Umstrittene Hochschulgruppe
Uni muss über Burschenschaft Franconia urteilen

Münster -

Die Leitung der Uni Münster hat sich nach dem Antrag von Studierenden, die Burschenschaft Franconia wegen angeblicher Nähe zur rechtslastigen „Identitären Bewegung“ nicht mehr als Hochschulgruppe zu führen, an das Innenministerium des Landes gewandt. Jetzt gab´s eine Antwort.

Dienstag, 17.07.2018, 15:30 Uhr

Umstrittene Hochschulgruppe: Uni muss über Burschenschaft Franconia urteilen
Die Universität Münster hat sich im Fall der Burschenschaft Franconia an das Innenministerium gewandt. Foto: Oliver Werner

Die Universität wollte wissen, wie die Studentenverbindung vom Verfassungsschutz gesehen wird, ob sie gar unter Beobachtung der Behörde stehe. Das Innenministerium habe jetzt geantwortet, so Uni-Sprecher Norbert Robers . Der Inhalt des Briefes aus Düsseldorf: Die Identitäre Bewegung werde durchaus vom Verfassungsschutz beobachtet und infolgedessen kritisch bewertet.

Entscheidung liegt bei Uni

Ob die münsterische Verbindung Franconia mit der identitären Bewegung in Verbindung stehe, darüber habe die Behörde keinen Erkenntnisse. Über die Frage der Zulassung beziehungsweise dem Ausschluss der Verbindung als Hochschulgruppe der WWU müsse die Universität selbst entscheiden.

Der Fall liegt in der Rechtsabteilung der Universitätsverwaltung. „Die dortigen Juristen prüfen den Fall“, so Robers.

Brief an das Rektorat 

In einem offenen Brief hatte das Studierendenparlament gefordert, die Burschenschaft Franconia  aus der offiziellen Liste der Hochschulgruppen an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) zu streichen. Der Franconia verschaffe der Status als Hochschulgruppe Anerkennung und Legitimation, hieß es in dem Schreiben, das von den Referaten des AStA, fünf Fachschaften, der Gruppe Campus Grün und der Juso-Hochschulgruppe unterschieben worden ist. 

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