Internationaler Preis des Westfälischen Friedens
So viele Staatsoberhäupter wie nie

Münster -

Gleich vier Staatsoberhäupter sind am Samstagmittag auf Münsters Prinzipalmarkt zu sehen. Estland, Lettland und Litauen werden mit dem Internationalen Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet. Bundespräsident Steinmeier hält die Laudatio.

Freitag, 13.07.2018, 14:00 Uhr

Der Internationale Preis des Westfälischen Friedens wird an Estland, Lettland und Litauen verliehen.
Der Internationale Preis des Westfälischen Friedens wird an Estland, Lettland und Litauen verliehen. Foto: rr

Die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe (WWL) hat den Internationalen Preis des Westfälischen Friedens vor 20 Jahren zum ersten Mal verliehen. Persönlichkeiten wie Václav Havel, Helmut Kohl, Valéry Giscard d’Estaing, Kofi Annan oder Helmut Schmidt sind in den zwei Jahrzehnten im münsterischen Rathaus ausgezeichnet worden.
Doch alle Preisträger und Laudatoren des Friedenspreises 2018 unter einen Hut zu bekommen, verlangte diesmal besonders intensiven Abstimmungsbedarf – angesichts der vier Staatsoberhäupter und eines Ministerpräsidenten, die am Samstag gegen 12.45 Uhr vom Prinzipalmarkt aus auf dem Sentenzbogen des Stadtweinhauses zu sehen sein werden.

Preis des Westfälischen Friedens für die baltischen Staaten

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  • Die Staaten Estland, Lettland und Litauen bekommen am 14. Juli in Münster den Internationalen Preises des Westfälischen Friedens verliehen. Damit werden deren intensiven Bemühungen um eine Integration ins westliche Wertesystem von Demokratie und Freiheit gewürdigt.

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  • Ein Beispiel: Am 50. Jahrestag des Hitler-Stalin-Paktes am 23. August 1989 demonstrierten Hunderttausende von Bürgern gegen die aus dem Pakt resultierende Annektion ihrer Heimat durch die Sowjetunion. 

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  • Eine mehr als 600 Kilometer lange Menschenkette erstreckte sich durch die drei baltischen Republiken Lettland, Litauen und Estland.

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  • Am 14. Juli kommen die drei heutigen Staatsoberhäupter nach Münster: Die estnische Präsidentin Kersti Kaljulaid,...

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  • ...die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaitė und...

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  • ...der lettische Präsident Raimonds Vējonis.

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Die estnische Präsidentin Kersti Kaljulaid, die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaitė und der lettische Präsident Raimonds Vējonis nehmen die renommierte Auszeichnung stellvertretend für die Menschen in ihren Ländern entgegen, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hält die Laudatio. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet stellt die friedensorientierte Leistung der Ringe Deutscher Pfadfinderinnen und Pfadfinder heraus, die mit dem Jugendpreis ausgezeichnet werden.

Großleinwand auf der Stubengasse

Die Limousinen mit den Staatschefs werden am Samstag ab 9.30 Uhr vor dem Rathaus vorfahren. Im Friedenssaal werden sich die Gäste ins Goldene Buch der Stadt eintragen. Der WDR zeigt die anschließende Preisverleihung ab 11 Uhr live. Die 90-minütige Übertragung ist auf einer Großleinwand auf der Stubengasse zu sehen, wo sich die drei baltischen Staaten und auch die Pfadfinder präsentieren.
„Drei Simultan-Dolmetscher sind im Rathaus im Einsatz, um die teils in Englisch, teils in Landessprache gehaltenen Reden der Staatsoberhäupter zu übersetzen“, sagt WWL-Geschäftsführer Jost Springensguth. 330 geladene Gäste sind im Festsaal und in der Rüstkammer dabei, zwei Stuhlreihen mussten aus Sicherheitsgründen im Vergleich zu früheren Preisverleihungen wegfallen.
Der Prinzipalmarkt rund um das Rathaus bleibt am Samstag von 8 bis 15 Uhr zwischen Stadthausturm und St.-Lamberti-Kirche für den Straßenverkehr gesperrt.

Westfälischer Friedenspreis: Die bisherigen Preisträger

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  • Jordaniens König Abdullah II. erhielt den Friedenspreis im Jahr 2016.

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  • Mit dem Preis des Westfälischen Friedens wurden im Jahr 2014 die „International Space Station“ (ISS) und die Jugendarbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge geehrt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verleihung des Westfälischen Friedenspreises im Jahr 2012 an Helmut Schmidt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 2010 wurde der Dirigent und Pinanist Daniel Barenboim mit dem Preis geehrt.

    Foto: Kim Graf
  • Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan wurde 2008 mit dem Preis des Westfälischen Friedens geehrt.

    Foto: A1885 epa Keystone Sandro Campar
  • 2006 erhielt der ehemalige französische Staatspräsident Valéry Giscard d'Estaing den Preis.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Der Dirigent Kurt Masur wurde im Jahr 2004 ausgezeichnet.

    Foto: dpa
  • Im Jahr 2002 ging der Friedenspreis an die ehemalige Bundesanwältin der Schweiz: Carla Del Ponte

    Foto: Martial Trezzini
  • Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl wurde 2000 mit dem Preis des Westfälischen Friedens ausgezeichnet.

    Foto: A2942 Ingo Wagner
  • 1998 erhielt Vaclav Havel (links im Bild), Schriftsteller und ehemaliger tschechischer Staatspräsident, den Preis des Westfälischen Friedens.

    Foto: dpa

 

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