Amokfahrt in Münster
Die letzten Wege des Täters

Münster -

Zwei Tage nach der Amokfahrt in Münsters Altstadt kommen immer mehr Details ans Licht: Der spätere Täter – Jens Alexander R. aus Münster – hatte mehrfach schriftlich und persönlich Kontakt zum sozialpsychia­trischen Dienst der Stadt Münster.

Dienstag, 10.04.2018, 07:51 Uhr

Immer mehr Kerzen und Blumen erinnern an die Opfer der Amokfahrt durch Münsters Altstadt.
Nach der Amokfahrt in Münsters Altstadt wurde am Sonntagmorgen das Tatfahrzeug abtransportiert. Foto: dpa

Grund waren erhebliche psychische und körperliche Probleme des 48-Jährigen, der am Samstag mit seinem VW Bulli zwei Menschen ­tötete und über 20 zum Teil schwer verletzte. Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe betont: „Es gab für uns keinerlei Anhaltspunkte für eine Eigen- oder Fremd­gefährdung, und auch durch Dritte waren uns solche Erkenntnisse nicht bekannt.“

Nach Informationen un­serer Zeitung hatte Jens R. in den Jahren 2015 und 2016 sporadische Kontakte zum sozialpsychia­trischen Dienst des Gesundheits­amtes Münster. Am 27. März erscheint der 48-Jährige bei der Stadt Münster und legt ein Schreiben vor, das seiner Akte beizulegen sei. Zwei ­Tage später kommt er erneut und gibt eine Kopie dieses Schreibens beim Gesundheitsamt ab.

Massen-Mail verschickt

In einer Massen-Mail vom 29. März hatte der Täter – wie berichtet – indirekt Selbstmordabsichten geäußert, das Schreiben enthält aber keine Hinweise darüber, dass der Mann weitere Menschen mit in den Tod reißen wollte. Nach dem Absenden dieser Mail an einen großen Ver­teilerkreis fahren Polizei­beamte zur Wohnung des späteren Amoktäters, treffen ihn aber nicht an, sondern finden nur einen Zettel an der Tür.

Auch in Heidenau, wo der Mann eine Wohnung besitzt, wird die Polizei aktiv und entdeckt das spätere Tat-Auto. Weitere Maßnahmen werden nicht ergriffen. Laut Staatsanwaltschaft und Polizei in Münster enthielten die „wahllos an Dritte übersandten Nachrichten keine ausdrückliche Ankündigung einer Selbsttötung. Ebenso wenig gab es Anhaltspunkte für ein „fremdaggressives Verhalten“ von Jens R., erklärten die Behörden.

Kein politischer Hintergrund

Am 4. April geht bei der Berliner Polizei eine Straf­anzeige des Amokfahrers gegen eine Klinik in Münster ein, in der er krude Vorwürfe gegen den operierenden Chirurgen erhebt. Hintergrund ist eine Rückenoperation im Jahr 2015. Der Täter klagte immer wieder über gesundheitliche Probleme.

Für die Ermittler ist die Amokfahrt eindeutig ein Suizid. Ohne politischen Hintergrund. „Offensichtlich wollte sich der Täter nach seiner Todesfahrt direkt selbst richten“, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Es muss sich um einen kurzfristigen Tatentschluss gehandelt haben.

Nach der Amokfahrt in Münster

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  • Blumen werden am Tatort niedergelegt, Kerzen angezündet: Ein Mann war am 07.04. mit einem Kleintransporter vor der Gaststätte «Großer Kiepenkerl» in der Altstadt in eine Gruppe von Menschen gerast und hat zwei von ihnen getötet.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, läuft am Sonntagvormittag zum Tatort.

    Foto: Oliver Werner
  • Foto: dpa
  • Der Täter steuerte nach vorliegenden Informationen den Platz, der dann zum Tatort wurde, über  die Straßenachse Bogenstraße/Spiekerhof an. Normalerweise ist eine Zufahrt von dieser Seite aber nicht möglich, da Poller die Zufahrt versperren.

    Erreichbar ist der Platz am Kiepenkerl sowie die benachbarte Straße „Wegesende“ nur über eine kleine Stichstraße, die zwischen der  Apostelkirche und dem Eiscafé Macellum verläuft. Diese Stichstraße ist derzeit wegen Bauarbeiten aber gesperrt. Ersatzweise wurde der Platz am Kiepenkerldenkmal nach Süden, also zum Spiekerhof hin geöffnet.

    Foto: dpa
  • Ein Moment absoluter Stille.

