Gestaltungswettbewerb zum Katholikentag
Frieden als schöner Schmuck

Münster -

Mit goldenen Figuren und silbernen Anhängern haben sich Juweliere und Schmiede an einem Wettbewerb beteiligt. Jetzt wurden die Sieger gekürt.

Montag, 07.05.2018, 10:05 Uhr

Am Sonntag wurden die Preisträger auf Haus Kump geehrt (oben l.). Zu sehen sind die Schmuckstücke von (v. r. oben im Uhrzeigersinn) Miriam Krasenbrink aus Bocholt, Gregor Telgmann aus Kamen, Caroline Mojonnier aus Winterthur und das Siegerstück in der Mitte.
Am Sonntag wurden die Preisträger auf Haus Kump geehrt (oben l.). Zu sehen sind die Schmuckstücke von (v. r. oben im Uhrzeigersinn) Miriam Krasenbrink aus Bocholt, Gregor Telgmann aus Kamen, Caroline Mojonnier aus Winterthur und das Siegerstück in der Mitte. Foto: fst

Die Schmuckstücke, die am Sonntag auf Haus Kump präsentiert wurden, hatten einen Wert von etwa 100 000 Euro. Die 39 Kunstwerke aus Gold und Silber zeigten, was Frieden heißt. Denn gekürt wurden Gold- und Silberstücke zum Thema „Suche Frieden“ – dem Leitwort des Katholikentags.

„Kunst ist die Einladung, sich anrühren und verändern zu lassen“, begrüßte Knut-Rüdiger Heine, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Münster, die Gäste. Der Gestaltungswettbewerb, ausgeschrieben vom Landesinnungsverband des Gold- und Silberschmiedehandwerks und der Juweliere in NRW, findet anlässlich des Katholikentags statt.

Der Leitgedanke „Suche Frieden“ sei eine „gesellschaftliche Einstellung, aber auch die eines jeden Einzelnen“, so Heine. Daran schließt Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson an: „Der Westfälische Frieden, der vor über 350 Jahren in Münster geschlossen wurde, ist ein historisches Ereignis, das Verpflichtung in der Gegenwart schafft. Frieden kann zwar nur gemeinsam entstehen, aber jeder muss seinen Beitrag leisten.“

Diesen Beitrag haben Gold- und Silberschmiede aus Europa mit ihren 39 Schmuckstücken in die Tat umgesetzt. „Für mich sind alle Preisträger“, sagt Raphael Fischer, Landesinnungs- und Goldschmiedemeister. Drei dritte Plätze sowie die ersten beiden wurden vergeben.

Einer der dritten Plätze ging an Caroline Mojonnier aus Winterthur in der Schweiz für ihre Meditationsschale in Herzform. Ein weiterer ging an Andrea Spielmeyer aus Lingen für ein kleines Gefäß für den Transport und das Aufbewahren von Hostien. Gregor Telgmann aus Kamen gewann ebenfalls einen dritten Platz für seine kleine Weltkugel, in der eine Familie abgebildet ist, als „Keimzelle des Lebens“.

Der zweite Platz wurde an Anja Hardell aus Lübeck vergeben, für einen schlichten Anhänger, der eine dunkle und eine helle Seite hat. „Der kostbare Ursprung des Friedens schlummert in jedem Menschen, es gilt diesen Schatz aufzuspüren und auszugraben“, beschreibt sie die Idee hinter dem Schmuckstück. Siegerin ist Paula Ratajczek aus Herne, die Auszubildende im ersten Lehrjahr ist. Sie hat einen Kompass als ein Symbol für das Suchen und Finden gefertigt, das Ziel befindet sich in Form einer Friedenstaube mit Ölzweig im Deckel.

Die Jury hatte sich in mehreren Runden beraten. Sie bestand aus Raphael Fischer, Aufsichtsratsvorsitzender der Europäischen Akademie für Juweliere, Juristin Diana Berger, Dr. Susanne H. Kolter, Pastoralreferentin in der Pfarrei St. Joseph und ausgebildete Kunsthistorikerin, Knut-Rüdiger Heine, Annette Watermann-Krass, gelernte Grafikdesignerin und SPD-Landtagsabgeordnete, und Susanne Krumtünger, Geschäftsführerin der Europäischen Akademie.

Alle Schmuckstücke werden während des Katholikentags auf der Empore des Foyers der Halle Münsterland ausgestellt.

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