Preis des Westfälischen Friedens
Steinmeier empfängt am Samstag in Münster drei Staatsoberhäupter

Münster -

Hoher Besuch in Münster: Die Staatsoberhäupter von Estland, Lettland und Litauen nehmen am Samstag den Internationalen Preises des Westfälischen Friedens entgegen. Mittags werden sie sich gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier auf dem Sentenzbogen des Stadtweinhauses zeigen. Schon am Vorabend sind sie in der Stadt.

Montag, 09.07.2018, 12:44 Uhr

Preis des Westfälischen Friedens: Steinmeier empfängt am Samstag in Münster drei Staatsoberhäupter
2016 kamen Tausende Münsteraner auf den Prinzipalmarkt, um dem jordanischen König Abdullah II ibn Al Hussein und seine Frau Rania einen herzlichen Empfang zu bereiten. Foto: Jürgen Peperhowe (Archiv)

Die Verleihung des Internationalen Preises des Westfälischen Friedens lockt am Samstag (14. Juli) wieder hohen Besuch nach Münster. Unmittelbar nach dem Festakt im historischen Rathaus werden die Staatsoberhäupter von Estland, Lettland und Litauen die Menschen auf dem Prinzipalmarkt grüßen. Die estnische Präsidentin Kersti Kaljulaid, die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaitė und der lettische Präsident Raimonds Vējonis zeigen sich gegen 12.45 Uhr gemeinsam mit dem Laudator, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier , sowie mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe auf dem Sentenzbogen des Stadtweinhauses.

Bei den Verleihungen in den vergangenen Jahren hatten Tausende Münsteraner den Preisträgern wie Helmut Schmidt, Kofi Annan oder Jordaniens König Abdullah II. einen überaus herzlichen Empfang bereitet.

Westfälischer Friedenspreis: Die bisherigen Preisträger

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  • Jordaniens König Abdullah II. erhielt den Friedenspreis im Jahr 2016.

    Foto: dpa
  • Mit dem Preis des Westfälischen Friedens wurden im Jahr 2014 die „International Space Station“ (ISS) und die Jugendarbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge geehrt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Westfälischen Friedenspreises im Jahr 2012 an Helmut Schmidt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 2010 wurde der Dirigent und Pinanist Daniel Barenboim mit dem Preis geehrt.

    Foto: Kim Graf
  • Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan wurde 2008 mit dem Preis des Westfälischen Friedens geehrt.

    Foto: A1885 epa Keystone Sandro Campar
  • 2006 erhielt der ehemalige französische Staatspräsident Valéry Giscard d'Estaing den Preis.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Der Dirigent Kurt Masur wurde im Jahr 2004 ausgezeichnet.

    Foto: dpa
  • Im Jahr 2002 ging der Friedenspreis an die ehemalige Bundesanwältin der Schweiz: Carla Del Ponte

    Foto: Martial Trezzini
  • Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl wurde 2000 mit dem Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet.

    Foto: A2942 Ingo Wagner
  • 1998 erhielt Vaclav Havel (links im Bild), Schriftsteller und ehemaliger tschechischer Staatspräsident, den Preis des Westfälischen Friedens.

    Foto: dpa

Integration ins westliche Wertesystem

Die Staatsoberhäupter nehmen den Friedenspreis stellvertretend für die Menschen im Baltikum entgegen, heißt es in einer Pressemitteilung. Dr. Reinhard Zinkann, Vorsitzender der Wirtschaftlichen Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL), die den Preis alle zwei Jahre vergibt, erklärte, die drei Länder würden wegen ihrer intensiven Bemühungen um eine Integration ins westliche Wertesystem von Demokratie und Freiheit gewürdigt. „Von den baltischen Staaten können wir lernen, was Einigkeit möglich macht“, sagte Zinkann. „Man denke nur an die Menschenkette im Jahr 1989 – es war die größte, die es je gegeben hat, und sie erstreckte sich über alle drei baltischen Staaten hinweg.“

Preis des Westfälischen Friedens für die baltischen Staaten

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  • Die Staaten Estland, Lettland und Litauen bekommen am 14. Juli in Münster den Internationalen Preises des Westfälischen Friedens verliehen. Damit werden deren intensiven Bemühungen um eine Integration ins westliche Wertesystem von Demokratie und Freiheit gewürdigt.

    Foto: dpa
  • Ein Beispiel: Am 50. Jahrestag des Hitler-Stalin-Paktes am 23. August 1989 demonstrierten Hunderttausende von Bürgern gegen die aus dem Pakt resultierende Annektion ihrer Heimat durch die Sowjetunion. 

    Foto: dpa
  • Eine mehr als 600 Kilometer lange Menschenkette erstreckte sich durch die drei baltischen Republiken Lettland, Litauen und Estland.

    Foto: dpa
  • Am 14. Juli kommen die drei heutigen Staatsoberhäupter nach Münster: Die estnische Präsidentin Kersti Kaljulaid,...

    Foto: dpa
  • ...die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaitė und...

    Foto: dpa
  • ...der lettische Präsident Raimonds Vējonis.

    Foto: dpa

Auch junge Menschen, die sich beispielgebend für den Frieden einsetzen, werden in diesem Jahr wieder ausgezeichnet: Den Jugendpreis 2018 vergibt die WWL an die Ringe Deutscher Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Das Pfadfinden wird als weltgrößte Jugendbewegung für die friedensorientierte Leistung geehrt. Für die Jugendpreisträger hält Ministerpräsident Laschet die Laudatio.

Der Jugendpreis

Gemeinsam mit Persönlichkeiten oder Repräsentanten von Staaten, die zum Vorbild für Friedensarbeit in Europa und der Welt geworden sind, werden immer auch junge Menschen geehrt, die durch ihre Taten ein Beispiel für politische, soziale und ökologische Versöhnung und damit für Frieden in der Welt gegeben haben. Zuletzt wurden hier die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und die Jugendarbeit des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. ausgezeichnet.

...

Abendessen, Ankunft, Livestream

Ein erster Höhepunkt am Samstag werden ab 9.30 Uhr die Vorfahrten des Bundespräsidenten und der offiziellen Gäste vor dem Rathaus sein.
Gemeinsam mit Ministerpräsident Laschet, Oberbürgermeister Lewe und dem WWL-Vorsitzenden Zinkann wird Frank-Walter Steinmeier die
Staatsoberhäupter aus dem Baltikum willkommen heißen. Die hohen Gäste treffen in Münster bereits am Freitagabend ein, um am traditionellen
„Preisträgeressen“ mit dem Kuratorium des Friedenspreises teilzunehmen.

Die Münsteraner können die festliche Preisverleihung auch wieder live im WDR-Fernsehen, per Internet-Livestream oder beim „Public Viewing“
mitverfolgen: Ab 11 Uhr wird die 90-minütige Übertragung auf einer Videowand an der Stubengasse gezeigt. Dort sind dann auch zahlreiche
Pfadfinderinnen und Pfadfinder vertreten, um den Münsteranern das Engagement ihrer Organisation näher vorzustellen. Außerdem präsentieren
sich die baltischen Staaten auf Aktionsflächen an der Stubengasse.

Interview zum Westfälischen Friedenspreis 2018

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