    Foto: Oliver Werner
  • Schweigend legen Horst Seehofer, Armin Laschet, NRW-Innenminister Reul und Oberbürgermeister Lewe Blumen am Tatort nieder.

    Foto: dpa
  • Nationale und internationale Medien sind versammelt, um die Stellungnahmen der Politiker aufzunehmen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Minister tragen sich ins Kondolenzbuch ein.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Ermittlungen der Polizei nach der Amokfahrt in Münster dauern an. Das Tatfahrzeug wurde inzwischen entfernt. Am Tatort werden weiter Spuren gesichert. Foto: Oliver Werner
  • Die Ermittlungen der Polizei nach der Amokfahrt in Münster dauern an. Das Tatfahrzeug wurde inzwischen entfernt. Am Tatort werden weiter Spuren gesichert. Foto: Oliver Werner
  • Die Ermittlungen der Polizei nach der Amokfahrt in Münster dauern an. Das Tatfahrzeug wurde inzwischen entfernt. Am Tatort werden weiter Spuren gesichert. Foto: Oliver Werner
  • Foto: dpa
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  • Ein Moment absoluter Stille. Schweigend legen Horst Seehofer, Armin Laschet, NRW-Innenminister Reul und Oberbürgermeister Lewe Blumen am Tatort nieder.

    Foto: dpa
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  • Auf fast allen Fußballplätzen in Münster fand am Sonntag eine Schweigeminute im Gedenken an die Opfer der Amokfahrt vom Samstag statt. Mehrere Mannschaften, wie etwa Westfalenligist 1. FC Gievenbeck, trugen einen Trauerflor. auf dem Bild sind die Kicker von Westfalia Kinderhaus vor der Partie gegen den TuS Recke am Anstoßkreis zu sehen. 

    Foto: Thomas Rellmann
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  • Maria Dickmann: Ich habe heute die Stille in der Lamber-tikirche gesucht und Kerzen aufgestellt.

    Foto: Kristian van Bentem
  • Hermann-Josef Danicki: Man darf nicht immer im Bewusst-sein haben, woher wohl das nächste Auto kommt.

    Foto: Kristian van Bentem
  • Johanna Markmann: Ich bin das erste Mal seit Samstag in der Stadt. Es ist ein mulmiges Gefühl.

    Foto: Kristian van Bentem
  • Ali Zandi: Wenn ich mit dem Taxi dort vorbeifahre, werde ich immer daran denken.

    Foto: Kristian van Bentem
  • Gemischte Gefühle hat Dr. Rainer Zirbeck bei seiner Kaffeepause vor einem Café am Drubbel.

    Foto: Gabriele Hillmoth

Warum er weitere Opfer mit in den Tod riss, ver­suchen die Fahnder nun zu klären. Zumal er wohl über einen Plan B nachgedacht hatte. In der Wohnung in Münster fanden die Polizisten mehrere Gasflaschen sowie Kanister mit Bioethanol und Benzin. Auch ein über einen Balken gelegtes Hanfseil mit Henkersknoten wurde gefunden. Laut NRW-Innenminister Herbert Reul wurden in den zwei Wohnungen des Täters in Dresden und Pirna unbrauchbar gemachte Deko-Waffen gefunden.

Auffälligkeiten und Vorwürfe

Bisher liegen keine Hinweise über eine direkte Verstrickung des Amokfahrers in rechte Netz­werke vor, dennoch gibt es Auffälligkeiten. Nach einer Operation an der Wirbelsäule erhebt Jens R. schwere Vorwürfe gegen den operierenden Arzt. Dieser, so heißt es wörtlich in einem Schreiben, operiere „in Selbstjustiz Rechtsradikale zu lebenslangen Krüppeln“.

Auch sonst soll er häufig im sozialen Umfeld krude und rechte An­sichten geäußert haben. Direkt in der rechtsextremen Szene war er nach Erkenntnissen der Behörden sowohl in Münster als auch in Pirna und Heidenau nicht aktiv.

...

Spurensuche nach dem SEK-Einsatz

Das Leben des einstigen Design-Preisträgers Jens Alexander R. verlief offenbar in Wellen. Kindheit im Sauerland, über deren Verlauf es widersprüchliche Aussagen gibt, danach Studium an der Fachhochschule Münster, Verkauf eines Patents. Vermögen. Dann nach einer Rückenoperation möglicherweise der Abstieg.

Was wissen wir über die Tat?

