Liegestühle vor Lamberti
Frieden im Alltagsstress

Münster -

Liegestühle und Hocker aus Pappe laden ab Samstag auf dem Lamberti-Kirchplatz zum Verweilen ein. Und auch im Landesmuseum werden Liegestühle aufgestellt. Sie sollen zum Verweilen ohne Verzehrzwang einladen – und zugleich zu guten Gesprächen anregen.

Donnerstag, 12.07.2018, 17:41 Uhr

Machen es sich in den Liegestühlen vor St. Lamberti bequem (v.l.): Pater Christoph Brandt, Pfarrer Detlef Ziegler (St. Lamberti), Bernadette Spinnen (Münster-Marketing), Tobias Viehoff (Initiative Starke Innenstadt), Claudia Miklis (Landesmuseum für Kunst und Kultur), Andreas Weitkamp (Kaufmannschaft vom Prinzipalmarkt) und Pfarrer Hans-Bernd Köppen (St. Lamberti).
Machen es sich in den Liegestühlen vor St. Lamberti bequem (v.l.): Pater Christoph Brandt, Pfarrer Detlef Ziegler (St. Lamberti), Bernadette Spinnen (Münster-Marketing), Tobias Viehoff (Initiative Starke Innenstadt), Claudia Miklis (Landesmuseum für Kunst und Kultur), Andreas Weitkamp (Kaufmannschaft vom Prinzipalmarkt) und Pfarrer Hans-Bernd Köppen (St. Lamberti). Foto: Oliver Werner

Zehn Liegestühle und 20 Papp-Hocker stehen ab Samstag auf dem Lamberti-Kirchplatz, weitere 20 Liegestühle und 40 Hocker im Landesmuseum für Kunst und Kultur am Domplatz. Bis zum Schauraum-Wochenende Anfang September sollen sie ohne Verzehrzwang zum Verweilen einladen – und zugleich Werbung für die in mehreren münsterischen Museen laufende Friedensausstellung machen.

Doch damit nicht genug. Ausdrücklich sollen die Sitzmöbel als Anstoß für gute Gespräche dienen, betont Dominikanerpater Christoph Brandt, Leiter des Projekts. Daher werden auf dem Lamberti-Kirchplatz jeden Tag von morgens bis abends Geistliche oder Ehrenamtliche aus der Gemeinde vor Ort sein und bereitwillig mit allen, die sich in den Liegestühlen niederlassen, das Gespräch suchen.

Westfälischer Friedenspreis: Die bisherigen Preisträger

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  • Jordaniens König Abdullah II. erhielt den Friedenspreis im Jahr 2016.

    Foto: dpa
  • Mit dem Preis des Westfälischen Friedens wurden im Jahr 2014 die „International Space Station“ (ISS) und die Jugendarbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge geehrt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Westfälischen Friedenspreises im Jahr 2012 an Helmut Schmidt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 2010 wurde der Dirigent und Pinanist Daniel Barenboim mit dem Preis geehrt.

    Foto: Kim Graf
  • Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan wurde 2008 mit dem Preis des Westfälischen Friedens geehrt.

    Foto: A1885 epa Keystone Sandro Campar
  • 2006 erhielt der ehemalige französische Staatspräsident Valéry Giscard d'Estaing den Preis.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Der Dirigent Kurt Masur wurde im Jahr 2004 ausgezeichnet.

    Foto: dpa
  • Im Jahr 2002 ging der Friedenspreis an die ehemalige Bundesanwältin der Schweiz: Carla Del Ponte

    Foto: Martial Trezzini
  • Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl wurde 2000 mit dem Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet.

    Foto: A2942 Ingo Wagner
  • 1998 erhielt Vaclav Havel (links im Bild), Schriftsteller und ehemaliger tschechischer Staatspräsident, den Preis des Westfälischen Friedens.

    Foto: dpa

Die Aktion findet im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 statt und wird von der Kirchengemeinde St. Lamberti mit der Initiative Starke Innenstadt (ISI) und dem Münster-Marketing organisiert. Ein Beauftragter der Gemeinde kümmert sich um die Sitzmöbel, stellt sie morgens ins Freie und holt sie abends wieder ab.

„Eine wunderbare Friedensaktion“, schwärmt Pfarrer Hans-Bernd Köppen. Die Liegestühle seien eine gute Gelegenheit, Menschen zu Gesprächen über das Thema Frieden anzuregen.

Nach Einschätzung von Bernadette Spinnen (Münster-Marketing) passen die Stühle „wunderbar“ auf den Kirchplatz. Sie sollen zugleich ein Testlauf für weitere Aktionen dieser Art sein. Kommen die Liegestühle bei den Passanten an, sei denkbar, sie künftig auch auf anderen Plätzen in der Innenstadt aufzustellen.

Die aktuellen Sitzmöbel sind freilich nur in diesem Jahr zu gebrauchen, schließlich endet die Friedensausstellung in wenigen Wochen. „Uns haben schon Anfragen erreicht, ob man die Stühle erwerben kann“, sagt Claudia Miklis, Sprecherin des Landesmuseums. Sie arbeitet bereits an einer Warteliste. Nach dem Schauraum-Wochenende sollen die Stühle dann an die Interessenten verkauft werden.

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