Die rote Farbe bleibt
Reaktion auf Fahrrad-Debatte in den Stadtteilen

Münster -

Auch wenn die Bezirksvertretungen Ost und Südost anderer Meinung sind: Das schwarz-grüne Ratsbündnis hält daran fest, Fahrradstraßen in Münster rot zu markieren.

Donnerstag, 08.03.2018, 07:03 Uhr

Die rote Farbe bleibt: Reaktion auf Fahrrad-Debatte in den Stadtteilen
Es bleibt nicht bei grau. Fahrradstraßen in Münster, erkennbar an diesem Piktogramm, sollen rot gestrichen werden. Foto: Günter Benning

Glaubt man dem schwarz-grünen Ratsbündnis, dann ist das unüberhörbare Grummeln in den Stadtteilen nicht mehr als ein Sturm im Wasserglas. Die rot markierten Fahrradstraßen, daran jedenfalls lassen die Ratsherren Walter von Göwels (CDU) und Jörn Möltgen (Grüne) keinen Zweifel, werden kommen.

5,4 Millionen Euro 22 Fahrradstraßen

„Das ist eine Frage der Verkehrssicherheit. Da gibt‘s nichts zu spaßen“, meint Möltgen. Und von Göwels ergänzt: „Die CDU-Ratsfraktion steht dazu. Das ist für uns weit mehr als ein Marketing-Gag.“

Diese Zuversicht ändert aber nichts daran, dass das Konzept in den Bezirksvertretungen Ost und Südost durchgefallen ist. In beiden Gremien votierte auch die CDU gegen den von der Stadtverwaltung vorgelegten Plan, für 5,4 Millionen Euro 22 Fahrradstraßen mit einer Gesamtfläche von 125.000 Quadratmeter rot zu markieren. Das entspricht umgerechnet 17 Fußballfeldern.

Vom Tisch ist unterdessen ein Vorschlag der Piraten, statt der roten Farbe eine grüne Markierung zu benutzen, weil diese Farbe beruhigend wirke.

Planungsausschuss berät am 8. März

Der Planungsausschuss als das in dieser Frage wichtigste Gremium berät das Thema am Donnerstag (8. März, 17 Uhr, Stadtweinhaus am Prinzipalmarkt). Dabei muss es sich mit dem Alternativvorschlag auseinandersetzen, die Rotmarkierung der Fahrradstraßen auf „Einmündungen, Kreuzungen und neuralgischen Stellen“ zu beschränken. Das würde, so die Bezirksvertretungen Ost und Südost, Einsparungen in Höhe von 4,5 bis fünf Millionen Euro bringen.

Von Göwels und Möltgen betonen unterdessen, dass es keine Abstriche von dem jetzt vorliegenden Umfang geben werde. Das Ratspapier markiere das „Ende eines langen Prozesses“, um die Verkehrssicherheit von Radlern zu erhöhen, so von Göwels. Die Stadtverwaltung begründet die Markierungen damit, dass die Fahrradstraßen bislang zu wenig als solche wahrgenommen werden.

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