Statistik des Landes
Fast 35 000 Ausländer in Münster

Münster -

33 460 Ausländer leben zurzeit in Münster – und damit so viele wie nie zuvor. Dies geht aus einer Statistik hervor, die die amtliche Statistikstelle des Landes am Donnerstag veröffentlicht hat.

Freitag, 13.04.2018, 10:00 Uhr
Statistik des Landes: Fast 35 000 Ausländer in Münster
Ausländische Mitbürger in Münster Foto: Colourbox.com, Grafik: Christ

34 625 Ausländer lebten Ende 2017 in Münster – so viele wie noch nie. Diese Zahl hat am Donnerstag IT NRW als amtliche Statistikstelle des Landes nach Auswertung des Ausländerzentralregisters mitgeteilt. Ein Jahr zuvor lebten 33 460 Ausländer in der Stadt.

Addiert man die Zahl der Deutschen mit persönlicher oder direkter Migrationsvorgeschichte, dann haben mittlerweile 71 665 Münsteraner ihre Wurzeln außerhalb Deutschlands.

12 250 Ausländer stammen aus der EU – vor allem aus Polen (2340), Portugal (1655) und Italien (1280). 1905 ausländische Mitbürger stammen aus der Türkei, 1065 aus Russland.

Gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht hat sich die Zahl der Ausländer aus Afrika – von 2185 auf 2570. Die meisten stammen aus Nigeria, Ghana und Marokko.

1240 der in Münster wohnhaften Ausländer stammen aus Nord- und Südamerika. Die Herkunftsländer von 10 215 Personen liegen auf dem asiatischen Kontinent. Von ihnen stammen allein 3270 aus Syrien (Stand: 31. Dezember 2017). 85 Ausländer haben ihre Heimat in Australien und Ozeanien, 335 Personen gelten als staatenlos bzw. sind von ungeklärter Herkunft.

Die meisten Ausländer in Münster leben im Stadtteil Gievenbeck. Mit 2883 liegt ihre Zahl allerdings um knapp 400 unter dem bisherigen Höchstwert von 2015 (3262). Jeder dritte Haushalt in Gievenbeck hat nach Angaben der Stadt eine Migrationsvorgeschichte.

Ebenfalls sehr multikulturell geht es in Coerde zu, hier haben 2639 Menschen keinen deutschen Pass. Für diesen Stadtteil ist das ein neuer Höchstwert, vor zehn Jahren lebten hier lediglich 1428 Ausländer. Der Anteil der „Haushalte mit überwiegender Migrations-Vorgeschichte“ liegt in Coerde laut Stadt bei 48,25 Prozent.

Unterm Strich leben die wenigsten Ausländer im Stadtbezirk Ost. Hier haben 7,9 Prozent der Menschen keinen deutschen Pass. Doch auch hier hat sich der Anteil der Ausländer in den letzten Jahren erhöht. 2013 hatten hier nur 4,84 Prozent der Menschen keinen deutschen Pass.

Die kleinste Ausländergruppe in Münster kommt übrigens aus Zypern. Lediglich zehn Wahl-Münsteraner stammen von der Mittelmeer-Insel, berichtet IT NRW weiter.

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