1. Mai mit Kundgebung und Begegnungsfest
Kampf für gute Arbeit

Münster -

Während so manch Münsteraner am 1. Mai mit Bollerwagen und Bier durch seine Stadt ziehen wird, steht der Tag der Arbeit für die Gewerkschaften traditionell unter einem ganz anderen Gesichtspunkt. „Vielfalt, Solidarität und Gerechtigkeit“, hat sich der Deutsche Gewerkschaftsbund für seine Kundgebungen im Münsterland, von denen die größte in Münster stattfinden wird, auf die Fahnen geschrieben.

Dienstag, 24.04.2018, 20:04 Uhr

Die Gewerkschaftsjugend, hier vertreten durch Felix Eggersglüß (DGB, kniend) und Dilvin Semo (4.v.l.), setzt sich unter anderem für ein Azubi-Ticket für ganz NRW ein. Das unterstützen auch (v.l.) Peter Mai (DBG-Stadtverband), Dr. Ömer Lütfü Yavuz (Inegrationsrat), Frank Seeliger (IG BCE), Jürgen Schmidt (IG Metall), Winfried Lange (DGB) und Carsten Peters (DGB).
Die Gewerkschaftsjugend, hier vertreten durch Felix Eggersglüß (DGB, kniend) und Dilvin Semo (4.v.l.), setzt sich unter anderem für ein Azubi-Ticket für ganz NRW ein. Das unterstützen auch (v.l.) Peter Mai (DBG-Stadtverband), Dr. Ömer Lütfü Yavuz (Inegrationsrat), Frank Seeliger (IG BCE), Jürgen Schmidt (IG Metall), Winfried Lange (DGB) und Carsten Peters (DGB). Foto: Björn Meyer

„Aus- und Weiterbildung, gute Arbeitsbedingungen und eine auskömmliche Rente, das sind und bleiben Kernthemen“, sagt Winfried Lange, Regionalgeschäftsführer des DGB Münsterland.

Und diese Themen seien auch im Münsterland, wo längst nicht alles Gold sei, was glänze, wichtig. 190 000 Menschen im Münsterland, so Lange, seien in Minijobs beschäftigt, allein 40 000 davon in Münster. Über 5000 junge Menschen bis 35 Jahre im Münsterland seien zudem ohne Ausbildung und bezögen Arbeitslosengeld II. „Für sie gibt es wenig Hoffnung und Angebote da rauszukommen“, urteilt Lange.

Dennoch, die Grundstimmung der Gewerkschaften ist vor dem 1. Mai merklich positiv. Einerseits, weil im neuen Koalitionsvertrag einiges drinstehe, was man schon lange fordere, andererseits, weil es zuletzt offenbar zufriedenstellende Tarifrunden gegeben hatte. Jürgen Schmidt, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Münster, sprach zwar von schwierigen Verhandlungen, aber auch davon, dass man letztlich vieles erreicht habe. Bei Verdi freut man sich über den Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst.

Am 1. Mai startet das Programm mit einer Demonstration ab den Aaseekugeln. Treffpunkt dort ist 10.30 Uhr. Gegen 12 Uhr folgen eine Kundgebung sowie das Internationale Begegnungsfest in der Stubengasse. Dort wird unter anderem Annelie Buntenbach von DGB-Bundesvorstand eine Mairede ehalten.

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