Schlusspunkt an der „Espa“
Ein Senfkörnchen Hoffnung bleibt

Münster -

Die Espa im Kreuzviertel hat sich mit einer bewegenden Feier verabschiedet. Das evangelische Kolleg wird von seinem Träger aufgegeben und geht im städtischen Anne-Frank-Kolleg auf.

Freitag, 13.07.2018, 11:38 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 12.07.2018, 18:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 13.07.2018, 11:38 Uhr
Schwester Ilse Dohna sprach vom Senfkorn Hoffnung und ließ eine Schale mit Samen im vollen Saal kreisen.
Schwester Ilse Dohna sprach vom Senfkorn Hoffnung und ließ eine Schale mit Samen im vollen Saal kreisen. Foto: Andreas Hasenkamp

Beim „Schlusspunkt“ der „Espa“ im Kreuzviertel überwogen am Donnerstag Dank und Hoffnung, das war aber nicht alles bei der Feier der Evangelischen Sozialpädagogischen Ausbildungsstätte.

Viele Gäste meldeten sich zu Wort, dankten Lehrern und dem kommissarischen Schulleiter Norbert Göttker, Sekretariat und Hausmeister, auch dem neuen Träger, der Stadt Münster. Es sprachen Klaus Ehling vom Schulamt der Stadt, Schwester Ilse Dohna, Oberin des Diakonissenmutterhauses Münster, Andrea Schumann vom Bundesverband evangelischer Ausbildungsstätten, Astrid Hofmeister vom Evangelischen Fachverband für Berufskollegs des Diakonischen Werks Rheinland- Westfalen-Lippe. Julia Jürgens als Studierende der Espa, Merle Thürnau sowie Glenn Hüfing von der Schülervertretung und Anne Jürgens vom Freundeskreis der Schule.  Letztere teilte mit: „Der Freundeskreis hat beschlossen, weiter bestehen zu bleiben.“ Er soll „die Anne-Frank-Schule zu einer größeren und noch besseren Espa machen“.

Was die Espa ausmacht, dazu findet sich vieles in einem Buch zu der Zeit von 1955 bis 2018. Plakate kündeten schon vor dem Gebäude in der Coerdestraße: „Wir sind Espa!“, „Tschüss, Espa“, „Espa sind wir gemeinsam“, ein T-Shirt kündet: Espa 1955 – 2018. Ich war dabei“.

Zum „Schlusspunkt“ der Espa begrüßte Schulleiter Norbert Göttker viele Besucher.

Zum „Schlusspunkt“ der Espa begrüßte Schulleiter Norbert Göttker viele Besucher. Foto: Andreas Hasenkamp

Die Lehrerin Petra Schmitz hatte tief in die Geschichte der Espa seit 1955 geschaut und die christlichen Anliegen der Diakonissen hervorgehoben. Ein „Verrat am evangelischen Bildungsethos“ sei es, die Espa fallen zu lassen, sagte sie in Richtung der Bodelschwingh­schen Stiftungen Bethel.

Astrid Hofmeister beobachtete im Gottesdienst vor der Schlusspunkt-Feier: „Das ist mehr als Trauer, das ist teilweise Leid.“

Erinnert wurde auch daran, dass ohne die Übernahme durch Bethel schon vor 13 Jahren Schluss gewesen wäre.

An das „kleine Senfkorn Hoffnung“ erinnerte Schwester Ilse Dohna, Oberin des Diakonissenmutterhauses Münster, die der Espa verbunden ist, seit sie selbst als 16-Jährige zu den Diakonissen kam. Die Espa „geht als verzweigter starker Baum zur Stadt über“.

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