Münsteraner gewinnt Wissenschaftswettbewerb in den USA
Frederik Dunschens „roflCopter“: Der Wirbelwind hat Klasse

Münster -

Frederik Dunschen (19) aus Münster ist der erfolgreichste von 18 deutschen Teilnehmern beim 69. „Intel International Science and Engineering Fair“ in den USA. Seine Erfindung: ein Mini-Helikopter, der aus nichts als seinem Rotor besteht . . .

Samstag, 26.05.2018, 17:30 Uhr

Frederik Dunschens preisgekrönte Erfindung ist eine Drohne, die nur aus einem Rotor besteht, der von zwei winzigen Propellern in Bewegung gesetzt wird.
Frederik Dunschens preisgekrönte Erfindung ist eine Drohne, die nur aus einem Rotor besteht, der von zwei winzigen Propellern in Bewegung gesetzt wird. Foto: Stiftung Jugend forscht e. V.

Ein wild wirbelndes Ungetüm, das durch die Luft fliegt – so nennt Frederik Dunschen seine eigene Erfindung. Dunschen darf das. Denn sein „Ungetüm“ – ein „rofl­Copter“ („rotating flyer“, frei übersetzt: „Rotorflügler“) – hat die höchsten Weihen erhalten. Und zwar vor allem den ersten Preis der ersten Preise in der Kategorie „Engineering Mechanics“ beim weltweit größten Schüler-Wissenschaftswettbewerb „ISEF“ in Pittsburgh (USA). „ISEF“ steht für „Intel International Science and Engineering Fair“ – „im Prinzip eine Art Weltmeisterschaft“, sagt der 19-Jährige bescheiden.

An seinem Fluggerät arbeitet der Münsteraner, der vor einem Jahr an der Friedensschule sein Abitur machte, schon seit einigen Jahren. Das Prinzip stellte er zum ersten Mal in einer Facharbeit im elften Schuljahr vor: „Es ist ein Helikopter, bei dem man alles weggenommen hat – bis auf den Hauptrotor, und der ist das Fluggerät.“ Das Ding fliegt nie, sagten damals die Skeptiker.

Präsentation in San Jose 

Doch es fliegt. Frederik Dunschen überzeugte 2017 die „Jugend forscht“-Jury und wurde für „ISEF“ empfohlen. Nach vielen Monaten umständlicher Vorarbeit samt Formalitäten und Rhetorik-Kursus durfte der Münsteraner nun zusammen mit 17 weiteren „Jugend forscht“-Preisträgern für eine Woche in die USA reisen. Dort traten über 1800 Teilnehmer aus 75 Nationen an.

IHK-Wettbewerb „Jugend forscht“: 15- bis 21-Jährige zeigen ihre Arbeiten

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  • Beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ präsentierten am Freitag die 15- bis 21-Jährigen ihre Arbeiten.

    Foto: Oliver Werner
  • Beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ präsentierten am Freitag die 15- bis 21-Jährigen ihre Arbeiten.

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    Foto: Oliver Werner
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    Foto: Oliver Werner
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  • Beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ präsentierten am Freitag die 15- bis 21-Jährigen ihre Arbeiten.

    Foto: Oliver Werner
  • Beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ präsentierten am Freitag die 15- bis 21-Jährigen ihre Arbeiten.

    Foto: Oliver Werner

Vom Land hat er nicht viel gesehen. Die Vorbereitung der Präsentation mit den Flugaufnahmen, der Aufbau in der großen Halle, die vielen Fachgespräche auf Englisch, der eng getaktete Terminplan – „das Niveau ist sehr hoch. Das war schon anstrengend . . .“ Allerdings war Frederik Dunschen nicht unvorbereitet, denn schon im vergangenen Oktober hatte er seine Erfindung auf eigene Faust bei der „Drone World Expo“ in San Jose präsentieren dürfen.

Studium in Würzburg

Das Interesse war groß. Nicht nur bei den Juroren und der neugierigen Öffentlichkeit, die die eigenartige Drohne bewunderten und darüber ins Gespräch kamen. Sondern auch bei Firmenvertretern, die ihre Möglichkeiten erkannten. Welche nämlich? „Es geht nicht darum, Lasten zu transportieren“, sagt Frederik Dunschen. Weil der „rofl­Copter“ ständig rotiert, ließen sich mit Hilfe eingebauter Kameras 360-Grad-Bilder erzeugen. Und weil er so beweglich ist, könnte er auch durch geschlossene Räume oder Höhlen fliegen – vielleicht um sie zu vermessen?

Das ist noch Theorie. Aber Frederik Dunschen arbeitet daran. Er studiert mittlerweile Luft- und Raumfahrtinformatik in Würzburg und ist fest entschlossen, seine preisgekrönte Schüler-Arbeit weiterzuentwickeln. Der ISEF-Preis bedeutet ihm offenbar viel: „Allein die Auszeichnung, wenn man jahrelang an so einem Projekt gearbeitet hat – das motiviert schon sehr.“  

„Intel ISEF“

Veranstalter der „Intel ISEF“ ist die „Society for Science & the Public“ – eine gemeinnützige Organisation aus Washington. Zu den Preisen gehören Forschungspraktika, Stipendien oder wissenschaftliche Exkursionen. Die Teilnehmer werden aus den Gewinnern verschiedener Forschungswettbewerbe ermittelt – wie zum Beispiel „Jugend forscht“. Für das Münsterland wird dieser Wettbewerb seit über 30 Jahren von der IHK Nord Westfalen durchgeführt. IHK-Präsident Dr. Benedikt Hüffer freut sich über den Erfolg. Die Einladung sei auch eine Anerkennung für den IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ im Münsterland, bei dem Projektbetreuer, Juroren und das Organisationsteam seit Jahren hervorragende Arbeit leisteten, findet Hüffer.

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