Europakonferenz des SPD-Unterbezirks Münster
Sarah Weiser will nach Brüssel

Münster -

Sarah Weiser ist die Delegierte des SPD-Unterbezirks Münster für die Europawahl 2019. Bei ihrer „Europakonferenz“ am Samstagmittag in der Mensa am Ring wählten die Sozialdemokraten sie mit 87 Ja-Stimmen bei viermal „Nein“ und drei Enthaltungen.

Montag, 30.04.2018, 08:04 Uhr

Sarah Weiser stellte sich den SPD-Mitgliedern mit einer Rede vor. Prominenter Gast der „Europakonferenz“ war Gesine Schwan – sie sprach zu Perspektiven für die Zukunft Europas.
Sarah Weiser stellte sich den SPD-Mitgliedern mit einer Rede vor. Prominenter Gast der „Europakonferenz“ war Gesine Schwan – sie sprach zu Perspektiven für die Zukunft Europas. Foto: klm

Als Delegierte tritt Weiser jetzt parteiintern den weiteren Weg über die Region und den Landesverband an, um als Kandidatin für die Europawahl bestimmt zu werden. Die 24-Jährige war von Januar 2016 bis Januar 2017 Vorsitzende der Jusos in Münster und ist Vorstandsmitglied im Unterbezirk.

Weiser erklärte bei ihrer Vorstellung, dass Europa für viele Menschen „ein Versprechen von Wohlstand und Aufstieg gegeben“, es aber „für die Mehrheit der Bürger nicht eingelöst“ habe. Dies sei einer der Gründe, warum viele Menschen „frustriert“ von der EU seien.

Sarah Weiser hat das erste Staatsexamen in Jura absolviert und studiert derzeit im Master-Studiengang Politikwissenschaften und Philosophie. Bei der Konferenz am Samstag sprach sie sich für die Entwicklung der „Vereinigten Staaten von Europa“ aus, die auf allen Ebenen „solidarisch“ sein sollten. Bedeutend für die Zukunft der EU sei, dass die „hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa“ sinke, sagte Weiser.

Als Gast hatte der Unterbezirk Gesine Schwan eingeladen, 2004 und 2009 Kandidatin der SPD für das Amt des Bundespräsidenten. Schwan warb für „Solidarität in Europa“. Zusammenhalt, betonte sie, bedeute nicht zwangsläufig, „dass jeder das Gleiche bekommt, sondern dass man sich mit etwas für alle identifizieren kann“. Schwan kritisierte „30 Jahre neoliberale Kultur in Europa“. Deutschland habe wirtschaftlich sehr von Europa profitiert und gleichzeitig „dafür gesorgt, dass es weiter auseinandergeht“. Sie empfahl die „Stärkung von Kommunen“, denn dort würden politische Entscheidungen der EU oft zuerst umgesetzt.

Morgens hatte der Unterbezirk seinen Parteitag abgehalten. Dabei wurde Svenja Schulze aus dem Wahlkreis als neue Bundesumweltministerin mit großem Applaus begrüßt. Gewählt wurden Matthias Glomb zum stellvertretenden Vorsitzenden und Volker Nikolai-Koß zum Schatzmeister.

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