Shisha-Verbot ist nur der Anfang
Stadt plant weitere Maßnahmen am Aasee

Münster -

Das Shisha-Verbot an den Aasee-Terrassen ist nur der Anfang. Wie Dezernent Wolfgang Heuer berichtet, plant die Stadt weitere Maßnahmen. Außerdem soll es in nächster Zeit intensive Kontrollen in dem Problembereich geben.

Freitag, 27.07.2018, 20:00 Uhr
Seit Kurzem wird der Bereich vor den Aasee-Terrassen durch Poller abgeriegelt. Zuvor waren abends immer wieder Pkw bis auf die Terrassen gefahren, berichtet Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer.
Seit Kurzem wird der Bereich vor den Aasee-Terrassen durch Poller abgeriegelt. Zuvor waren abends immer wieder Pkw bis auf die Terrassen gefahren, berichtet Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer. Foto: kal

Nach dem Shisha-Verbot plant die Stadt rund um die Aasee-Terrassen weitere Maßnahmen. Dies kündigte am Freitag Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer an.

Mehr Beleuchtung

Zwischen den Terrassen und der Gaststätte „Zum Himmelreich“ – der sogenannten Bastion – soll das Grün zurückgeschnitten werden, damit der Bereich besser einsehbar ist. Zudem will Heuer „schnell“ für mehr Beleuchtung in diesem Bereich sorgen.

Poller gegen parkende Autos

Eine andere Maßnahme ist bereits umgesetzt worden. Die Stadt hat an der Annette-Allee Poller aufgestellt, damit Pkw nicht mehr bis auf die Terrassen fahren können. Dies sei in der Vergangenheit wiederholt der Fall gewesen, so Heuer.

Eingriff in die Grundrechte

Dass an den Aasee-Terrassen ab sofort das Shisha-Rauchen verboten ist, bezeichnet Heuer als „gravierende Maßnahme“ und „Eingriff in die Grundrechte“. Rechtlich sieht er die Stadt auf der sicheren Seite. Die Verfügung, die Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung abwenden soll, sei durch mehrere Verordnungen und das Strafgesetzbuch gedeckt.

Vorbild Köln

Heuer verweist darauf, dass es auch schon in anderen Städten ein Shisha-Verbot gebe – unter anderem am Kölner Rheinufer. „Danach verbesserte sich die Situation deutlich.“ Auch in Gronau sei ein solches Verbot in Vorbereitung.

Das Shisha-Verbot gilt allerdings nur für die Terrassen und nicht für die benachbarte Bastion. Dass es zu einem Verdrängungseffekt kommen könnte, will Heuer nicht ausschließen. Gleichwohl ist er optimistisch, dass das Ordnungsamt und die Polizei die Situation in den Griff bekommen.

Mehr Kontrollen

Der Kontrolldruck soll in der nächsten Zeit weiter intensiviert werden. Das geplante „Bündel an Maßnahmen“ sei erforderlich, um denen, die an den Aasee-Terrassen über die Stränge schlagen, zu zeigen, „dass sie sich an bestimmte Regeln in der Gesellschaft halten müssen“.

Alkoholkonsum, laute Musik und Pöbeleien

Die Polizei berichtete am Freitag, dass es in dem Bereich in den vergangenen Monaten wiederholt Alkoholkonsum, laute Musik und Pöbeleien gegeben habe, daneben seien Körperverletzungen, Raub und Sachbeschädigungen zur Anzeige gebracht worden. „Wir haben die Aasee-Terrassen im Blick“, so eine Sprecherin.

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