Die Ermittler gehen davon aus, dass Jens R. den Platz vor den Restaurants „Großer Kiepenkerl“ und „Kleiner Kiepenkerl“ nicht bewusst ausgewählt hat. Bislang ist nicht bekannt, dass er eine Beziehung zu den beiden ­belieben Touristenlokalen in der Altstadt hatte. Jens R. steuerte seinen VW Bulli in die Außengastronomie, dann griff er nach seiner ­geladenen Pistole, die aus dem früheren Jugoslawien stammt, und erschoss sich sofort. Im Magazin wären Patronen für mehrere Schüsse gewesen.

War Sprengstoff im Auto?

Nein. Die Ermittler entdeckten in dem VW Bulli Drähte, die durch das Auto verlegt waren. Deshalb galt sofort die höchste Alarm­stufe. Die Drähte entpuppten sich als harmlos, sie gehörten offensichtlich zum Auto. Dass die Altstadt bis Sonntagfrüh 1.30 Uhr gesperrt werden musste, war eine ­reine Vorsichtsmaßnahme. Im Auto lagen zudem eine Schreckschusspistole und illegale Böller.

Tote und Verletzte nach Anschlag am Kiepenkerl

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  • Kleinlaster fährt in Menschenmenge Foto: privat
  • Kleinlaster fährt in Menschenmenge Foto: Oliver Werner
  • Menschen stehen vor den Gaststätten Kiepenkerl, kurz nachdem ein Fahrzeug in das Straßencafe gefahren war. Foto: Stefan R./dpa
  • Kleinlaster fährt in Menschenmenge Foto: Oliver Werner
  • Polizisten stehen an der Ecke Theißingstraße/Zumbroockstraße. In Münster sind am Samstag mehrere Menschen gestorben, als ein Auto in eine Menschenmenge fuhr. Foto: Ina Fassbender/dpa
  • Foto: David Young/dpa
  • Kleinlaster fährt in Menschenmenge Foto: Oliver Werner
  • Kleinlaster fährt in Menschenmenge Foto: Oliver Werner
  • Foto: Bernd Thissen/dpa
  • Kleinlaster fährt in Menschenmenge Foto: Oliver Werner
  • Kleinlaster fährt in Menschenmenge Foto: Oliver Werner
  • Kleinlaster fährt in Menschenmenge Foto: Oliver Werner
  • Am Abend nach der Bluttat in Münster versammelten sich Menschen am Aasee und entzündeten Kerzen. Foto: Friso Gentsch/dpa
  • Kleinlaster fährt in Menschenmenge Foto: Oliver Werner
  • Kleinlaster fährt in Menschenmenge Foto: Oliver Werner
  • Foto: Bernd Thissen/dpa
  • Kleinlaster fährt in Menschenmenge Foto: Oliver Werner
  • Kleinlaster fährt in Menschenmenge Foto: Oliver Werner
  • Kleinlaster fährt in Menschenmenge Foto: Oliver Werner
  • Kleinlaster fährt in Menschenmenge Foto: Oliver Werner
  • Kleinlaster fährt in Menschenmenge Foto: Oliver Werner
  • Vor dem Polizeipräsidium am Friesenring sammelten sich am Nachmittag die Einsatzkräfte.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Vor dem Polizeipräsidium am Friesenring sammelten sich am Nachmittag die Einsatzkräfte.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Vor dem Polizeipräsidium am Friesenring sammelten sich am Nachmittag die Einsatzkräfte.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Steinfurter Straße

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Oliver Werner, Gunnar A. Pier, dpa
  • Vor dem Polizeipräsidium am Friesenring sammelten sich am Nachmittag die Einsatzkräfte.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Vor dem Polizeipräsidium am Friesenring sammelten sich am Nachmittag die Einsatzkräfte.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Vor dem Polizeipräsidium am Friesenring sammelten sich am Nachmittag die Einsatzkräfte.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Steinfurter Straße

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Polizisten haben den Prinzipalmarkt in Höhe Stadthausturm / WN-Geschäftsstelle gesperrt. Im Hintergrund die Lambertikirche.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Polizisten haben den Prinzipalmarkt in Höhe Stadthausturm / WN-Geschäftsstelle gesperrt. Im Hintergrund die Lambertikirche.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Polizisten haben den Prinzipalmarkt in Höhe Stadthausturm / WN-Geschäftsstelle gesperrt. Im Hintergrund die Lambertikirche.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Polizisten haben den Prinzipalmarkt in Höhe Stadthausturm / WN-Geschäftsstelle gesperrt. Im Hintergrund die Lambertikirche.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Polizisten haben den Prinzipalmarkt in Höhe Stadthausturm / WN-Geschäftsstelle gesperrt. 

