wird, erreicht die Leitung die Wolbecker Straße beziehungsweise die Münsterstraße. Prinzipiell könnte die Leitung entlang der Straße bis zum Freibad geführt werden und überdies bei Bedarf den Campingplatz versorgen.

Übergang der Bäder stockt

Die Stadtwerke, als von der Stadt ausersehene künftige Betreiberin der Bäder, hätten keine grundsätzlichen Hindernisse signalisiert, ergänzt Rosenau. Eine Lösung für das ebenfalls zu kalte Wasser im Freibad Hiltrup sei aber nicht in Sicht.

In der kommenden Freibadsaison wird es gleichwohl nichts mit der - wegen der zumeist unzureichenden Sonnenenergie notwendigen - zusätzlichen Biogas-Heizung in Stapelskotten werden. Denn der Übergang der Bäder von der Stadt zur Tochter Stadtwerke stockt weiter. Im Finanzministerium in Düsseldorf werden nach Auskunft der Stadt derzeit die steuerrechtlichen Aspekte des Übergangs für die Stadt geprüft.

Änderungen liegen auf Eis

Wie berichtet, waren die steuerrechtlichen Probleme erst kurz vor dem bereits beschlossenen Übergang bekannt geworden. Der Betriebsübergang, mit dem auch Veränderungen in den Bädern verknüpft sein sollten, wurde vorerst verschoben.

Erweiterte Öffnungszeiten, besondere Publikums-Aktionen in den Bädern, die die Stadtwerke in Aussicht gestellt hatten, aber auch die bereits beschlossene Erhöhung der Eintrittspreise liegen damit weiter auf Eis.

Traglufthalle für Coburg

Unabhängig vom Betriebsübergang prüft die städtische Verwaltung die Möglichkeit, das Freibad Coburg im Winter mit einer Traglufthalle zu überbauen und so vor allem Trainingsmöglichkeiten für Schulen und Vereine, aber auch für Freizeitsportler zu gewinnen. Mitte März soll es einen Ortstermin mit Politikern und Verwaltung geben, um die Möglichkeiten der Überdachung auszuloten.

Nach CDU und Grünen erhält das Projekt nun auch Rückenwind aus der SPD, die sich bisher mit Blick auf ein von ihr favorisiertes Freizeitbad in Gievenbeck zurückhaltend zur Coburg-Überdachung gezeigt hatte. Der SPD-Ortsverein Münster unterstützt die Idee, so die für dieses Stadtgebiet zuständige SPD-Ratsfrau Hedwig Liekefedt. Eine Traglufthalle für die Coburg sei geeignet, kurzfristig den Engpass an Schwimmbädern in der Stadt zu lindern.

Online-Petition

Die Initiatoren der Online-Petition für eine Traglufthalle an der Coburg haben 1555 Unterschriften gesammelt. Die Petition soll nun am 14. März um 15.45 Uhr im Foyer des Stadtweinhauses an Oberbürgermeister Markus Lewe übergeben werden. 

...
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5572042?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
WWU wird nicht Exzellenzuniversität
Die Universität Münster ist nicht im Club der Exzellenzuniversitäten.
Nachrichten-Ticker