Hot Water Music im Interview
25 Jahre und kein bisschen leise

Münster -

Im vergangenen Jahr erschien „Light It Up“, das achte Studioalbum der Band Hot Water Music. Die Post-Hardcore-Band aus Florida feiert in diesem Jahr 25-jähriges Jubiläum. Im August spielt das Quartett im Skaters Palace. Fraglos einer der Live-Acts, die man nicht verpassen sollte.

Donnerstag, 05.07.2018, 13:49 Uhr

Hot Water Music: Jason Black, Chuck Ragan, George Rebelo und Chris Wollard. Beim Konzert in Münster wird Wollard fehlen und durch Chris Cresswell ersetzt.
Hot Water Music: Jason Black, Chuck Ragan, George Rebelo und Chris Wollard. Beim Konzert in Münster wird Wollard fehlen und durch Chris Cresswell ersetzt. Foto: Jonathan Weiner

Wie hältst du dich auf einer Tournee fit?

Jason Black: Wenn ich zu Hause bin, gehe ich mehrmals die Woche ins Fitnessstudio. Und ich trinke seit fünf Jahren keinen Alkohol mehr. Das macht es viel einfacher, in Form zu bleiben und mich bestimmt 45 Kilo leichter (lacht).

Gerade läuft ja die Fußball-WM in Russland. Interessiert dich das oder magst du eher andere Sportarten?

Black: Tatsächlich schenke ich nur Baseball große Aufmerksamkeit. Ich mag Fußball und ich hasse Football (lacht).

Auf dem Trainingsanzug der deutschen Mannschaft stand „Best Never Rest“. Das erinnert mich an die Zeile „If You Rest You Rust“ aus dem Song „Never Going Back“ vom neuen Album.

Black: Ach, das habe ich gar nicht mitbekommen. Mir gefällt die Zeile. Wobei wir uns mittlerweile vielleicht schon etwas zu viel ausruhen (lacht).

„Light It Up“ klingt unangestrengt und wieder zurück zu den Wurzeln. Stimmt der Eindruck?

Black: Ja, unser Ziel war es, nicht zu viel Zeit mit den Aufnahmen zu verbringen, sondern das Album schnell einzuspielen und ohne Produzenten. Wir wollten nicht alles durch- oder überdenken.

Wie kommen die neuen Songs denn bei euren Fans an? Vor allem, wenn ihr sie live spielt? In der Setlist finden sich aktuell gerade ungefähr fünf wieder, oder?

Black: Ja. Aber das wechselt. Sie kommen gut an, aber wie auf jedem Album: manche eben besser als andere. Und natürlich gibt es in unserer Setlist Songs, die wir so oder so spielen, weil Fans bei unseren Shows Spaß haben sollen. So wie wir auch.

Euer Album „Exister“ war nach der längeren Pause ein sehr gutes Comeback-Album. Wie siehst du „Light It Up“ im Vergleich?

Black: Es ist völlig anders. Bei „Exister“ hat Bill Stevenson produziert. Jemand, der zwar nicht mit neuen Ideen kommt, aber sagt, dass wir welche bräuchten. Diesmal haben wir alles selbst gemacht. Das ist zwar auch gut, aber eine völlig andere Herangehensweise und deshalb nicht vergleichbar. Ich habe erst bei der Tour zu „Light It Up“ gemerkt, wie gut „Exister“ bei den Fans angekommen ist.

Ihr spielt selten auf Festivals, warum?

Black: Ich glaube, wir sind einfach nicht gut darin (lacht). Wir haben ja auch nicht wirklich Hit-Singles wie andere Bands.

Das würde ich so nicht sagen . . . (lacht)

Black: (lacht) Wir verzichten auf eine großartige Lichtshow-Produktion. Und wir bevorzugen Club-Shows, kommen auf die Bühne, spielen unsere Musik, reden nicht viel. And we‘re done. Wir werden bestimmt aber auch wieder auf Festivals spielen. Hoffentlich dann besser. Die ganze Schuld liegt bei uns. (lacht).

Wie ist es heute nach einem Konzert im Vergleich zu früher? Braucht ihr jetzt mehr Ruhe? Ein Sofa?

Black: Wie spielen viel länger als früher, was sehr cool ist. Aber wir waren nie wirklich eine Party-Band. Klar kommt es mal vor, dass wir auch feiern. Aber eigentlich hat jeder seine Routine. Erstmal duschen, dann in den Tourbus oder ins Hotel. Wir sind ziemlich langweilig (lacht).

Zum Thema

Donnerstag, 9. August, Skaters Palace, Dahlweg 126, 19.30 Uhr.

...

Kommen eure Familien mit oder müsst ihr euch alleine langweilen?

Black: Sie kommen, wenn sie können – sogar zu Shows nach Europa – aber sie haben eben alle eben auch noch Jobs.

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