Sanierung
Die Westfassade der Apostelkirche bröselt

Münster -

An der Apostelkirche wird derzeit die Westfassade saniert. Dort sind etliche Schäden festgestellt worden. Die aktuelle Maßnahme soll der Auftakt für eine umfassende Fassadensanierung sein – wenn denn dafür genug Geld zur Verfügung steht.

Freitag, 13.07.2018, 20:46 Uhr

Begutachten die Schäden an der Apostelkirche (v.l.): Ulrich Bartels von der Apostelgemeinde, Architektin Diana Danne und Kirchmeister Manfred Strater.
Begutachten die Schäden an der Apostelkirche (v.l.): Ulrich Bartels von der Apostelgemeinde, Architektin Diana Danne und Kirchmeister Manfred Strater. Foto: Oliver Werner

An der Apostelkirche nagt der Zahn der Zeit. Vor allem der Westfassade hat er arg zugesetzt. Jetzt wird sie saniert – und in den kommenden Jahren dann wohl auch der Rest der evangelischen Kirche, „wenn denn Geld zur Verfügung steht“, wie Kirchmeister Manfred Strater betont.

„Die Westfassade ist die Wetterseite“, erläutert Diana Danne vom Architekturbüro Danne/Linnemannstöns. Regen prasselt also vor allem hier ans Gemäuer. „Außerdem verschattet die dicht an der Kirche stehende Laubbaumreihe die Fassade und verhindert ein schnelles Austrocknen nach Regenfällen oder an grauen Wintertagen.“ Die Außenwandflächen einschließlich der Maßwerkfenster werden daher bis Ende Juli vollständig überarbeitet und instand gesetzt, da sich an den Maßwerkelementen, Gesimsen und Ziegelflächen sowie anderen Stellen immer wieder Steinschalen und Fugenmörtel von der Fassade lösen und zu Boden fallen, so Danne weiter.

Die Apostelkirche wird saniert

1/10
  • Die Westfassade der Apostelkirche wird zurzeit saniert. Weitere Arbeiten sollen in den kommenden Jahren folgen. Foto: Oliver Werner
  • Die Westfassade der Apostelkirche wird zurzeit saniert. Weitere Arbeiten sollen in den kommenden Jahren folgen. Foto: Oliver Werner
  • Die Westfassade der Apostelkirche wird zurzeit saniert. Weitere Arbeiten sollen in den kommenden Jahren folgen. Foto: Oliver Werner
  • Die Westfassade der Apostelkirche wird zurzeit saniert. Weitere Arbeiten sollen in den kommenden Jahren folgen. Foto: Oliver Werner
  • Die Westfassade der Apostelkirche wird zurzeit saniert. Weitere Arbeiten sollen in den kommenden Jahren folgen. Foto: Oliver Werner
  • Die Westfassade der Apostelkirche wird zurzeit saniert. Weitere Arbeiten sollen in den kommenden Jahren folgen. Foto: Oliver Werner
  • Die Westfassade der Apostelkirche wird zurzeit saniert. Weitere Arbeiten sollen in den kommenden Jahren folgen. Foto: Oliver Werner
  • Die Westfassade der Apostelkirche wird zurzeit saniert. Weitere Arbeiten sollen in den kommenden Jahren folgen. Foto: Oliver Werner
  • Die Westfassade der Apostelkirche wird zurzeit saniert. Weitere Arbeiten sollen in den kommenden Jahren folgen. Foto: Oliver Werner

Bereits vor zwei Jahren war die Fassade rundherum gesichert worden, berichtet der Kirchmeister. „Jetzt wollen wir uns Schritt für Schritt um die ganze Kirche herumarbeiten.“ Allein die Sanierung der Westfassade kostet nach seinen Angaben 240 000 Euro. Ein Drittel der Kosten wird die Bezirksregierung als Patron des Gotteshauses übernehmen, den Rest trägt die Gemeinde. Als Nächstes soll die Fassade des Chorraumes angegangen werden, sofern die Mittel dafür zur Verfügung stehen. „Bis 2030“, so die Hoffnung von Strater, „wollen wir die Arbeiten abschließen“ – wobei bei allen Maßnahmen die Denkmalbehörde eingebunden sei.

Bereits abgeschlossen ist die Sanierung des Dachstuhls. Und auch die Rosette im Eingangsbereich war bereits vor einiger Zeit angegangen worden.

Die Apostelkirche gehörte einst zum Kloster der Franziskaner-Minoriten, das in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstand. Während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden war hier unter anderem Fabio Chigi, der spätere Papst Alexander VII., untergebracht. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Apostelkirche schwer beschädigt. 1949 wurde der erste Gottesdienst nach dem Wiederaufbau gefeiert.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5904081?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Rotphasen sorgen für lange Staus – und für Unmut
An den beiden innerstädtischen Bahnübergängen bilden sich im Tagesverlauf immer wieder lange Staus, wenn die Ampeln Rot zeigen.
Nachrichten-Ticker