"Lange Nacht" am Uniklinikum
Ein Jahrmarkt der Medizin

Münster -

Für den 7. September laden die Medizinische Fakultät und das UKM zu einer Entdeckungsreise in noch nie dagewesener Weise ein. Ab 16 Uhr öffnen sich die Türen einer „Stadt in der Stadt“, Besucher können operieren, röntgen und den Drehort des Münster-Tatorts erkunden. Das Programm umfasst mehr als 170 Attraktionen. Eintritt frei.

Mittwoch, 25.07.2018, 12:00 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 25.07.2018, 12:00 Uhr
Zur „Langen Nacht der Universitätsmedizin“ laden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des UKM ein.
Zur „Langen Nacht der Universitätsmedizin“ laden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des UKM ein. Foto: UKM//Fotozentrale//Marschalkowsi

Es wird ein Abend, den es so in Münster noch nicht gegeben hat: Für den 7. September laden die Medizinische Fakultät der Universität und das Universitätsklinikum ( UKM) zur „Langen Nacht der Universitätsmedizin“ ein.

Laut Pressemitteilung kann von 16 Uhr bis Mitternacht nahezu alles unter die Lupe genommen und sogar selbst ausprobiert werden, was die meisten Menschen nur aus der Perspektive eines Patienten oder Besuchers kennen: Operieren an einer Kokosnuss, Keime unter dem Elektro-Mikroskop untersuchen, Wissenstest bei einer Medizin-Klausur – mehr als 170 Aktivitäten warten auf Jung und Alt. „Unser Motto ,Wir gestalten die Zukunft der Medizin‘ soll an diesem Tag lebendig werden“, sagt Dekan Prof. Dr. Mathias Herrmann. „Wir wollen zeigen, dass hier eine kleine Stadt tätig ist, die durch Forschung die Grundlage schafft, dass es überhaupt Krankenversorgung gibt.“

Der Blick auf das Programm macht nicht zuletzt aufgrund der Titel neugierig: Die Orthopäden beteiligen sich mit der Aktion „Wir drucken für Ihr Leben gern“, die Herzchirurgen mit „Bugbuster – Bakterien auf der Spur“, und in der Humangenetik „Werden Sie zum Kriminologen“ und werten Erbgut aus. In der Zahnklinik kann man „Bohren wie der Zahnarzt“, das selbst modellierte Ergebnis bei „Gips mir deine Hand“ kann mit nach Hause genommen werden.

Auch ein Alterssimulationsanzug, in dem es einen Demenzparcours zu bewältigen gilt, oder ein begehbares Gehirn versprechen eine spannende Erfahrung, während im Teddybär-Krankenhaus mitgebrachte Kuscheltiere auf spielerische Art und Weise von kleinen und großen Medizinern untersucht und verarztet werden können. „Wir haben eine Veranstaltung für die ganze Familie auf die Beine gestellt, einen Jahrmarkt der Medizin“, sagt Prof. Dr. Dr. Robert Nitsch, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des UKM.

Eine weitere Attraktion: das Röntgen von Alltagsgegenständen. Wo sonst Menschen in der Röhre stecken, können während der „Langen Nacht“ Dinge durchleuchtet werden, die von den Besuchern mitgebracht wurden. Ob es um die Suche nach dem „richtigen“ Überraschungs-Ei geht oder um die Frage, wie viel Innenleben ein Handy tatsächlich hat oder was sich im Bauch eines Kuscheltiers befindet – alles kann durchleuchtet werden, wenn es nicht größer als 70 Zentimeter im Durchmesser ist.

Auch für Technikbegeisterte gibt es Einblicke, die im Alltag verborgen bleiben – wie die Besichtigung der AWT-Anlage, eines unterirdischen automatisierten Transportsystems, das Patienten und Mitarbeiter im Zentralklinikum tagtäglich mit sauberer Wäsche, Lebensmitteln oder Medikamenten versorgt. Heiß her geht es bei der klinikeigenen Werkfeuerwehr, die für Kinder und Erwachsene Schulungen zur Brandbekämpfung anbietet. Zudem steht ein Feuerwehrauto nicht nur für die Kleinsten zum Erkunden bereit.  

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