Neue Internet-Sendeanlagen
Schneller surfen mit „Small Cells“

Münster -

Noch vor dem Katholikentag will die Deutsche Telekom in Münster die ersten „Small Cells“ installieren. Sie sollen auch dort für schnelles Internet sorgen, wo viele Menschen gleichzeitig im Netz unterwegs sind.

Donnerstag, 12.04.2018, 07:00 Uhr

Wie die Sendeanlagen aussehen, ist auf dieser Fotomontage zu sehen. Sie befinden sich in den schwarzen Kreisen. Das Stadthaus 1 ist aktuell allerdings noch nicht als „Small-Cell“-Standort vorgesehen.
Wie die Sendeanlagen aussehen, ist auf dieser Fotomontage zu sehen. Sie befinden sich in den schwarzen Kreisen. Das Stadthaus 1 ist aktuell allerdings noch nicht als „Small-Cell“-Standort vorgesehen. Foto: Stadt Münster

Nach einem Testlauf in Hagen und Kiel wird die Deutsche Telekom nun auch in Münster „Small Cells“ installieren. Die kleinen Funkzellen sollen dafür sorgen, dass Smartphone-Besitzer an Stellen mit intensiver Mobilfunknutzung schneller surfen können. Noch vor dem Katholikentag sollen an Häusern die ersten von zunächst 42 geplanten „Small Cells“ installiert werden – unter anderem im Bereich Domplatz, rund ums Rathaus und an der Halle Münsterland, also dort, wo zahlreiche Veranstaltungen des Katholikentages stattfinden werden. „Mit dieser Technik sind wir in Münster weit vorne“, ist Jochen Brinkheetker vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit überzeugt.

Wer mit seinem Smartphone im Internet surft, der kennt das Problem: Immer wieder gibt es Stellen, an denen das Surfen plötzlich langsamer wird oder gar nicht mehr funktioniert, weil dort zu viele Menschen das Internet nutzen. Die „Small Cells“ sollen solche Lücken im Mobilfunknetz schließen. Die kästchenförmigen Zellen werden an Hauswänden installiert. Über ein Kabel sind sie mit dem Glasfasernetz, über ein weiteres Kabel mit dem Stromnetz verbunden. In ihrer unmittelbaren Nähe befindet sich zudem ein laptop-ähnlicher Rechner. „Natürlich müssen die Besitzer der Häuser der Installation dieser Zellen zustimmen“, betont Brinkheetker.

Strahlung: keine Grenzwertüberschreitung

Die vorerst geplanten 42 Zellen werden allesamt von der Deutschen Telekom eingesetzt – unter anderem in der Aegidiistraße, am Alten Steinweg, an der Bismarckallee, am Breul, am Bült, am Schlossplatz, am Spiekerhof und an der Wolbecker Straße. Von diesen Zellen werden ausschließlich die Kunden der Telekom profitieren. Brinkheetker geht allerdings davon aus, dass demnächst weitere Mobilfunkanbieter folgen werden – und eigene Zellen installieren oder die Zellen der Telekom mitnutzen.

Bei Mobilfunkanlagen wird immer wieder darüber diskutiert, ob ihre Strahlung schädlich sein kann. Wie sieht es bei „Small Cells“ aus? Nach Angaben der Verwaltung ist keine Überschreitung der für Mobilfunkanlagen vorgegebenen Grenzwerte zu erwarten. Daher bestünden vonseiten der Stadt keine Bedenken gegen die Errichtung solcher Sendeanlagen.

Brinkheetker wird noch deutlicher: „Selbst ein dauerhafter Aufenthalt in unmittelbarer Nähe der Anlagen sollte kein Problem sein“, betont er.

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