Münster-Barometer
Verbreitete Angst vor Straftaten am Hauptbahnhof

Münster -

Der Bahnhof ist in Münster ein Kriminalitätsschwerpunkt. Deswegen hat rund ein Drittel der Münsteraner dort Sorge, Opfer einer Straftat zu werden.

Freitag, 09.03.2018, 07:03 Uhr

Der Bahnhofsneubau hat das Viertel attraktiver gemacht. Dennoch fühlen sich viele Münsteraner in dem Umfeld nicht wohl.
Der Bahnhofsneubau hat das Viertel attraktiver gemacht. Dennoch fühlen sich viele Münsteraner in dem Umfeld nicht wohl. Foto: Oliver Werner

Drei Viertel der Münsteraner finden, dass durch den Neubau des Bahnhofs auch das Umfeld attraktiver geworden ist. Aber knapp 70 Prozent meinen auch, dass die Kriminalität am Bahnhof ein Problem ist. Das ist ein Ergebnis des Münster-Barometers, einer repräsentativen lokalen Umfrage unter 707 Münsteranern, die die Forschungsgruppe Bema am Institut für Soziologie der Universität Münster aktuell im Auftrag unserer Zeitung durchgeführt hat.

Die Kriminalität am Bahnhof, wo laut Polizei jede sechste Straftat in Münster im Bahnhofsbereich verübt wird, wird von dem Großteil aller Münsteraner, unabhängig davon, wo sie in der Stadt leben, als problematisch erachtet. Sorge, selbst in Bahnhofsnähe Opfer einer Straftat zu werden, hat laut Münster-Barometer mehr oder weniger ein gutes Drittel der Befragten.

Abriss und Neubau: Arbeitsphasen am Hauptbahnhof

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  • Die Zeit für das alte Bahnhofsgebäude war abgelaufen...

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ein Blick auf die Außenfassade des alten Empfangsgebäudes.

    Foto: Matthias Ahlke
  • In der Eingangshalle standen Verkaufsstände...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ...das triste Gebäude hatte ausgedient.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Bereits 2013 wurde mit den ersten Abrissarbeiten auf der Rückseite des Hauptbahnhofes begonnen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ein Ausgang war somit fortan gesperrt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • 2014 waren die Geschäfte im Bahnhofsinneren leer.

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  • Diese Aufnahme aus dem Januar 2015 zeigt das noch stehende alte Empfangsgebäude sowie die Abrissarbeiten auf der Vorderseite des Hauptbahnhofes.

    Foto: Oliver Werner
  • Dieses Bild zeigt den ehemaligen Seiteneingang auf der Bahnhofsvorderseite - kurz vor dem Abriss.

    Foto: Oliver Werner
  • Anfang März erinnerte nur noch die alte Glasfassade in Blickrichtung der Gleise an das alte Empfangsgebäude.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Derweil gingen 2015 die Abrissarbeiten an der Bahnhofsstraße weiter. 

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Anfang vom Ende des alten Empfangsgebäudes: Abrissbeginn im Januar 2015.

    Foto: Oliver Werner
  • Es folgen Impressionen der Abriss- und Neubauphasen: hier aus dem März 2015.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im Mai 2015 konnte man nur erahnen, wie der neue Bahnhof aussehen würde.

    Foto: Oliver Werner
  • Das Luftbild aus dem September 2015 zeigt die großen Kräne, die für die Bauarbeiten auf dem Gelände standen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ein weiteres Luftbild aus dem September 2015.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Während im September 2015 gebaut wurde, mussten die Bahnreisenden durch den Hamburger Tunnel zu den Gleisen gelangen.

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  • Arbeiten an der Bodenplatte im Oktober 2015.

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  • Im November 2015 schaut sich ein Bauarbeiter die Baustelle aus erhöhter Position an.

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  • Eine weitere Fußgängerampel sorgte im November 2015 dafür, dass die Fußgänger geradewegs zum Hamburger Tunnel kommen konnten.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im Dezember 2015 waren erste Teile des neuen Bahnhofs bereits als solche erkennbar.

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  • Das schlechte Wetter im Dezember 2015 hielt die Bauarbeiter nicht davon ab, täglich voranzukommen.

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  • Der Rohbau nahm im Februar 2016 bereits deutlich Gestalt an.

    Foto: Oliver Werner
  • Hunderte Stützen sorgten im März 2016 für die nötige Stabilität.

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  • Während am Bahnhofsgebäude weiter gebaut wurde, nahm das Leben auf der Bahnhofsstraße seinen gewohnten Gang.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Eine Gesamtübersicht über die Baustelle im März 2016.

