Kandidatin der Münsterland-SPD
Sie will der Jugend eine Stimme in Europa geben

Münster -

Sie spricht viel von gesamteuropäischer Solidarität und hält die jungen Menschen für „systemrelevant“: Sarah Weiser tritt für die Münsterland-SPD bei der Europawahl 2019 an.

Dienstag, 10.07.2018, 18:14 Uhr

Sarah Weiser kandidiert bei der Europawahl für die SPD.
Sarah Weiser kandidiert bei der Europawahl für die SPD. Foto: da

Sie ist 24 Jahre jung, aufgewachsen in einem Europa der offenen Grenzen und meint zu diesem Projekt, das noch lange nicht abgeschlossen sei: „Junge Menschen sollten Europa mitgestalten.“ Insbesondere denen will Sarah Weiser eine Stimme geben und das Münsterland gerne vertreten, wie die SPD-Kandidatin der Region am Dienstag bei ihrer offiziellen Vorstellung in Münster versicherte. Hier lebt die gebürtige Gelsenkirchenerin seit sieben Jahren.

In den zurückliegenden Wochen war die Master-Studentin für Politikwissenschaften und Philosophie, die bereits das erste Staatsexamen Jura absolviert hat, in den entsprechenden SPD-Gremien einmütig nominiert worden. Diesen Schulterschluss in der Region wertete der Vorsitzende der Münsterland-SPD, der Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup aus Sendenhorst, als „großes politische Signal“. Nun hoffen die Genossen auf einen aussichtsreichen Platz auf der Bundesliste der Partei, der ihrer Kandidatin bei der Wahl im Mai kommenden Jahres die Tür nach Europa öffnen könnte.

„Ich möchte zeigen, dass die SPD die Europa-Partei ist“, kündigte Weiser an. Auf die Herausforderungen etwa in der Handels-, Klima-, Asyl- und Migrationspolitik könne die Antwort nur „mehr Europa“ lauten. Eine klare Absage erteilte sie angesichts dessen einem nationalstaatlichen chauvinistischen Denken.

Weiser, die bis Januar 2017 ein Jahr lang auch Vorsitzende des münsterischen SPD-Nachwuchses war, machte sich für eine „gesamteuropäische Solidarität“ stark. Die koste natürlich Geld. Deshalb forderte sie die Einführung eines Finanztransaktionssystems, die Bekämpfung von Steueroasen sowie eine Transferunion. All das ist in den Augen Weisers notwendig, um auch die Zukunft der jungen Generation in Europa abzusichern. In Anlehnung an die Einstufung der Banken in der weltweiten Finanzkrise bezeichnete sie die jungen Menschen in Europa als nicht minder „systemrelevant“.  

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