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Sperrung vor dem Rathaus, Blick aus Richtung Domplatz.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Polizisten haben den Prinzipalmarkt in Höhe Stadthausturm / WN-Geschäftsstelle gesperrt. Im Hintergrund die Lambertikirche.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Sperrung vor dem Rathaus, Blick aus Richtung Domplatz.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Absperrung vor dem Dom.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Sperrung vor dem LWL-Landesmuseum.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Sperrung vor dem LWL-Landesmuseum / Blick Richtung Rothenburg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Sperrung vor dem LWL-Landesmuseum / Blick Richtung Rothenburg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Sperrung vor dem LWL-Landesmuseum / Blick Richtung Rothenburg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Sperrung vor dem LWL-Landesmuseum / Blick Richtung Rothenburg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Björn Meyer
  • Foto: Thorsten Neuhaus
  • Foto: Thorsten Neuhaus
  • Foto: Thorsten Neuhaus
  • Foto: Thorsten Neuhaus
  • Foto: Thorsten Neuhaus
  • Foto: Thorsten Neuhaus
  • Foto: Thorsten Neuhaus
  • Am Samstagabend hatten Münsteraner ein Treffen am Aasee anberaumt, um an den Aaseekugeln für alle Betroffenen des Anschlags Kerzen zu entzünden.

    Foto: Anne Koslowski

Wie lebte der Täter in Münster?

Jens R., der in wenigen Wochen am 1. Mai 49 Jahre alt geworden wäre, arbeitete ab 2000 als selbstständiger Designer. Während seines Studiums Ende der 1990er Jahre an der Fachhochschule Münster konzentrierte er sich auf Produktdesign und war dort gemeinsam mit zwei weiteren Studierenden bei einem Projekt erfolgreich. Auf einer Frankfurter Design-Ausstellung erhielt der von dem Trio geschaffene Prototyp eines Spiegelschranks den Publikumspreis und war auch bei Herstellern gefragt. Nach rund 20 Jahren sind im Fach­bereich Design die Erinnerungen an Jens R. allerdings verblasst. Bei zahlreichen Nachfragen konnte sich zunächst niemand mehr an den Studierenden von damals erinnern.

Wie stand es um seine ­finanziellen Verhältnisse?

Amokfahrer Jens R. war – auch wenn jetzt von einem angeblichen beruflichen Niedergang gesprochen wird – bis zum Schluss wirtschaftlich vollkommen unabhängig. In einschlägigen Wirtschaftsauskunfteien wird der Designer, der sich im Jahr 2000 in Münster selbstständig machte, in der besten Risikoklasse geführt. Sprich: Es gibt hier keinerlei Auffälligkeiten wie zum Beispiel nicht geleistete Abzahlungen oder Rechnungen. Es genoss damit bis zum Schluss höchste Bonität. Zwischenzeitlich besaß er Wohnungen, fünf Autos, hatte eine Halle für diese Sportwagen – darunter eine Porsche-Replika – angemietet. Das Vermögen wurde möglicherweise aufgrund persönlicher Umstände und auch gesundheitlicher Probleme nach der Rückenoperation geringer. Aus einem Fitnessstudio in Münster hatte er sich vor einiger Zeit abgemeldet.

Wie lebte der Mann in Ostdeutschland? Eine der Wohnungen in Pirna hatte Jens Alexander R. vor einem Jahr aufgegeben, die andere – unter seinem Namen gemeldete – Wohnung in einer Plattenbausiedlung in Heidenau ist derzeit von den ­Sicherheitskräften gesperrt. Der Täter soll in Sachsen nicht öffentlich in Erscheinung getreten sein. Ob dort Waffen gefunden worden sind, ist bisher nicht abschließend geklärt.

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Dieser Mann wohnt als „Nachmieter“ von Jens R. in einem Appartement in Pirna. Das SEK hatte diese Wohnung gestürmt, der Mann zeigt das aufgebrochene Türschloss. Foto: Daniel Förster

Was ist über seine Kindheit bekannt?

Jens Alexander R. wurde am 1. Mai im Sauerland (Olsberg) geboren.  Sein Vater, der im Sauerland lebt, dementierte am Montag, dass es „familiäre Probleme in der Kindheit“ gegeben habe, wie der Täter in seinem ­Abschiedsbrief angedeutet hatte.


Hinweis: In der Regel berichten wir nicht über Selbsttötungen – außer die Tat erfährt durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Grund für die Zurückhaltung ist die hohe Nachahmerquote nach jeder Berichterstattung über Selbsttötungen. 
Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten. Ergänzend können Sie das Angebot der Krisenhilfe Münster (0251-519005) in Anspruch nehmen und dort bis zu zehn kostenlose persönliche Beratungstermine vereinbaren.

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