Fußballmannschaften messen sich bei den „Special Olympics“
Alexianer mit Leidenschaft dabei

Münster-Hiltrup -

Ein knappes 3:4 gegen die Freckenhorster Werkstätten nach der Niederlage im ersten Gruppenspiel ließ den Alexianern aus Amelsbüren die Hoffnung auf einen guten Tabellenplatz. Die vorderen Ränge verfehlten sie beim Fußballturnier „Special Olympics“ am Samstag in ihrer Leistungsklasse dann aber doch.

Sonntag, 22.04.2018, 23:00 Uhr aktualisiert: 23.04.2018, 08:44 Uhr
Rocco Levo nahm nach dem Turnier die Ehrung aller Teilnehmer, hier das Team „Alexianer 1“ aus Münster, vor.
Rocco Levo nahm nach dem Turnier die Ehrung aller Teilnehmer, hier das Team „Alexianer 1“ aus Münster, vor. Foto: klm

Dabei waren die Alexianer 2016 noch Deutscher Meister im Fußball für Menschen mit Behinderung geworden. „Bei uns haben neun Leute gefehlt. Wir waren unterbesetzt“, sagte Co-Trainer Benedikt Olscha .

Ob nun Tabellensieger oder nicht, das war beim ersten Turnier dieser Art in Nordrhein-Westfalen nicht das Wichtigste. 13 Teams von Einrichtungen für Menschen mit einer geistigen Behinderung traten bei dem Ganztagesturnier in „Roccos Soccer Arena“ in Hiltrup an. Es ging um den Fußball, darum, andere Sportler kennenzulernen und diese neue Veranstaltung in NRW zu etablieren. „Wir haben mittlerweile 19 Sportarten“, sagte Nicolai Herrmann vom Träger, dem in Dortmund ansässigen Verein „ Special Olympics “ Deutschland in Nordrhein-Westfalen.

Weltweit ist „Special Olympics“ in über 170 Ländern vertreten und zugleich die größte vom Internationalen Olympischen Komitee anerkannte Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. In NRW „besonders beliebt“ seien Schwimmen und Judo, berichtete Herrmann. Fußball liege auch weit vorne, unter den anderen Disziplinen befänden sich etwa Boccia und Schneeschuhlaufen als Wintersportart.

Die Alexianer waren am Samstag als Münsteraner selbst Gäste mit zwei Teams. Auch die Freckenhorster traten mit zwei Mannschaften an. Angereist waren ansonsten unter anderem Sportler von Haus Hall in Gescher, von den Karthaus-Werkstätten in Dülmen, von der Don-Bosco-Schule in Lippstadt und von der Lebenshilfe im ostwestfälischen Brakel.

Sabrina Winter (24) von den Alexianern erzählte, dass sie zwar kein Tor geschossen habe, das Turnier aber „echt Spaß gemacht“ habe. Statt zwei Mal pro Woche regulär trainiert sie lediglich ein Mal bei ihren Alexianern mit, weil sie auch bei den Damen des VfL Senden kickt – im Sturm.

Nicolai Herrmann bewertete das Turnier als „ein geglücktes Experiment“. Die Veranstaltung sei von den Sportlern „gut angenommen“ worden. Unterstützung hatte auch der Hallenbetreiber, Rocco Levo, durch eine ermäßigte Miete gegeben.

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