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  • Auch von den Gleisen hinter dem neuen Gebäude hatten Kunden der Deutschen Bahn im März 2016 bereits einen guten Blick auf die Bauarbeiten.

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  • Das Richtfest wurde im Juli 2016 gefeiert.

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  • Ein großer Kranz wurde traditionsgemäß auf das Dach des Gebäudes gehievt.

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  • Der bretterzaun an der Rückeseite verdeckt im September 2016 längst nicht mehr den Blick auf die Baustelle.

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  • Im September 2016 ist vor der Baustelle wieder genug Platz für Fußgänger, um den Neubau zu passieren.

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  • Im September 2016 war bereits die Höhe des künftiges Bahnhofgebäudes ersichtlich.

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  • Wo normalerweise reger Durchgangsverkehr herrscht, ist im Oktober 2016 noch immer der Durchgang versperrt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Auf der Frontseite zeigt ein Plakat im Oktober 2016 bereits, wie der Bahnhof bei seiner Fertigstellung aussieht.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Baustützen dominieren auch im November 2016 den Blick ins Innere des Neubaus.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im Januar 2017 geht es von den Gleisen nur in eine Richtung - nämlich zum Bremer Platz.

    Foto: Oliver Werner
  • Im Januar 2017 ist die Fassade zu den Gleisen bereits fertig.

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  • Klare Linien und die Glaselemente sorgen für einen Vorgeschmack auf die Frontseite.

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  • Im Inneren sind im März 2017 die Baustützen weitesgehend verschwunden. Die Geländer im ersten Stock sind bereits montiert.

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  • Der Innenausbau schreitet schnell voran. Der Eröffnungstermin Ende Juni gerät fest in den Blick.

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  • In den oberen Etagen des Bahnhofs sind Büroflächen untergebracht.

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  • Die Glasfront des neuen Bahnhofs ist im Mai 2017 erstmals in voller Pracht zu bewundern.

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  • Ein Supermarkt und mehrere Fastfood-Restaurants sind in das neue Bahnhofsgebäude eingezogen.

    Foto: Oliver Werner
  • Ein Luftbild aus dem Mai 2017.

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  • Und obwohl der Bau von außen betrachtet bereits fertig erscheint, müssen die Bahn-Kunden noch immer durch den Hamburger Tunnel zu den Gleisen gelangen.

    Foto: Oliver Werner
  • Im Juni 2017 ist die Vorfreude besonders bei Pendlern groß, endlich wieder den Bahnhof durch den Haupteingang verlassen zu können.

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  • Kurz vor der Eröffnung wird am 22. Juni in der neuen Empfangshalle noch fleißig gearbeitet.

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  • Die Fahrkartenautomaten werden eingerichtet.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am 24. Juni 2017 ist es so weit: Das neue Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs Münster öffnet seine Tore.

    Foto: Oliver Werner
  • Fahrgäste kommen jetzt wieder zu Fuß von der Innenstadt zu den Gleisen, ohne den Umweg über den Hamburger Tunnel nehmen zu müssen.

    Foto: Oliver Werner
  • Blick vom Obergeschoss in die neue Ladenzeile im Hauptbahnhof.

    Foto: Oliver Werner
  • Die neue Empfangshalle ist lichtdurchflutet. Links die Anzeigetafel für die Züge, rechts sind Infotafeln zu den Bus-Abfahrten angebracht.

    Foto: Oliver Werner

Frauen sind hier ängstlicher als Männer. Interessanterweise äußern gerade jene Münsteraner, die angeben, mehrmals wöchentlich in der Bahnhofsgegend unterwegs zu sein, seltener die Sorge, dort Opfer von mit Kriminalität zu werden als Münsteraner, die hier seltener sind.

Bei der Frage, was gegen die Kriminalität rund um den Bahnhof unternommen werden sollte, unterstützen 88 Prozent der Münsteraner die Idee, mehr soziale Hilfe für die Drogenabhängigen anzubieten (Durchschnittsnote 2,16 in einer Skala von 1 bis 6). Das Thema Videokameras ruft keine großen Widerstände hervor.

Mehr Videokameras am Bahnhof unterstützen rund 80 Prozent der Münsteraner (Durchschnittsnote 2,44). Ähnlich viele fänden es positiv, wenn mehr Polizeibeamte unterwegs wären (Note 2,67) . Die Idee, ein Alkoholverbot rund um den Bahnhof zu verhängen, wie es etwa nachts in München besteht, befürwortet etwa die Hälfte der Befragten (Note 3,42). 53 Prozent sind aber auch der Ansicht, dass die Drogen- und Obdachlosenszene am Bahnhof bleiben dürfen soll.  

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