Glasfaserausbau im Kreuzviertel
Kabel kommt per Erdrakete

Münster -

Die Stadtwerke Münster haben die Bewohner des Kreuzviertels am Donnerstagabend in einer öffentlichen Veranstaltung über den Baubeginn des ersten flächendeckenden Glasfasernetzes informiert. „Münster ist fortschrittlich, innovativ und modern. Deswegen sind wir heute hier“, so Dr. Henning Müller-Tengelmann, kaufmännischer Geschäftsführer der Stadtwerke Münster.

Montag, 16.07.2018, 09:00 Uhr aktualisiert: 16.07.2018, 09:43 Uhr
Zahlreiche Bürger informierten sich über den Baubeginn des ersten flächendeckenden Glasfasernetzes.
Das Kreuzviertel in Münster soll ein flächendeckendes Glasfasernetz bekommen. Foto: dpa (Symbolbild)

Das Glasfasernetz soll Internetverbindungen und Datenübertragung auf dem höchsten Geschwindigkeitsstandard garantieren. Der Vorteil im Gegensatz zum herkömmlichen Netz ist, dass sich die Übertragungsgeschwindigkeit nicht mit steigender Anzahl der Nutzer verringert. Laut den Experten der Stadtwerke solle es so möglich gemacht werden, eine Übertragungsrate von 500 Mbit pro Sekunde in jede Wohnung zu garantieren. Der erste Spatenstich ist für den 23. Juli geplant. Circa ein Jahr lang soll das gesamte Kreuzviertel in elf verschiedenen Bauphasen Stück für Stück erschlossen werden. Die Anwohner werden laut Stadtwerke ein bis zwei Wochen vor dem Baustart in ihrer jeweiligen Straße informiert.

Am Coerdeplatz soll ein zentraler Netzknotenpunkt errichtet werden. Von dort führen die Kabel in kleinere Schaltzentralen, wo ein Kabelverzweiger 30 bis 40 Gebäude versorgen kann. Um keine Vorgärten aufbaggern zu müssen, werden die Glasfaserkabel mit unterirdischen Erdraketen bis an jedes Gebäude verlegt. Ob Hauseigentümer oder Bewohner sie nutzen und zu den Stadtwerken als Telekommunikationsanbieter wechseln, bleibt ihnen überlassen.

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Zahlreiche Bürger informierten sich über den Baubeginn des ersten flächendeckenden Glasfasernetzes. Foto: Lena Sünderbruch

Noch vor Baubeginn wollen Vertreter von Stadtwerken und dem beteiligten Bauunternehmen Ortstermine mit Hauseigentümern vereinbaren, um Verlegewege zu besprechen. Die Anwohner müssen während der Bauarbeiten Parkverbote und Verkehrseinschränkungen in Kauf nehmen, so die Stadtwerke. Ansprechpartner zu den Bauvorhaben stehen den Bürgern über ein Baustellentelefon (0251-694-1313) oder persönlich in einem Informationscontainer am Kreuztor zur Verfügung. Geplant ist außerdem ein Newsletter zum Ausbaufortschritt.

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