Bußgeld gegen Autofahrer
Brandgefahr: Motorradpolizist tritt Kippe aus

Münster-Sudmühle -

Im Auto rauchen? Schlechte Idee, aber nicht verboten. Die brennende Kippe aus dem Auto werfen? Ganz schlechte Idee – und in jedem Fall verboten. Nicht nur wegen der akuten Brandgefahr.

Freitag, 20.07.2018, 17:00 Uhr

Bußgeld gegen Autofahrer: Brandgefahr: Motorradpolizist tritt Kippe aus
Ein Motorradpolizist des Verkehrsdienstes ahndete am Donnerstag ein im wahrsten Sinne des Wortes "brandgefährliches“ Verhalten. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Wer eine brennende Zigarette aus dem Auto wirft, denkt sich in der Regel nicht viel dabei. Genau das ist das Problem: Denn bei der gegenwärtigen Trockenheit herrscht in ganz Münster akute Brandgefahr – gerade das verdorrte Gras auf den Rasen- und Wiesenflächen sowie an Böschungen und Banketten ist brandgefährdet. Darauf weist die Stadt schon seit einigen Tagen hin.

Ein Motorradpolizist ahndete am Donnerstag ein „brandgefährliches“ Verhalten: Ein 30-jähriger Autofahrer hatte an der Dyckburgstraße, Ecke Sudmühlenstraße laut Polizeibericht eine glühende Zigarette in den ausgetrockneten Grünbereich geschnippt. Der Beamte trat sie sofort aus, um einen Brand zu verhindern; er nahm die Personalien des Autofahrers auf.

Den Mann erwartet nach Angaben eines Polizeisprechers ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro. Das ist der in Münster übliche Betrag für diese Art der illegalen Müllentsorgung – die übrigens auch bei anderen Witterungsverhältnissen als Umweltverschmutzung verboten ist. Es komme allerdings ausgesprochen selten vor, dass ein Kippen-Entsorger auf frischer Tat ertappt werde. Hätte die Zigarette tatsächlich einen Brand ausgelöst, wäre das den 30-Jährigen sehr teuer zu stehen gekommen.

Die Stadt weist darauf hin, dass wegen der Brandgefahr offenes Feuer und Rauchen in Wäldern, auf Grünflächen und Böschungsbereichen verboten ist. Auch die Friedhöfe sind von der erhöhten Brandgefahr betroffen. Hier dürfen Kerzen nur in Grableuchten aufgestellt werden.

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