Aufatmen in Osnabrück
Mantelaffen sind wieder da

Osnabrück/Münster -

Ein seltsamer Anblick mag sich letzte Woche im Buchenwald nahe dem Osnerbrücker Zoo geboten haben. Nach dem Ausbruch zweier Mantelaffenweibchen am Dienstag (8. Mai) haben diese einen Ausflug in die hohen Baumkronen unternommen. Nun sind sie wohlbehalten wieder da. Dieser Vorfall ist jedoch gar nicht ungewöhnlich. Auch in Münster kommt es ab und an mal zu einem kleinen "Ausbruch".

Montag, 14.05.2018, 17:44 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 14.05.2018, 17:26 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 14.05.2018, 17:44 Uhr
Aufatmen in Osnabrück: Mantelaffen sind wieder da
Foto: Lutz Schnier / Zoo Osnabrück / dpa

Laut den Zoomitarbeitern geht es den beiden Ausreißern gut. Sie sind von allein am Samstagnachmittag (12. Mai) zum Zoo zurückgekehrt. Das Heimweh mag sie geplagt haben. Die Tiere haben dafür von einem erhöhten Punkt am Tierhaus, außerhalb des Geheges, den etwa drei Meter breiten Wassergraben überwunden. Einzig ihr Fell sei etwas verschmutzt, was auf ihre Klettertour durch den angrenzenden Wald zurückzuführen sei. Ofina und Kimberly werden nun erstmal bei ihrem männlichen Artgenossen Abasi in der Innenanlage bleiben, um sich von dem anstrengenden Trip zu erholen.

Ausbruch bleibt rätselhaft

Wie genau die beiden Affen ihr Gehege verlassen konnten ist bis jetzt noch nicht geklärt. „Die Gehegebegrenzungen sind, je nachdem, wie gefährlich die jeweilige Tierart ist, unterschiedlich. Für besonders gefährliche Tierarten, wie Tiger oder Löwen, gelten selbstverständlich andere Sicherheitsbedingungen und auch Vorschriften als für ungefährliche Tierarten wie Erdmännchen oder Mantelaffen. Dennoch sind wir natürlich für das Wohl der Tiere verantwortlich“, so Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Kurator und Biologe im Zoo Osnabrück. Der Zoo betont jedoch, dass "zu keinem Zeitpunkt des Ausbruchs Gefahr für Menschen bestand. Mantelaffen sind ungefährliche Stummelaffen, die sehr scheu sind."

Tiere im Allwetterzoo Münster

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  • Pelikane, Tiger, Erdmännchen & Co.: Entdecken Sie mit unseren Bildern den Allwetterzoo!

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Noch gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Schnee? Der Gepard trägt es mit Fassung.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gar nicht braun, so ein syrischer Braunbär...

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Tiger Fedor kam im Juli 2017 in den Allwetterzoo.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein lustiges Outfit tragen die Bongos.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ist das bequem? Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Bad in der Sonne: ein amerikanischer Nasenbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Hier fürchtet ihn niemand: Der Wolf ist im Zoo willkommen.

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  • Nein, das juckt nicht: Ein Vogel ist auf dem Nashorn-Horn gelandet . . .

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • . . . und fliegt wieder weg.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Zwei Pelikane.

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  • Ein Pelikan.

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  • Eine stolze Pracht trägt der Kronenkranich.

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  • Er ist klein, und dann duckt er sich auch noch: ein junger Straß.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Im Afrika-Berich gibt es auch Defassa-Wasserböcke.

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  • Tigerin Nely wundert sich, dass das Wasser in ihrem Gehege zugewuchert ist.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Auch sie landen im Zoo: Störche.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Immer auf der Hut: Erdmännchen.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein durstiger Defassa-Wasserbock.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Geduckt: ein Strauß.

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  • Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Diese Wildkatze hat Punkte - also ist es ein Gepard.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Brillenpinguine leben eigentlich an der afrikanischen West- und Südküste, deshalb finden sie es in Münster nicht viel zu warm.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Bongos sehen komisch aus.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gänsegeier im Schnee

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gepard

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  • Brillenpinguine

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  • Ein Trampeltier mit Schnee-Schnute.

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  • Ein Wolf.

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  • Syrischer Braunbär.

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  • Gepard im Schnee.

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  • Ein Wolf lugt hervor.

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  • Wer erkennt die Unterschiede? Die Tiger Nely (links) und Fedor.

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  • Bauchlandung: zwei Brillenpinguine.

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  • Kaum bekannt, aber auch niedlich: ein chinesischer Muntjak.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Oran Utan

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner

Kein Einzelfall

Der Vorfall im Osnabrücker Zoo ist allerdings nicht einzigartig. Laut der Kuratorin der Mantelaffen des Allwetterzoos Münster, Dr. Simone Scheka,  komme es gerade im Frühling und Sommer ab und zu mal zu "Ausbrüchen". Aufgrund der üppigen Vegetation haben die Tiere, die hervorragende Kletterer und Springer sind, eher die Möglichkeit den Zaun zu überwinden. So gibt es verschiedene Gründe für die Affen, ihr Gehege zu verlassen und wieder zurückzukehren. Auch in Münster ist das schon passiert. Zum Einen sind Affen allgemein sehr neugierig. Somit kann es durchaus in einem von Zoogästen begehbaren Gehege passieren, dass sich ein Äffchen zwischen den Besuchern aus der Tür stiehlt. Zum Anderen kann es aber auch vorkommen, dass die Affen sich erschrecken. Dann ist Flucht angesagt und die Tiere verlassen kurzfristig ihr Revier. 

Harmonie bewahren

Für die Tiere ist es aber ganz normal zu ihrer Gruppe zurückzukehren, sofern es nicht um Rangstreitigkeiten gehe. Sollte es doch mal zu Ärger im Rudel kommen, merken die Pfleger oft schon im Vorfeld, ob die Harmonie der Gruppe gestört ist, und können dann präventiv eingreifen. Und sollte dies trotz allen Bemühungen mal nicht gelingen, dann kann man darauf vertrauen, dass die Ausreißer ihrem Heimweh erliegen und zurückkehren.

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