Pascal-Gymnasium erhält „Label Franc Education“
Ticket für elitäres Netzwerk

Münster -

Nur wenig mehr als 200 Schulen weltweit tragen zurzeit das „Label Franc Education“. Seit Dienstag gehört das Pascal-Gymnasium zu diesem elitären Netzwerk: Der französische Generalkonsul Vincent Muller überreichte die internationale Auszeichnung bei einem Festakt im Rathaus.

Dienstag, 15.05.2018, 20:05 Uhr

Freuten sich über die Verleihung des „Label Franc Education“ an das Pascal-Gymnasium (v.l.): Honorarkonsul Eckhard Forst, Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Schulleiter Ralf Brameier, Generalkonsul Vincent Muller und Oberbürgermeister Markus Lewe.
Freuten sich über die Verleihung des „Label Franc Education“ an das Pascal-Gymnasium (v.l.): Honorarkonsul Eckhard Forst, Regierungspräsidentin Dorothee Feller, Schulleiter Ralf Brameier, Generalkonsul Vincent Muller und Oberbürgermeister Markus Lewe. Foto: Oliver Werner

Den „Karlspreis für die Schulen“ erhielt am Dienstag das Pascal-Gymnasium. So bezeichnete der französische Generalkonsul Vincent Muller die Auszeichnung, die er im Namen des französischen Außenministeriums in der Rüstkammer des Rathauses im Beisein zahlreicher Schüler und Lehrer an Schulleiter Ralf Brameier übergab: das „Label Franc Education“. Damit reiht sich das Gymnasium in ein elitäres Netzwerk ein: Nur wenige mehr als 200 Schulen weltweit, drei in NRW, tragen zurzeit diese Auszeichnung für besondere Beziehungen zur französischen Sprache und zum frankophonen Raum.

Diese Auszeichnung sei nicht nur „etwas ganz Besonderes“, sondern auch „ein wichtiges Symbol für Europa“, stellte Oberbürgermeister Markus Lewe angesichts zunehmender europakritischer Stimmen fest. „Wir dürfen dankbar sein, dass wir in einem friedlichen Europa zusammenleben.“ Dafür sei die Überwindung von Sprachbarrieren wichtig. Nicht nur dadurch zeichne sich das Pascal-Gymnasium aus, so Lewe: „Sie zeigen, dass sie nicht nur über die deutsch-französische Freundschaft sprechen, sondern sie leben.“

Regierungspräsidentin Dorothee Feller zeigte sich besorgt darüber, dass nach der Europawahl 2019 mehr Europa-Skeptiker als -Befürworter im europäischen Parlament sitzen könnten. Um den über 70 Jahre andauernden Frieden in Europa zu bewahren, sei Engagement wichtig. Feller erinnerte daran, dass der Austausch zwischen Jugendlichen neben jenem auf Staatsebene zu den Eckpunkten des Élysée-Vertrages gehöre. Dafür sei das Pascal-Gymnasium „zu einem Symbol geworden“.

Honorarkonsul Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW-Bank, hob die engen wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Deutschland und Frankreich hervor: „Ihr habt alle enorme Berufschancen“, rief er den Schülern zu. Das bestätigte Vincent Muller. Vor allem aber warb der Generalkonsul dafür, dass sich die europäischen Staaten nicht wie Trumps Amerika abschotten, sondern Barrieren überwinden und Europa voranbringen. „Die größte Mauer ist die im Kopf“, sagte Muller. Die gelte es zu schleifen – etwa durch sprachliche Kompetenz. Diese solle das Pascal-Gymnasium weiterhin fördern, um in fünf Jahren erneut das „Label Franc Education“ zu erhalten.

Das versprach der Schulleiter und sah das „Pascal“ auf einem guten Weg. Denn die Tendenz der Anmeldungen für den bilingualen Zweig sei steigend.

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