Debattier-Wettbewerb im Schloss
Kai Kortus überzeugt emotional und rational

Münster -

Beim Zeit-Debattier-Wettbewerb im Schloss lieferten sich vier zweiköpfige Teams ein Pro und Kontra über die fortschreitende Automatisierung von Arbeit.

Montag, 19.03.2018, 16:03 Uhr

Preisträger Kai Kortus (4.v.l.) mit der Ehrenjury (v.l.) André Kuper, Manuel J. Adams (Vizepräsident der Deutschen Debattiergesellschaft), Dr. Annette Lepschy (Centrum für Rhetorik an der Universität Münster), Prof. Dr. Regina Jucks (Prorektorin der Universität Münster) und Marc Sahr (Wise-Guys-Sänger)
Preisträger Kai Kortus (4.v.l.) mit der Ehrenjury (v.l.) André Kuper, Manuel J. Adams (Vizepräsident der Deutschen Debattiergesellschaft), Dr. Annette Lepschy (Centrum für Rhetorik an der Universität Münster), Prof. Dr. Regina Jucks (Prorektorin der Universität Münster) und Marc Sahr (Wise-Guys-Sänger) Foto: Maria Conlan

„Sie sind ein bisschen nerdig““, begrüßte Benedikt Rennekamp, Präsident des Verbandes der Debattierclubs an Hochschulen (VDCH) die Zuhörer in der Schlossaula. Am Sonntagmittag diskutierten vier Teams – acht Redner aus Berlin, Heidelberg, Oxford, Hamburg und Marburg – über das Pro und Kontra fortschreitender Automatisierung von Arbeit.

Das Thema erfuhren dieKontrahenten erst 15 Minuten vor Finalbeginn des Zeit-Debatten-Wettbewerbs in Münster. Das Los entschied, ob sie Position dafür oder dagegen vertreten sollten. Sieben Minuten Zeit hatte jeder am Rednerpult. Nach englischem Parlamentsvorbild wurde debattiert. Eine Ehrenjury entschied über den Einzelsieger, die Studentenjury über das beste Team. Zwei Stunden später durften der Marburger Kai Kortus als Einzelsprecher und die Berliner Julian Stastny und Stefan Torges als Team die Pokale entgegennehmen.

Wie bei einem Sportwettkampf spielten sich die Redner die Argumente zu: gesellschaftlicher Wert von Arbeit, Macht und Kapital, Grundbedürfnis Arbeit . . . Manche gingen auf Zwischenrufe ein, andere lehnten Zwischenfragen ihrer Konkurrenten ab. Am Ende reichten sich die Kontrahenten sportlich die Hände und tranken im Foyer vom Schirmherrn Oberbürgermeister Markus Lewe spendierten Sekt.

Der Debattierclub Münster vereint Studierende verschiedener Fachbereiche. Dieses Mal konnten die Münsteraner nur zuhören, waren sie doch mit der Organisation voll in Beschlag genommen. Verschiedene Themen aus Gesellschaft und Politik verlangten den Teilnehmer Allgemeinwissen ab, rhetorische Fähigkeiten, allgemeinverständliches Ausdrucksvermögen und strukturiertes Denken. Damit werden sehr grundlegende Fähigkeiten in Demokratie und Berufsleben gefördert, zeigte sich Hendrik Sannwald vom Münsteraner Debattierclub überzeugt. Wöchentlich treffen der sich im Fürstenberghaus um zu trainieren.

Kai Kortus sprach relativ langsam, nutzte Anekdoten und wusste emotional und rational zu überzeugen, hob Jurymitglied Dr. Annette Lapschy hervor. Alle Finalisten lud André Kuper als Präsident des nordrhein-westfälischen Landtags nach Düsseldorf zu einem begleiteten Besuch des Landesparlaments ein.

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