Schlossplatz-Initiative
Ein autofreier Platz für alle

Münster -

Für sie ist der Schlossplatz ein ungeschliffener Diamant, der eine Fassung braucht. Die Initiative „Schloss Platz Kultur 2020“ möchte den Platz, der derzeit erheblich unter Wert verkauft werde, umgestalten. Die Autos sollen verschwinden.

Freitag, 23.03.2018, 13:40 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 22.03.2018, 17:55 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 23.03.2018, 13:40 Uhr
Geht es nach der Initiative „Schloss Platz Kultur 2020“, werden Autos künftig nicht mehr auf, sondern unter dem Schlossplatz geparkt.
Geht es nach der Initiative „Schloss Platz Kultur 2020“, werden Autos künftig nicht mehr auf, sondern unter dem Schlossplatz geparkt. Foto: Matthias Ahlke (Archiv)

Am Mittwoch nun stellte die Initiative „Schloss Platz Kultur 2020“ um Kaufmann Ulrich Krüger einem aufmerksam zuhörenden Publikum, darunter Oberbürgermeister Markus Lewe und Regierungspräsidentin Dorothee Feller, ihren ersten Zwischenbericht vor. Bei fünf runden Tischen waren historische und planerische Entwicklungen aufgearbeitet, Experten befragt, Potenziale im Umfeld abgeklopft worden.

Autos sollen „abtauchen“

Architekt Stefan Rethfeld und Pastoralreferent Marius Stelzer zogen die Halbzeitbilanz. Der Schlossplatz müsse ein (Fest-)Platz für die Bürger bleiben, dessen Zentrum durch eine Tiefgarage autofrei zu ziehen und landschaftlich zu gestalten sei.

Nur der Randbereich eigne sich als Baufeld für kulturelle Einrichtungen. Lewe und Feller begrüßten, auch das Umfeld der Stadt und der Universität einzubeziehen. So schlägt die Initiative vor, Flächen und Gebäude von Bund, Land und Stadt wie Neutor, Lindenhof und Georgskommende sowie den Schlossgarten aufzuwerten.

Die Initiative „Schloss Platz Kultur 2020“ um Ulrich Krüger (r.) fand nicht nur mit Oberbürgermeister Markus Lewe (4.v.r.) und Regierungspräsidentin Dorothee Feller (6.v.l.) ein aufmerksames Publikum.

Die Initiative „Schloss Platz Kultur 2020“ um Ulrich Krüger (r.) fand nicht nur mit Oberbürgermeister Markus Lewe (4.v.r.) und Regierungspräsidentin Dorothee Feller (6.v.l.) ein aufmerksames Publikum. Foto: Renate Brünen

Lewe unterstrich, dass die Stadt den Schlossplatz als einen Identitätspunkt, einen Ort der Entschleunigung, brauche. Auch für den Send gebe es keine Alternative. Bei der Lösung der Verkehrsfrage müsse Sorge getragen werden, dass die Dominanz des Autos die Lebensqualität nicht beeinträchtige.

Frauenstraße als Fußgängerzone?

Aus dem Publikum kam der Vorschlag, die Frauenstraße „aus ihrem Dasein als Mauerblümchen zu befreien“ und als Fußgängerzone mit direktem Blick aufs Schloss zu gestalten. Götz Alsmann, Musiker und überzeugter Münsteraner, warnte vor „Sternstunden der Ödnis“, die dann allzu leicht entstünden, wenn eine Platzgestaltung von innen nach außen entwickelt werde. Erst der umgekehrte Weg bringe die gewünschte Belebung mit sich.

Im Sommer plant die Initiative eine Schlossplatzkonferenz, die auch Nachbarn und Nutzer an einen Tisch bringt.

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