Zeitplan für Poller-Einbau
Sicherheit hat jetzt Vorrang

Münster -

Wie kann Münster vor Amokfahrten geschützt werden? Bereits 2017 hat der Rat den Einbau von Pollern beschlossen. Das Programm soll jetzt zügig umgesetzt werden.

Dienstag, 10.04.2018, 10:04 Uhr

Versenkbare Poller wie diese am Domplatz wird es demnächst an 17 weiteren neuralgischen Stellen in Münster geben. Derzeit laufen bereits die Bauarbeiten am Schlossplatz, ab Sommer folgen weitere Standorte in der Innenstadt.
Versenkbare Poller wie diese am Domplatz wird es demnächst an 17 weiteren neuralgischen Stellen in Münster geben. Derzeit laufen bereits die Bauarbeiten am Schlossplatz, ab Sommer folgen weitere Standorte in der Innenstadt. Foto: Oliver Werner

Nicht überhastet, aber energisch möchte die Stadt Münster weitere Standorte an neuralgischen Stellen mit Pollern ausstatten und somit die Sicherheit bei Großveranstaltungen erhöhen.

Das erklärte der städtische Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer in Reaktion auf die Amokfahrt am vergangenen Samstag. Die Arbeiten, die am Schlossplatz bereits begonnen haben, erfolgen auf der Basis eines bereits im vergangenen Jahr erfolgten Ratsbeschlusses, mit dem die Stadt Münster wiederum auf den Anschlag auf den Breitscheidplatz in Berlin reagiert hat. Das Konzept habe unverändert Bestand, gleichwohl bemühe sich die Stadt um eine beschleunigte Umsetzung.

Pollerstandorte auf dem Schlossplatz

Derzeit wird bereits an Pollerstandorten auf dem Schlossplatz gearbeitet. Nach Auskunft des Ordnungsdezernenten Heuer sollen die Poller in Höhe der Überwasserstraße sowie die Poller, die den Zugang im Norden im Bereich des Deutsch-Niederländisches Korps regeln, bereits zum Katholikentag vom 9. bis zum 13. Mai fertig gestellt sein. Mehrere große Katholikentags-Veranstaltungen finden auf dem Schlossplatz statt.

Der Schlossplatz erhält drei weitere Pollerstandorte. Sie sollen nach dem vorliegenden Zeitplan bis zum Beginn der Sommerferien in Funktion sein, so Wolfgang Heuer weiter.

Auch hier sollen Poller stehen:

Danach werde man die Arbeiten in der Innenstadt fortsetzen. Konkret nannte er den Domplatz, den Prinzipalmarkt, den Marienplatz (nahe der Ludgerikirche) und die Salzstraße. An diesen Stellen sollen die Arbeiten an den Pollern noch vor dem Beginn der Weihnachtsmärkte abgeschlossen sein.

Insgesamt umfasst die vom Rat beschlossene Sicherheitsliste 17 Standorte. Heuer hält es für sehr unwahrscheinlich, dass sämtliche Projekte noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Die Arbeiten würden auf jeden Fall deutlich ins nächste Jahr hineingehen, zumal man bei Arbeiten im Untergrund „immer mit Überraschungen rechnen muss“. Erfahrungsgemäß lösen Erdarbeiten in der Innenstadt auch archäologische Grabungen aus.

Versenkbare Poller sollen Schutz bieten

Die versenkbaren Poller sollen auf der einen Seite die Erreichbarkeit der Innenstadtflächen nicht ausschließen, zugleich aber bei großen Menschenaufläufen einen Schutz vor Amokfahrten bieten.

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