Besucher-Reaktionen zur neuen Ausstellung
„Sinnvoll in dieser turbulenten Zeit“

Münster -

Wie nehmen Besucher die Ausstellung „Frieden. Von der Antike bis heute“ auf? Unsere Zeitung hörte sich zum Auftakt in den Museen um.

Montag, 30.04.2018, 09:50 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 30.04.2018, 09:45 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 30.04.2018, 09:50 Uhr
Ausstellung "Ein Grund zum Feiern? Münster und der Westfälische Friede" im Stadtmuseum im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster.
Ausstellung "Ein Grund zum Feiern? Münster und der Westfälische Friede" im Stadtmuseum im Rahmen der Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" zum Katholikentag 2018 in Münster. Foto: Gunnar A. Pier

„Ehrlich und selbstkritisch“ nannte Dr. Wolfgang Ballke die Präsentation des Bistums im LWL-Museum für Kunst und Kultur. „Die christliche Religion war in ihrer Geschichte nicht nur friedlich. Hier werden objektiv auch Schattenseiten angesprochen, zum Beispiel Religionskriege.“ Ballke findet, dass „das Bewusstsein für Frieden in Europa gewachsen“ sei. „Am Ende des , Kalten Krieges‘ dachte man ja, jetzt gibt es ewigen Frieden. Aber das war nicht so.“

"Sinnvoll in dieser turbulenten Zeit"

Als „sinnvoll in dieser turbulenten Zeit“ schätzte Iris Albers die Ausstellung ein. „Es gibt Uneinigkeit bei den Vereinten Nationen und Konflikte in verschiedenen Teilen der Welt“, sagte sie. Das Thema „Frieden“ passe sehr ins „Hier und Jetzt“. Als wohltuend habe sie deshalb in der Bistumsausstellung „die weiße Madonna“ empfunden. Die Skulptur ist mit dem Titel „(M)ein Stück vom Himmel“ zu sehen und steht für Aussöhnung. „Ein Stück Himmel auf die Erde zu bringen“, sah Albers darin als Botschaft.

Die Ausstellungsreihe "Frieden von der Antike bis heute" - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.

Das Thema Versöhnung spielte auch für Christian Zumkley eine Rolle, der privat für sich unter anderem die „Dessauer Glocke“ fotografierte. Sie wurde 1990 aus Waffen der aufgelösten Armee der DDR gegossen und steht vor dem LWL-Museum am Domplatz. „Von solchen Glocken könnte man noch ein paar mehr machen“, meinte er. „Wenn man bedenkt, wie oft es schon mit dem Frieden versucht wurde und es nicht geklappt hat.“ Das Thema sei aktuell, weil es Kriege gebe – „in Syrien, im Jemen und anderswo“.

Frieden stehe als Thema gut in Verbindung mit dem Katholikentag

Einen Blick auf das Künstlerische hatten Frank und Michaela Möllmann im Picasso-Museum: „Bei Picasso floss das Thema Krieg in seine Kunst ein. Es war nicht vorab bestimmend“, sagte Michaela Möllmann. Vielleicht habe er sich im Sinne „der eigenen Sicherheit gegenüber den Oberen“ für den zweiten Blick des Betrachters ausdrücken wollen. Die Eheleute betonten, dass „Frieden“ als Thema gut in Verbindung mit dem Katholikentag stehe und dessen Motto „Suche Frieden“.

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