Beschwerden über Juwi-Fest
„Lebendig-studentisches Klima unbedingt erhalten“

Münster -

Wie lebendig darf studentisches Leben in Münster sein? Nach dem angekündigten Aus für das Juwi-Fest zeigen sich zwei christdemokratische Nachwuchsorganisationen enttäuscht. Trotz einer Vielzahl von Beschwerden wünschen sie sich eine Stadt, in der „nicht um 22.00 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden.“

Freitag, 13.07.2018, 13:30 Uhr

Donnernde Bässe am Juridicum: Das Juwi-Fest führte 2018 zu Beschwerden.
Donnernde Bässe am Juridicum: Das Juwi-Fest führte 2018 zu Beschwerden. Foto: Corinna Wehr

Die Junge Union und der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Münster zeigen sich besorgt um die Berichterstattung, wonach das Juwi-Fest in Zukunft nicht oder nicht mehr wie bislang genehmigt würde. „Das Juwi-Fest ist mit seiner 44-jährigen Tradition eine wichtige Kulturveranstaltung in Münster, die seit jeher internationale Künstler nach Münster lockt“, schreiben die Christdemokraten in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Zugleich sei das Fest auch Ausdruck besonderen studentischen Engagements, da die Veranstaltung von Studenten organisiert werde.

Der neue Vorsitzende des RCDS-Münster, Johannes van Wieren, hebt hervor wie wichtig solche Veranstaltungen in einer studentisch geprägten Stadt sind: „Wir müssen das lebendig-studentische Klima in Münster unbedingt erhalten. Das Juwi-Fest als eines der größten von Studenten organisierten Festivals steht stellvertretend für viele Veranstaltungen mit studentischem Bezug.“

Für die Junge Union Münster reiht sich die Ankündigung des Ordnungsamtes in eine Vielzahl von Beschwerden gegen öffentliche Veranstaltungen und Feiern ein. Hierzu gehören eine Bürgerinitiative gegen Ruhestörungen am Aasee, Beschwerden über zu laute Konzerte am Schloss und an der Uni oder Unmut über Nachtschwärmer an Wochenenden oder beim Send. „Wir wünschen uns aber ein lebendiges Münster, in dem nicht um 22.00 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden“, so der JU-Vorsitzende Dietrich Aden.

Juwi-Fest 2017

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  • Start des Juwi-Festes im Juridicum der Universität Münster Foto: Oliver Werner
  • Start des Juwi-Festes im Juridicum der Universität Münster Foto: Oliver Werner
  • Start des Juwi-Festes im Juridicum der Universität Münster Foto: Oliver Werner
  • Start des Juwi-Festes im Juridicum der Universität Münster Foto: Oliver Werner
  • Start des Juwi-Festes im Juridicum der Universität Münster Foto: Oliver Werner
  • Start des Juwi-Festes im Juridicum der Universität Münster Foto: Oliver Werner
  • Start des Juwi-Festes im Juridicum der Universität Münster Foto: Oliver Werner
  • Start des Juwi-Festes im Juridicum der Universität Münster Foto: Oliver Werner
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  • Start des Juwi-Festes im Juridicum der Universität Münster Foto: Oliver Werner
  • Start des Juwi-Festes im Juridicum der Universität Münster Foto: Oliver Werner
  • Start des Juwi-Festes im Juridicum der Universität Münster Foto: Oliver Werner

Zugleich unterstreichen die beiden Vorsitzenden den besonderen Schutz der Nachtruhe: „Studentische Lebensfreude und der Schutz der Nachtruhe dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern müssen miteinander in Einklang gebracht werden. Das verbietet jeden ordnungsbehördlichen Schnellschuss, sondern ist Grundlage für eine stadtweite Diskussion, die wir unbedingt führen müssen“, so Aden und van Wieren unisono.

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